McIlroy eilt davon, Straka schafft den Cut
"Das sind definitiv die schwersten Bedingungen von all meinen Masters-Teilnahmen", berichtete ein zufriedener Sepp Straka nach seiner Runde im Q&A-Bereich gegenüber Golf.de. "Auch wenn mein Putter kalt war. Um den werde ich mich jetzt erstmal intensiv kümmern" – als Vorbereitung auf das Wochenende. Der Österreicher hatte am ersten Turniertag im Augusta National GC eine 73 geschafft und konnte bei seiner fünften Teilnahme am Masters Tournament mit einer folgenden 72 (zu T32) zum vierten Mal den Cut überwinden.
"Die trockene Hitze macht die Bedingungen schwerer, die eh schon sehr kleinen Landezonen auf den Grüns werden so noch kleiner", so Straka weiter. Umso wichtiger, dass der Putter heiß läuft. "Ich werde mir meine Statistiken nochmals anschauen. Die langen Schläge waren gut, jetzt müssen nur noch mehr Putts fallen." Seine bislang beste Platzierung schaffte der 33-jährige Wiener 2024 mit einem geteilten 16. Rang.
McIlroy: Angriff ohne Druck
Nach seiner 67er Auftaktrunde meinte Rory McIlroy, er sei schon ziemlich nervös gewesen und sichtlich erleichtert, dass ihm ein guter Start in die 90. Auflage des Majors gelang. "Nach meinem Karriere-Grand-Slam dachte ich erstmal, ich hätte den Gipfel erreicht. Aber ich merkte schnell, dass es noch weitere Berge zu bezwingen gibt." Nun sei der Druck aber weg, "ich kann jetzt befreit nach vorne schauen und angreifen". Und das gelang dem Masters-Champion von 2025 bei seiner 18. Teilnahme (insgesamt acht Top-Ten-Platzierungen).
Alle Anzeichen stehen auf Titelverteidigung, erst drei vor ihm gelang dieses Kunststück. McIlroy startete überirdisch in Runde zwei. Bei besten Bedingungen mit rund 30 Grad und strahlendem Sonnenschein verwandelte der 37-jährige Nordire Birdies an den Löchern 2, 3 und 4. Bogeys von der 5 und Loch 10 brachten ihn zwischenzeitlich zurück zum Feld – ein riesen Endspurt sollte folgen. Mit sechs Unterspielungen ab Bahn 12. Es fielen Birdies an den legendären Löchern 12 und 13 und eine Serie an Unterspielungen an den Löchern 15, 16, 17 und 18. An der 17 gelang ihm ein spektakulärer Chip-in. Was für eine Machtdemonstration! Zum größten Vorsprung der Turniergeschichte.
Bei bärenstarken zwölf unter Par geht McIlroy mit 67 und 65 Schlägen sechs Zähler vor seinen Verfolgern in den Moving Day. Sam Burns (67 und 71) und Patrick Reed (69 und 69) teilen Position zwei vor den drei Viertplatzierten Justin Rose, Shane Lowry und Tommy Fleetwood.
Es war nicht alles fantastisch
"Ich habe gut gespielt, habe gute Schläge gemacht, aber es war nicht alles 'amazing'. Ich habe in den richtigen Momenten das Spiel zusammengehalten und geliefert. Und ich habe den Kopf unten gehalten und mich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Mir gute Chancen auf den Par-5-Löchern zu ermöglichen, war sicherlich auch ein Schlüssel zu den zwölf unter." Sieben unter Par gelangen ihm auf den Par 5s an den ersten zwei Tagen. Wie es weitergeht: "Nicht zu viel auf die Leaderboards schauen, nicht aus der Ruhe bringen lassen, mein Spiel halten."
Der Cut lag bei plus vier. 54 Spieler schafften den Sprung ins Hauptfeld. Große Namen wie Danny Willett, Bryson DeChambeau oder Cameron Smith scheiterten. Hier geht es zum offiziellen Masters-Leaderboard.










