Henseleits Geheimnis für längere Drives
Spätestens seit ihrem Gewinn der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris hat sich Esther Henseleit in der Weltspitze etabliert. Die 27-Jährige aus dem Elite Team Germany zählt zu den präzisesten Spielerinnen Europas – und weiß, dass ein langer Drive nicht zwangsläufig mit maximalem Krafteinsatz entsteht. Ihr Rat für den Abschlag fällt deshalb überraschend einfach aus. „Mein Fokus ist es, mich komplett auf meinen Rhythmus zu konzentrieren und das Gleichgewicht beim Driver zu halten“, sagt Henseleit in einem Video ihres Ausrüsters (s.u.).
Für Henseleit, die von der PGA of Germany bereits zweimal zur Spielerin des Jahres ausgezeichnet wurde (2019, 2023), beginnt ein guter Drive mit einem kontrollierten Rückschwung. Statt hektisch Tempo aufzunehmen, setzt sie auf Ruhe. „Ich versuche einen schönen langsamen, langen Rückschwung zu machen“, erklärt sie. Ebenso wichtig ist für Henseleit ein stabiler Kopf. Während des gesamten Schwungs ist sie darauf bedacht, unnötige Bewegungen zu vermeiden. „Ich konzentriere mich darauf, dass ich meinen Kopf wirklich stabil halte“, erklärt sie – und demonstriert das auch im Anschluss.
Die Botschaft dahinter ist eindeutig: Mehr Länge entsteht nicht automatisch durch mehr Kraft – viele Amateure vergessen das immer wieder. Ein flüssiger Rhythmus, ein kontrollierter Bewegungsablauf und eine gute Balance sorgen häufig dafür, dass der Schläger den Ball sauberer trifft – und das führt am Ende oft zu mehr Geschwindigkeit und Konstanz. Henseleits Tipp zeigt also, dass selbst auf höchstem Niveau häufig die scheinbar einfachsten Grundlagen den größten Unterschied ausmachen. Statt den Driver mit mehr Power beschleunigen zu wollen, setzt die deutsche Topspielerin auf einen gleichmäßigen Schwung – und erzielt damit die Kombination, nach der viele Amateure suchen: Präzision und Länge.








