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Deutschlands Spitzengolferin aus dem Elite Team Germany: Esther Henseleit. | © Kate McShane/R&A/R&A via Getty Images

Eisen neun oder Wedge? Henseleit-Tipp für die Schlägerwahl

Sie kennen das Dilemma bestimmt: Es sind noch rund 120 Meter bis zur Fahne, links lauert ein Bunker, rechts Wasser. Dazu weht ein leichter Rückenwind. Eine Situation, wie sie auf dem Golfplatz regelmäßig vorkommt. Die Entfernung passt nicht perfekt zu einem Schläger und plötzlich stellt sich die Frage, ob die kürzere oder längere Variante die bessere Wahl ist. Auch Esther Henseleit aus dem Elite Team Germany kennt die Schwierigkeiten mit Zwischenlängen. Im Video ihres Ausrüsters TaylorMade (s.u.) schwankt die deutsche Spitzengolferin zwischen Pitching Wedge und Eisen neun. Sie entscheidet sich schließlich für den längeren Schläger – aus gutem Grund. 

Warum Henseleit den längeren Schläger bevorzugt

„Grundsätzlich mag ich es lieber, wenn ich zwischen zwei Schlägern bin, den längeren zu nehmen und den Schwung einfach ein bisschen kürzer zu machen“, erklärt Henseleit. Anstatt mit dem Pitching Wedge einen besonders kräftigen Schlag spielen zu müssen, nimmt sie mit dem Eisen neun bewusst etwas Geschwindigkeit und Schwunglänge heraus. „So habe ich ein bisschen mehr Kontrolle. Und so ist es ein bisschen einfacher, die Distanz wirklich richtig zu spielen“, erklärt sie. Gerade bei einer Annäherung mit Hindernissen rund um das Grün kann diese Entscheidung wertvoll sein. Wer versucht, aus einem kürzeren Schläger die letzten Meter herauszuholen, muss häufig seine maximale Schwunggeschwindigkeit ausreizen. Henseleits Variante funktioniert andersherum: Sie dosiert den Schwung und kann sich dabei besser auf eine saubere Bewegung konzentrieren. 

Den Rückschwung verkürzen

Dabei verändert Henseleit ihren Bewegungsablauf nicht grundlegend. Der entscheidende Unterschied ist die Länge des Schwungs. „Ich schwinge den Schläger einfach ein bisschen kürzer, als ich es normalerweise machen würde“, sagt sie. Die Idee dahinter kann auch für Amateure interessant sein. Zwischen zwei Schlägern muss die Entscheidung nicht automatisch bedeuten, entweder besonders hart oder besonders vorsichtig zu schlagen. Eine Alternative ist, den längeren Schläger zu wählen und über einen verkürzten Schwung die gewünschte Distanz zu erzeugen.
Wichtig dafür: Sie müssen Ihre Schlagweiten kennen und dosierte Schläge im Training üben, um herauszufinden, wie weit Sie beispielsweise mit einem Eisen neun bei einem normalen Schwung schlagen – und welche Distanz entsteht, wenn der Rückschwung bewusst etwas kürzer ausfällt. Je besser Sie Ihr eigenes Spiel kennen, desto leichter fällt auf dem Platz die Entscheidung. 

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