Schmid beim Brutalo-Major und Comeback in Wuppertal
Major: US Open
Shinnecock Hills Golf Club, New York, 18. bis 21. Juni
2026 macht die US Open auf einem der anspruchsvollsten Plätze der Welt Halt: dem Shinnecock Hills Golf Club. Beim dritten Major des Jahres trifft die Elite des Golfsports auf eine traditionsreiche Bühne, die für ihre Härte und Unberechenbarkeit bekannt ist. Mit dabei ist auch der aktuelle Weltranglistenerste Scottie Scheffler, der mit einem Sieg den Karriere-Grand-Slam perfekt machen könnte.
Der Texaner reist als Topfavorit an, obwohl sein letzter Sieg einige Monate zurückliegt. Mit Titeln beim Masters, der PGA Championship und The Open fehlt ihm nur noch der Sieg bei der US Open, um sich in eine exklusive Liste einzutragen. Doch die Konkurrenz ist hochkarätig: Rory McIlroy will nach seinem jüngsten Masters-Triumph das nächste Major gewinnen, während Titelverteidiger J. J. Spaun nach seinem dramatischen Erfolg im Jahr 2025 erneut angreift.
Auch Spieler wie Cameron Young, der weiterhin auf seinen ersten Major-Titel wartet, Matt Fitzpatrick, der US-Open-Champion von 2022, und Justin Rose, der auch mit über 40 Jahren regelmäßig um große Titel mitspielt, zählen zum erweiterten Favoritenkreis. Hinzu kommen das Konstanzwunder Xander Schauffele, Brooks Koepka, Sieger von Shinnecock 2018, sowie Tommy Fleetwood, der auf diesem Platz bereits Geschichte schrieb, als er 2018 eine fast außerirdische 63 am Finaltag spielte.
Matti Schmid ist der einzige Deutsche im Feld. Der Spieler des Elite Teams Germany qualifizierte sich über den FedExCup, in dem er aktuell den 56. Rang belegt. Ein Zeugnis seiner bislang konstanten Saison auf der PGA Tour sind zehn von 16 erreichte Cuts und vier Top-Ten-Platzierungen. Zuletzt verpasste der gebürtige Regensburger jedoch zweimal in Folge den Cut. Für Schmid ist die zweite Teilnahme an der US Open natürlich ein absolutes Saisonhighlight. Bei seinem Turnierdebüt 2021 verpasste er den Cut. Dass er aber inzwischen auch auf der großen Bühne bestehen kann, bewies der 28-Jährige bei der PGA Championship in Aronimink, wo er geteilter Vierter wurde.
Der Kurs selbst gilt als Inbegriff eines klassischen US-Open-Tests: Er ist windanfällig, hat ondulierte Fairways, anspruchsvolle Grüns und verzeiht kaum Fehler. Par ist hier traditionell ein gutes Ergebnis – nicht umsonst lag das Siegerresultat 2018 bei über Par. Auch 2026 dürfte das Motto wieder lauten: „Wer konstant bleibt und Fehler minimiert, hat die besten Chancen auf den Titel.”
Das Teilnehmerfeld unterstreicht die besondere Stellung des Turniers: Über 10.000 Spieler hatten sich beworben, nur 156 von ihnen schafften es ins Teilnehmerfeld. Nach zwei Runden erreichen lediglich die besten 60 und Schlaggleichen das Wochenende – jeder Schlag zählt also von Beginn an. Sollte es nach 72 Löchern keinen Sieger geben, entscheidet ein Zwei-Loch-Playoff. Neben 750 FedExCup-Punkten winken dem Gewinner nicht nur der traditionsreiche Pokal und die Jack Nicklaus Medal, sondern auch langfristige Startrechte bei allen Majors. Vor allem aber geht es um Ruhm und darum, sich auf einem der schwierigsten Plätze der Welt in die Geschichte einzutragen.
LET Access Series: Ladies German Challenge powered by VcG
Golf-Club Bergisch Land, Deutschland, 19. bis 21. Juni
Die LET Access Series setzt ihre intensive Turnierphase fort und macht mit der Ladies German Challenge powered by VcG in Deutschland Station. Nach siebenjähriger Pause kehrt die Veranstaltung in den Turnierkalender zurück und wird im Golf-Club Bergisch Land ausgetragen. Das traditionsreiche Gelände zählt zu den ältesten Golfplätzen Deutschlands und genießt auch heute noch einen hervorragenden Ruf. Der Club wurde bereits 1928 gegründet, unter anderem von Willy Schniewind, einer prägenden Figur des deutschen Golfsports. Mit einer Top-15-Platzierung in aktuellen Rankings bietet der Kurs eine würdige Bühne für die Rückkehr des Turniers.
Sportlich geht es um viel: Mit 70.000 Euro Preisgeld zählt das Turnier zu den lukrativsten der Saison auf der LETAS. Insgesamt 130 Spielerinnen aus 31 Nationen treten über 54 Löcher an, wobei nach zwei Runden nur die besten 45 Professionals und Schlaggleichen den Cut schaffen.
Aus deutscher Sicht richtet sich der Fokus vor allem auf Hanna Tauber. Nach ihrem Sieg in Österreich reist sie mit viel Selbstvertrauen an. Sie ist Teil eines 17-köpfigen deutschen Aufgebots, zu dem außerdem Hanna Charlotte Kölker, Susanna Brenske, Antonia Steiner, Sophie Renner, Leonie Wulfers, Mia Lena Hoffmann, Anna-Maria Diederichs, Vivi Bühle, Lura Götz, Hannah Karg, Lara Ok, Carolin Kauffmann, Chiara Horder, Kimberley Sommer, Theresa De Bochdanovits und Lisa Marie Schumacher gehören. Gleichzeitig bietet das Turnier zahlreichen Nachwuchstalenten eine Bühne, darunter 25 Rookies auf der Tour.
Ein Blick auf die Historie zeigt, wie niedrig die Scores ausfallen können: Bei der letzten Austragung im Jahr 2019 setzte sich Laura Murray mit 14 Schlägen unter Par durch. Auch dieses Mal werden ein präzises Spiel und Konstanz entscheidend sein, um sich im Klassement nach vorne zu arbeiten. In der Gesamtwertung führt aktuell Lauren Holmey das Ranking an. Die sieben besten Spielerinnen der Saison sichern sich eine Spielberechtigung für die Ladies European Tour 2027.
Ladies European Tour: Dutch Ladies Open
Goyer Golf & Country Club, Niederlande, 19. bis 21. Juni
Nach einer zweiwöchigen Pause kehrt die Ladies European Tour zurück und macht in den Niederlanden Halt. Die Dutch Ladies Open wird erneut im Goyer Golf & Country Club ausgetragen, der damit zum zweiten Mal in Folge als Gastgeber fungiert. Der von Bruno Steensels entworfene Kurs gilt als abwechslungsreich und anspruchsvoll. Waste Areas, hohes Rough, Wasserhindernisse und strategisch platzierte Bunker stellen hohe Anforderungen an die Spielerinnen. Insgesamt gehen 132 Golferinnen aus 37 Nationen über 54 Löcher an den Start. Nach zwei Runden erreichen die besten 60 und Schlaggleichen den Cut.
Im Fokus steht Lokalmatadorin Anne Van Dam, die nach der Geburt ihrer Tochter auf die Tour zurückkehrt. Die fünfmalige LET-Siegerin wurde im Vorjahr Zweite und gehört zu den acht niederländischen Spielerinnen im Feld. Ebenfalls mit Spannung erwartet wird der Auftritt von Major-Siegerin Georgia Hall, die nach ihrer Babypause weiter an ihrem Comeback arbeitet.
Neben etablierten Profis sorgen auch Nachwuchstalente für Aufmerksamkeit. Fünf Amateurinnen sind am Start, darunter die Französin Louise Uma Landgraf, die 2023 als jüngste Siegerin eines Profiturniers Geschichte schrieb.
Mit Agathe Laisné, Esme Hamilton, Kelsey Bennett, Smilla Tarning Sønderby und Leonie Harm sind zudem gleich mehrere Siegerinnen der laufenden Saison vertreten. Neben Harm starten mit Patricia Schmidt, Alexandra Försterling, Celina Sattelkau, Sophie Witt, Verena Gimmy und Chiara Noja sechs weitere deutsche Spielerinnen.
LPGA Tour: Meijer LPGA Classic
Blythefield Country Club, Michigan, 18. bis 21. Juni
Die Meijer LPGA Classic hat sich seit ihrer Premiere im Jahr 2014 zu einem festen Bestandteil der LPGA Tour entwickelt und geht 2026 in die zwölfte Runde. Gespielt wird erneut im Blythefield Country Club nahe Grand Rapids, wo ein hochkarätiges Teilnehmerfeld um ein Preisgeld von drei Millionen US-Dollar kämpft. Titelverteidigerin ist Carlota Ciganda, die im Vorjahr mit zwei Birdies auf den Schlusslöchern ihren ersten LPGA-Sieg seit über acht Jahren perfekt machte. Damals ließ sie unter anderem Lexi Thompson hinter sich, die kurz vor Schluss ihre Siegchance einbüßte. Auch 2026 gehört Thompson wieder zu den prominenten Namen im Teilnehmerfeld.
Insgesamt treten 144 Spielerinnen über vier Runden an, darunter zahlreiche Topstars wie Jeeno Thitikul und Jennifer Kupcho sowie die japanischen Zwillinge Akie und Chizzy Iwai. Insgesamt sind 23 der Top 50 der Weltrangliste am Start. Mit Polly Mack, Esther Henseleit, Isi Gabsa, Olivia Cowan und Helen Briem sind auch fünf deutsche Spielerinnen dabei. Vor allem Cowan reist mit ordentlich Rückenwind an, nachdem sie in der vergangenen Woche im Team mit Nelly Korda den geteilten 17. Platz bei der Dow Championship erreichte.
Das Turnier ist nicht nur sportlich bedeutend, sondern auch fest in der Region verwurzelt. Mit großen Zuschauermengen zählt es zu den beliebtesten Nicht-Majors der Tour. Gleichzeitig steht der wohltätige Zweck im Mittelpunkt: Über die Initiative „Simply Give” wurden bereits Millionenbeträge gesammelt, um Lebensmittelprogramme im Mittleren Westen der USA zu unterstützen.
Weitere Turniere mit deutscher Beteiligung:
Epson Tour: Great Lakes Championship
The Highlands, Michigan, 19. bis 21. Juni
Sophie Hausmann, Jordan Fischer und Christin Eisenbeiss
HotelPlanner Tour: English Open
The Vale Golf Club, England, 18. bis 21. Juni
Dominic Foos, Marc Hammer, Maximilian Kieffer, Anton Albers, Nick Bachem, Jannik de Bruyn, Alexander Knappe und Michael Hirmer
Pro Golf Tour: VcG Köln Open
Golf- und Land-Club Köln, Deutschland, 16. bis 18. Juni








