„New Yorker sind ein hartes Publikum“
Es war eine aufregende Finalrunde der US Open, die eines mal wieder klar machte. Sport-Events in New York sind etwas Besonderes – und das nicht immer in positiver Hinsicht. Mit Wyndham Clark gewann ein Amerikaner den harten Test in Shinnecock Hills. Er kämpfte sich zu einer 73 (+3) und profitierte von einem Sechs-Schläge-Vorsprung, den er sich nach drei Runden erarbeitet hatte. Clark, 32 aus Colorado, feierte seinen zweiten US-Open-Sieg und war der erste Sieger seit Martin Kaymer 2014, der von Donnerstag bis Sonntag nach jeder einzelnen Runde an der Spitze des Tableaus stand. Das Publikum buhte ihn dennoch aus. Für Scottie Scheffler hingegen endet die US Open nicht mit dem fünften Major-Sieg, der gleichzeitig den Karriere-Grand-Slam bedeutet hätte. Das sind die interessantesten Stimmen der 126. US Open im Shinnecock Hills Golf Club.
„Die wollten definitiv nicht, dass ich gewinne. Bei einer US Open oder einem anderen Major kommt es nur selten vor, dass Zuschauer gegen deine Schläge jubeln oder sich über schlechte Schläge freuen. Das war hart – aber manchmal ist es auch schön, der Außenseiter zu sein.“
Wyndham Clark
Oakmont war der Tiefpunkt
„Nach dem, was in Oakmont passiert ist, war das der Tiefpunkt. Viele haben nicht gesehen, was danach passiert ist, aber für zwei oder drei Tage war ich an einem wirklich dunklen Punkt. Damals hatte ich das Gefühl, dass meine Karriere, meine Weltranglistenposition und mein Ruf einfach zerfallen.“
Clark über seinen Auftritt im vergangenen Jahr, als er in der Umkleide randalierte und Spinde beschädigte
„In der Schlussphase hat Wyndham echte Nervenstärke gezeigt. Das Birdie auf der 16 war beeindruckend. Er hat heute gezeigt, was in ihm steckt, und ist ein absolut verdienter Champion.“
Scottie Scheffler (T4)
„Die Zuschauer waren heute anspruchsvoll. New Yorker sind ein hartes Publikum. Es ist schön, wenn die Fans einen anfeuern, aber manchmal geht es mir etwas zu weit, wenn Bälle vom Grün rollen und man trotzdem Jubel hört.“
Scheffler über das Publikum auf Long Island
„Ich bin nicht stolz darauf, den Schläger geworfen zu haben. Aber es war reine Frustration. Das zeigt auch, wie groß meine Leidenschaft ist und wie sehr ich besser werden will. Um ehrlich zu sein: Es war ein ziemlich guter Wurf.“
Joaquin Niemann (T7), der wegen eines Schlägerwurfs zwei Strafschläge kassierte.
Der Platz besiegt McIlroy
„Ich glaube, dieser Platz hat mich diesmal besiegt. Nach der Enttäuschung vom Samstag war es schwer, heute noch die nötige Energie aufzubringen. Nach ein paar Bogeys auf den ersten Neun wollte ich eigentlich nur noch möglichst schnell zum 18. Grün kommen.“
Rory McIlroy (T32)
„Ich habe mir die ganze Woche eingeredet, dass dieser Platz nicht so schwer ist, wie alle sagen. Natürlich stimmt das nicht, aber ich habe es tatsächlich geglaubt. Und genau das hat mir geholfen, hier so gutes Golf zu spielen.“
Tom Kim (Platz 3) über mentale Kniffe
„Letztes Jahr in Oakmont hatte ich das Gefühl, das Turnier verloren zu haben. So fühlt es sich heute nicht an. Ich habe alles getan, was ich konnte, um mir eine Chance zu geben. Wyndham hat die ganze Woche über großartig gespielt – man muss einfach den Hut vor ihm ziehen.“
Sam Burns (Platz 2)
„Ich finde, die USGA hat das ganz gut hinbekommen. Wir mussten das Spiel wegen des Windes nicht unterbrechen. Die Grüns haben sich trotz möglicher Anpassungen immer noch sehr schnell angefühlt. Insgesamt war das definitiv erfolgreicher als 2018.“
Tyrrell Hatton über den Platz von Shinnecok Hills







