Überraschende Regel-Entscheidung – trotz starker Regenfälle
Die Traditionalisten dürften sich erfreuen an der Entscheidung, die am Mittwochabend von der PGA of America verkündet wurde. Trotz tagelanger starker Regenfälle in Quail Hollow wird die Auftaktrunde der 107. PGA Championship am Donnerstag ohne Besserlegen gespielt. „Wir planen nicht, mit Besserlegen (preferred lies) zu spielen“, heißt es in einer offiziellen Mitteilung. „Die Spielflächen sind in hervorragendem Zustand und trocknen stündlich weiter ab.“
Gängige Praxis auf der PGA Tour
Bei vielen Events auf der PGA Tour läuft es anders. Nach starken Regenfällen kommt häufig die Regel „aufheben, säubern und zurücklegen“ zum Einsatz. Das bedeutet, dass Spieler ihren Ball auf dem Fairway aufnehmen, ihn von Schmutz befreien und anschließend besser platzieren dürfen. Traditionalisten kritisieren das immer wieder, weil es die Herausforderung des Spiels reduziert. Bei Major-Turnieren hingegen wird in der Regel daran festgehalten, dass ein Ball unter allen Bedingungen „so wie er liegt“ gespielt werden sollte. Die PGA Championship hat sich in der Vergangenheit jedoch nicht immer daran gehalten. 2016 erlaubten die Offiziellen am Finaltag in Baltusrol, New Jersey, nach starken Regenfällen das Aufnehmen, Säubern und Zurücklegen – eine Entscheidung, für die es damals viel Kritik gab.
Unwetter in North Carolina
Die kürzliche Ankündigung bedeutet nun eine Rückkehr zu den klassischen Regeln eines Major-Turniers – mit allen Konsequenzen und unberechenbaren Entwicklungen, die eintreten könnten. Die Region um Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina wurde in den vergangenen Tagen von heftigen Unwettern heimgesucht – der Montag fiel komplett ins Wasser und auch am Dienstagnachmittag konnte weitgehend nicht gespielt werden. Trotz eines modernen Entwässerungssystems in Quail Hollow ist der Platz in vielen Bereichen noch immer durchnässt.









