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Frust pur für Robert MacIntyre in der ersten Runde des Masters Tournaments 2026. | © 2026 Getty Images

Ein Auftritt zum Vergessen bleibt in Erinnerung

Es hätte die Woche werden sollen, in der Robert MacIntyre seine starke Form bestätigt. Doch das Masters 2026 wurde für den Weltranglisten-Achten zu einem Auftritt, den er sportlich schnell abhaken möchte – und der dennoch lange nachwirken dürfte. Mit Runden von 80 und 71 Schlägen verpasste der Schotte zum zweiten Mal in Folge den Cut beim Masters Tournament. Am Ende standen sieben Schläge über Par zu Buche – deutlich zu viel für einen Spieler, der zuletzt mit einem vierten und einem zweiten Platz auf der PGA Tour Selbstvertrauen getankt hatte.

 

Bereits in der ersten Runde wurde deutlich, dass MacIntyre mit sich und dem Platz haderte. An der berühmten Amen Corner ließ er seinem Frust freien Lauf – hörbar mit Flüchen nach einem verzogenen Abschlag an der zwölften Bahn. Der Tiefpunkt folgte jedoch auf der 15: Nachdem sein Ball im Wasserhindernis gelandet war, zeigte der 29-Jährige eine obszöne Geste in Richtung Grün. Das Ergebnis war eine verheerende Neun auf dem Par 5.

 

Turnieroffizielle sollen ihn anschließend wegen seines Verhaltens verwarnt haben – keine Kleinigkeit bei einem Turnier, das für seine strengen Verhaltensregeln bekannt ist. MacIntyre selbst zeigte sich wenig einsichtig. Bereits im Vorfeld hatte er betont, dass seine emotionale Art Teil seines Spiels sei. Er wolle sich auf dem Platz nicht verstellen, auch wenn Mikrofone jedes Wort einfingen.

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Instagram-Beiträge immer entsperren

Nachdem er sich nicht für das Wochenende qualifiziert hatte, verließ MacIntyre das Gelände des Augusta National Golf Clubs wortlos. Er lehnte Medienanfragen ab und sein Frust war ihm deutlich anzusehen. Doch lange blieb es nicht still um den Schotten. Kurz darauf sorgte er auf Social Media für den nächsten Aufreger: In seiner Instagram-Story veröffentlichte er ein mit KI generiertes Bild eines Gartenzwergs mit seinem eigenen Konterfei und erhobenem Mittelfinger. Eine offensichtliche Anspielung auf die Szene an Loch 15. Der Beitrag traf gleich zwei empfindliche Punkte: Zum einen griff er seinen eigenen Regelverstoß humoristisch auf und spielte zum anderen auf den legendären „Masters-Zwerg“ an, ein begehrtes Sammlerstück, das jährlich in limitierter Auflage verkauft wird und unter Fans Kultstatus genießt.

 

Dass MacIntyre mit dieser Aktion erneut aneckt, ist kaum überraschend. Bereits im Vorjahr hatte er mit einem Beitrag in den sozialen Medien für Diskussionen gesorgt, als er ein Bild seines Caddies Mike Burrow in dem weißen Masters-Overall postete und ihn in der Bildunterschrift als Maler und Anstreicher bezeichnete. Beim Masters gelten traditionell besonders strenge Maßstäbe – für Spieler ebenso wie für Zuschauer, die dort als „Patrons” bezeichnet werden. Respekt, Zurückhaltung und Etikette sind Teil der DNA dieses Turniers. Vor diesem Hintergrund fällt MacIntyres Verhalten umso stärker aus dem Rahmen.

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