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Top-Woche in Eichenried: Finn Kölle
Top-Woche in Eichenried: Finn Kölle | © BMW Golfsport

„Unglaubliche Woche“: Kölle zeigt sein Potenzial

Dass Finn Kölle unglaublich gut Golf spielen kann, war bereits vor der BMW International Open klar. Das bewies der Psychologie-Student der University of Washington oft genug mit Top-Leistungen auf Amateurebene. Nicht umsonst ist der junge Nationalspieler vom GC St. Leon-Rot aktuell einer von vier deutschen Talenten, die unter den Top 100 der Amateurweltrangliste stehen. In Eichenried durfte das Top-Talent aus dem Junior Team Germany per Einladung auf der großen Bühne der DP World Tour abschlagen.

 

„In München kann ich sehen, wo ich stehe, wenn ich mich mit den Besten in Europa messe“, hatte er Golf.de vor dem Turnier gesagt. Und beim Blick auf das Tableau nach den vier Turniertagen im GC München Eichenried steht fest: Kölle kann mithalten. Und wie.

 

Bei seiner Tour-Premiere im Heimatland glänzte er zunächst mit Runden von 70 und 67 Schlägen, schaffte den Cut, ehe bei schwierigeren Bedingungen Runden von 72 und 74 Schlägen folgten. Am Ende kam er mit einem Gesamtergebnis von -5 ins Ziel und landete auf Platz 30. Durch sein finales Birdie am Sonntag nach einem exzellenten Bunkerschlag auf der 18 erntete er zum Abschluss einer besonderen Woche noch einmal einen wohlverdienten und frenetischen Applaus von den Rängen – und verabschiedete sich mit dem Gefühl, spielerisch auf Augenhöhe zu sein. Darüber hinaus entstanden Momente, die ihn noch lange beflügeln könnten.

„Jede Sekunde genossen.”

„Es ist einfach unglaublich“, sagte der Mann aus Bretten bei Karlsruhe, der 2023 und 2024 deutscher Mannschaftsmeister wurde, im Gespräch mit der DP World Tour. „Ich habe jede Sekunde davon genossen, vor allem das Publikum – ich liebe es. Das sind wahrscheinlich die meisten Zuschauer, vor denen ich je gespielt habe. Der Schlag aus dem Bunker wäre fast reingegangen, und alle sind ausgeflippt – das war großartig.“ Ein Gefühl, das Kölle bereits an den Vortagen erleben durfte. Denn auf der 18 stand in allen vier Runden die rote Vier auf der Karte. 

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„Ich habe diese Leistung nicht erwartet“, so Kölle weiter. „Ich habe einfach versucht, es zu genießen und Erfahrungen daraus zu sammeln. Der Cut war das Ziel, aber der Rest ist einfach ein Bonus. Es ist eigentlich wie ein wahr gewordener Traum. Als kleines Kind habe ich davon geträumt, so etwas zu schaffen, und das jetzt zu erleben – ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben soll.“

 

Kölle weiß nun, wo er steht. Dass seine Qualität bereits jetzt ausreicht, um auf der Tour konkurrenzfähig zu sein. „Ich muss nur an ein paar Dingen arbeiten und sie verfeinern. Dann hoffe ich, dass ich irgendwann als Profi wieder hier dabei sein werde.“

 

Spielerisch beflügelt geht es nun mit der Nationalmannschaft weiter. Bei der Team-Europameisterschaft der Männer will er mit seinen Kollegen in Estland nach Rang sieben im vergangenen Jahr wieder den Sprung in die Medaillenentscheidung schaffen.

 

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