Alle jagen Clark
Wyndham Clark weiß, wie man eine US Open gewinnt. Der Amerikaner hatte sich 2023 in Los Angeles seinen ersten Major-Titel gesichert. Damals reichte ihm eine Par-Runde im Finale, um sich knapp vor Rory McIlroy durchzusetzen.
Eine Par-Runde würde der Ryder-Cup-Spieler auch am Sonntag der diesjährigen Ausgabe blind unterschreiben. Zum einen, weil auf den berüchtigten Bahnen des Shinnecock Hills Golf Club vor allem bei windigen Bedingungen der Platzstandard ohnehin nur selten unterspielt wird, zum anderen, weil sich der 32-Jährige aus Colorado ein komfortables Polster auf das Feld herausgearbeitet hat.
Nach Runden von 64, 69 und 70 Schlägen und einem Gesamtergebnis von -7 ist er aktuell eine Klasse für sich. Vor dem Finale beträgt der Vorsprung auf die nächste Verfolgergruppe um Scottie Scheffler, Sahith Theegala, Tom Kim und Sam Stevens sechs Schläge. Es ist eine sehr gute Ausgangsposition, die allerdings die üblichen Gefahren mit sich bringt. Denn mit Geschichten über Spieler, die an Major-Sonntagen eine noch so deutliche Führung nicht ins Ziel bringen konnten, ließe sich ein Buch füllen.
Clark mag seine Chancen
Clark will darin nicht zu einem neuen Kapitel werden, sondern als erster Spieler seit 2014 (Martin Kaymer in Pinehurst) einen Start-Ziel-Sieg beim US-Major feiern. „Scottie ist der beste Spieler der Welt, und er wird wahrscheinlich wieder eine wirklich gute Leistung zeigen“, sagte Clark über einen seiner Kontrahenten am Sonntag. „Das tut er immer, aber es ist schön, einen Vorsprung von sechs Schlägen vor ihm zu haben.“
„Eigentlich werde ich einfach so weitermachen wie bisher. Wenn ich rausgehe, meinen Plan umsetze, meinen Ablauf einhalte und die Schläge spiele, von denen ich weiß, dass ich sie spielen kann, stehen meine Chancen gut“, so Clark weiter.
Scheffler kann mit einem Sieg den Karriere-Grand-Slam (alle Majors mindestens einmal gewinnen) komplettieren. Rory McIlroy, der diesen Meilenstein im vergangenen Jahr beim Masters erreicht hatte, verabschiedete sich nach einer 73 am Samstag (+3, T17 insgesamt) wohl aus dem Titelrennen auf Long Island.
Für Matti Schmid endete das Turnier nach zwei 77er-Runden vorzeitig.







