Rory McIlroy erklärt Medienboykott: „Das ist unser gutes Recht“
Rory McIlroy spricht wieder – auch mit Journalisten. Das ist deshalb eine Meldung wert, weil der Nordire während der PGA Championship vier Tage lang geschwiegen hatte. Vor dem Start der RBC Canadian Open hat er nun wieder das Wort ergriffen und die Gründe für seinen zwischenzeitlichen Medienboykott erklärt.
McIlroy: „Wollte nicht sprechen"
„Die PGA Championship war eine komische Woche“, sagt McIlroy. „Ich habe nicht gut gespielt, schon nicht am ersten Tag – also wollte ich trainieren. Am zweiten Tag waren wir spät fertig, ich wollte noch zurück und meine Tochter Poppy sehen, bevor sie ins Bett geht. Dann kam die Geschichte mit dem Driver raus. Darüber wollte ich nicht sprechen.“
Die Driver-Causa
Hintergrund: McIlroys TaylorMade-Driver soll vor dem Turnier als regelwidrig eingestuft worden sein – eine Information, die eigentlich vertraulich bleiben sollte. McIlroy, der bei der PGA Championship am Ende enttäuschender 47. wurde, ärgerte sich vor allem darüber, dass die Geschichte doch durchsickerte. „Ich war ziemlich sauer, weil ich wusste, dass Scotties (Schefflers, Anm.) Driver am Montag durchgefallen war – aber mein Name wurde bekannt. Das sollte vertraulich bleiben. Zwei Journalisten haben es durchgestochen.“
Nicht das erste Schweigen
Der Nordire habe mit seinem Schweigen auch andere schützen wollen: „Ich wollte nichts sagen, was ich später bereue. Ich wollte Scottie nicht reinziehen, TaylorMade nicht, die USGA nicht, die PGA of America nicht – und auch mich selbst nicht.“ Dass sich McIlroy zurückziehen und Medien ignorieren kann, ist nicht neu. Als er 2024 bei der US Open in Pinehurst den Titel auf den letzten Bahnen verspielt hatte, verweigerte er anschließend die obligatorischen Interviews. Eher ungewöhnlich für einen, der lange im Geschäft und für seine Professionalität bekannt ist. McIlroy allerdings verteidigt seine Haltung. „Wenn wir wollten, könnten wir euch Journalisten komplett umgehen“, kommentiert er. „Wir könnten auf Social Media unsere Runden zusammenfassen – das wäre nicht ideal für euch, aber es wäre möglich.“
Bedeutung der Medien
Der Nordire betont jedoch auch, dass ihm die Bedeutung der Medien bewusst sei. „Ich spreche oft mit euch und ich verstehe, dass es ein Geben und Nehmen ist. Aber solange in unseren Regeln nicht steht, dass wir verpflichtet sind zu sprechen, wird es immer mal wieder vorkommen, dass Spieler sich dagegen entscheiden – und das ist unser gutes Recht.“









