Fünf Kurzspiel-Tipps, mit denen Sie sofort Schläge sparen
Viele Amateure investieren wesentlich mehr Trainingszeit in die langen Schläge als in die kurzen. Obwohl wir doch alle wissen, dass sich der Score oft genug rund ums Grün entscheidet. PGA Golf Professional Chris Ryan erklärt im Video auf dem YouTube-Kanal von TaylorMade Golf Europe, dass es nicht immer technische Veränderungen im kurzen Spiel sein müssen, die zu einem besseren Spiel führen. Oft reicht bereits ein anderer Fokus oder ein einfacher Gedanke, um konstanter zu pitchen, chippen oder putten. Fünf Tipps, die es Ihnen auf Ihrer nächsten Runde einfacher machen können:
1. Beim Chippen ans Ziel denken – nicht an die Technik
Natürlich gibt es viele technische Feinheiten, an die Sie vor einem wichtigen Chip denken könnten. Sie gehen dabei allerdings das Risiko ein, zu verkrampfen, weil Sie unbedingt alles richtig machen möchten, was Sie gelernt haben. Ryan empfiehlt einen anderen Weg: „Jetzt ist die Zeit, an dein Ziel zu denken“, sagt er. Bedeutet: Anstatt über Handgelenke oder Schlägerbewegungen nachzudenken, sollten Sie sich den Schlag möglichst genau vorstellen. Wo landet der Ball? Wie rollt er aus? Welche Kurve nimmt er? Ein klares Bild des gewünschten Schlags verbessert oft Gefühl und Längenkontrolle.
2. Beim Putten erkennen: Wo soll der Ball ins Loch rollen?
Vor allem Putts mit viel Break auf dem Grün werden häufig falsch gelesen, weiß Ryan. Sein Tipp: Nicht nur die Puttlinie betrachten, sondern zunächst überlegen, an welcher Stelle der Ball ins Loch fallen soll. Dazu stellt er sich das Loch wie ein Ziffernblatt vor. Je nach Break fällt der Ball beispielsweise auf sieben oder acht Uhr ins Loch. Erst danach richtet er die Linie auf seinem Ball auf die Startlinie aus. Ist diese Entscheidung gefallen, sollten Sie zügig spielen – und nicht mehr zu viel nachdenken.
3. Trauen Sie sich, kurze Chips einzulochen
Viele Golfer sind zufrieden, wenn der Ball nach einem Chip in sicherer Putt-Distanz liegen bleibt. Ryan rät dazu, bei kurzen Schlägen mutiger zu denken. Sein sogenannter „Chip-Putt“ wird zwar mit einem Wedge gespielt, fühlt sich aber fast wie ein Putt an: gleicher Griff, ähnliche Ansprechposition und eine ruhige Pendelbewegung ohne aktiven Handgelenkeinsatz. So bleibt der Ball flach, rollt kontrolliert aus – und hat durchaus die Chance, direkt ins Loch zu fallen. Trauen Sie sich etwas. Mut tut bekanntlich häufig gut.
4. Beim Pitchen aufrichten statt unten bleiben
Ein Gedanke dürfte viele Golferinnen und Golfer überraschen. Zahlreiche Amateure versuchen beim Pitch mit dem Körper möglichst lange tief zu bleiben, um den Ball sauber zu treffen. Ryan empfiehlt das Gegenteil. „Die besten Spieler der Welt drehen ihren Körper durch den Treffmoment weiter und drücken sich vom Boden nach oben. Sie werden größer.“ Wer sich im Durchschwung also leicht aufrichtet und den Oberkörper weiter zum Ziel dreht, verhindert ein Blockieren der Rotation. Das Ergebnis können deutlich sauberere Ballkontakte sein – gerade bei schwierigen Pitch-Schlägen rund ums Grün.
5. Im Bunker den Sand spielen – nicht den Ball
Auch für den Bunkerschlag setzt Ryan auf ein möglichst einfaches Bild. Statt den Ball treffen zu wollen, stellt er sich einen Kreis um den Ball vor. Die Aufgabe lautet: Den gesamten Sand innerhalb dieses Kreises aufs Grün befördern. „Ich denke überhaupt nicht an den Ball. Ich denke nur an den Sand“, sagt er. Dieser Gedanke soll fast automatisch für den richtigen Treffpunkt sorgen und die passende Schwunggeschwindigkeit. Wer den Sand aufs Grün „schleudert“, nimmt den Ball gleich mit.








