Langer genießt Augusta mit Bitter-Sweet-Emotionen
Milde Temperaturen, eine leichte Brise, strahlender Sonnenschein. Und ein sichtlich strahlender, entspannter und fit auftretender Bernhard Langer. Wir trafen den zweimaligen Masters-Sieger am Tag des Par-3-Contests vor dem Clubhaus des Augusta National GC im Kreis seiner Familie auf ein paar Worte zu seiner neuen “Situation”, Einschätzungen und Emotionen nach 41 Teilnahmen als aktiver Spieler (9 Top-Ten-Platzierungen, darunter 2 Siege).
"Der Par-3-Contest war ein schönes Erlebnis, auch weil meine Familie, meine Enkel, mit dabei waren", sagte der 68-Jährige. "Wie oft ich ihn gespielt habe, weiß ich nicht mehr – ich habe nicht gezählt, aber eigentlich fast immer mitgespielt."
Von dem Gerücht, dass man diesen Spaß-Wettkampf auf dem Kurzplatz nicht gewinnen und dann das Grüne Jackett auch erringen könne, halte er nichts. Heute sei das aber auch etwas anders als früher, wo es manchen Pros bei der Turniervorbereitung fast schon zu viel Energie abgerungen habe. "Da war das immer eine lange Runde mit nach jedem Schlag fünf Minuten Autogramme geben."
Er habe es sehr genossen, "gut gespielt" und fühle sich "fit und gesund und gut drauf". Hier zu sein ohne Turnierteilnahme sei aber schon "ungewohnt und – wie man im Englischen sagt – bitter sweet". Die Entscheidung, nicht mehr beim Turnier um den Major-Titel mitzuspielen, habe er aber nicht bereut und nicht daran gezweifelt, sie doch nochmal rückgängig machen zu wollen. Auch weil der Platz "immer länger und schwerer wird".
Rose und das neue Player Services Building
Was nun diese Woche für Langer neben dem Par-3-Contest, Champions Dinner und der Ehre, den jungen Siegern bei der Drive, Chip & Putt Championship die Preise zu überreichen, so ansteht?" Ich verbringe viel Zeit mit der Familie und habe einige Sponsoren-Termine mit meinen Partnern Rolex, Mercedes-Benz, Bogner, Berenberg oder Sanford Health."
Auf die Frage nach seinem Favorit auf den Masters-Titel 2026 meinte der Sieger von 1985 und 1993: "Es können hier 40 gewinnen. Aber eventuell braucht es einige Versuche – wie man bei Rory McIlroy gesehen hat. Somit vielleicht Justin Rose…"
Und auf die Frage, was ihn hier in Augusta nach all den vielen Besuchen heuer überrascht und beeindruckt habe, wies der Ryder-Cup-Held und Gewinner von weit mehr als 100 Profi-Titeln schmunzelnd auf das neue Gebäude für die Spieler hin: “Das neue Player Services Building neben der Range ist klasse – mit großartigen Fitness- und Recovery-Bereichen. Es war davor ja schon alles erstklassig, und dann ist es schon unglaublich, was sie hier immer noch Neues machen.”
Was das Masters 2026 so besonders macht: Auf der einen Seite neue Namen, neue Geschichten. Auf der anderen Seite die Gewissheit, dass Ikonen wie Langer weiterhin Teil dieses einzigartigen Turniers bleiben.











