Partner des DGV

Patrick Cantlay ist seit jeher einer der Punktegaranten bei den US-Amerikanern. | © 2021 Getty Images

Fünf Gründe, warum die USA gewinnen

Wenn Ende September 2025 der Ryder Cup im legendären Bethpage Black Course auf Long Island ausgetragen wird, geht Team USA als Favorit ins Rennen. Die Heimfans träumen von einer Machtdemonstration – und tatsächlich sprechen einige Faktoren klar für die Amerikaner.

 

1. Heimvorteil in New York

 

Der „13. Mann” ist beim Ryder Cup oft spielentscheidend – und in Bethpage wird es richtig laut. Die New Yorker Golf-Fans sind für ihre Leidenschaft und Direktheit bekannt. Schon bei den US Open 2002 (Tiger Woods) und 2009 (Lucas Glover) haben sie gezeigt, wie stark sie ihre Spieler nach vorne peitschen können.

 

Besonders spannend ist, dass mit Cameron Young ein Lokalmatador sein Ryder-Cup-Debüt gibt – und das auf vertrautem Boden. Der New Yorker gewann 2017 als Amateur die New York State Open in Bethpage Black mit einer Finalrunde von 64 Schlägen. Auch seine Ryder-Cup-Geschichte reicht zurück: Bereits 2014 gehörte er zum Siegerteam des US Junior Ryder Cup an der Seite von Sam Burns. Jetzt erlebt er in Bethpage die große Bühne – vor heimischem Publikum.

2. Platzkenntnis und Spielstil

 

Bethpage Black ist berüchtigt für seine Länge und Schwierigkeit. Doch beim Ryder Cup 2025 wird der Platz bewusst im amerikanischen Stil präsentiert. Bereits nach der ersten Besichtigung äußerte sich Paul McGinley, strategischer Berater von Europas Kapitän Luke Donald: „Es ist genau das amerikanische Playbook.“

 

Der Grund: Das Rough ist vergleichsweise mild, die Fairways großzügig und die Grüns aktuell eher weich. Auch einzelne Teeboxen wurden nach vorn verlegt, beispielsweise an Loch 17 und am ersten Abschlag. All das führt zu einem Kurs, der Birdies und tiefes Scoring ermöglicht. Genau diese Art von Setup liegt den US-Spielern: aggressive Drives, Attacke auf die Fahne, viele Chancen auf Birdies.

 

3. Historie spricht für die USA

 

Insgesamt führen die USA im Ryder Cup mit deutlichem Vorsprung in der Gesamtbilanz (27:15). Vor allem auf heimischem Boden ist Team USA traditionell schwer zu schlagen. Die Europäer konnten seit 1993 nur ein einziges Mal einen Auswärtssieg in den Vereinigten Staaten feiern – 2012 in Medinah beim „Miracle“. Statistisch gesehen spricht also vieles für die Gastgeber.

 

4. Breite im Kader

 

Die Amerikaner verfügen nicht nur über große Tiefe, sondern stellen auch die absolute Spitze. Mit Scottie Scheffler haben sie aktuell den besten Golfer der Welt. Er zeigt keinerlei Anzeichen, dass seine Form schwächer wird, je näher das Duell in Bethpage rückt.

 

Hinzu kommt: Sieben der Top Ten der offiziellen Weltrangliste stammen aus den USA. Das bedeutet, dass selbst die Spieler am „hinteren Ende“ des Kaders zur internationalen Elite gehören. Europa hingegen kämpft statistisch mit Formproblemen. Laut Data Golf gehören sieben der acht schwächsten Ryder-Cup-Teilnehmer der letzten sechs Monate zu Team Europa.

5. Revanche-Mentalität nach Rom

 

Die Niederlage 2023 in Rom hat im US-Team Spuren hinterlassen. Spieler und Kapitän Zach Johnson standen stark in der Kritik. 2025 haben die USA mit ihrem neuen Kapitän Keegan Bradley die Chance zur Wiedergutmachung – und mit einer lautstarken Heimkulisse im Rücken wird die Motivation enorm sein. Ein motiviertes US-Team mit Heimvorteil ist traditionell brandgefährlich.

Weiteres zum Thema

Partner des DGV