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Sechster beim Heimspiel: Thomas Rosenmüller
Sechster beim Heimspiel: Thomas Rosenmüller | © Luke Walker/Getty Images

Eagle-Spektakel auf der 18: Rosenmüller bester Deutscher, Hollick siegt

Es war ein ungewohnter Anblick. Das Leaderboard der BMW International Open wies im Finale mehr schwarze als rote Zahlen aus. Der Hintergrund: Auf der Anlage des GC München Eichenried wurde es windiger, was sich auch in den Tagesergebnissen widerspiegelte. So reichte eine Par-Runde am Sonntag teilweise aus, um sich im Tableau zu verbessern. 

 

Hinzu kam ein ungewöhnlich früher Start in die Finalrunde. Wegen prognostizierter Gewitter am Nachmittag schickten die Veranstalter die Gruppen bereits am Vormittag auf den Platz. Gespielt wurde von zwei Abschlägen mit jeweils drei Spielern pro Gruppe.

Rosenmüller und Schott mit Eagle auf der 18

Auch von den fünf deutschen Akteuren, die den Cut geschafft hatten, schaffte es keiner, ein Tagesergebnis unter Par zu erzielen. Als bester des Quintetts schloss Thomas Rosenmüller aus dem Elite Team Germany das Turnier ab. Der 29-Jährige, der von Eichenrieds Head-Pro Ken Williams an der Tasche mit wertvollen Informationen versorgt wurde, freute sich in seinem Heimatclub über Rang sechs. Auch wenn am Sonntag nicht alles wie geplant lief.

 

Nach seiner überragenden 65 am Samstag kämpfte sich Rosenmüller, der im vergangenen Jahr auf der PGA Tour spielberechtigt war, zu einer 72 (Par). Nach einer ausgeglichenen ersten Neun (je ein Birdie und Bogey) kassierte Rosenmüller Schlagverluste auf den Löchern 10, 11 und 14, ehe die Runde mit einem Birdie auf der 16 sowie einem spektakulären Eagle auf der 18 ausklang. Auf dem abschließenden Par 5 fehlte ihm nach zwei sensationellen Schlägen nicht viel zum Albatros.

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Auch Freddy Schott brachte die Fans auf dem Schlussloch noch einmal in Wallung. Zum zweiten Mal in dieser Woche lochte der 25-Jährige auf dem Par 5 mit den gefährlichen Wasserhindernissen zum Eagle und verbesserte sich dadurch auf ein Tagesergebnis von 73 Schlägen (+1). Schott, der durch den doppelten Schlaggewinn am Freitag gerade noch den Cut geschafft hatte, kam am Ende auf den geteilten 16. Rang (-7).

Dellingshausen und Schmid mit Par-Runde

Nicolai von Dellingshausen verließ das 18. Grün hingegen eher in Schockstarre. Nach einer bis zum 13. Loch enorm stabilen Runde (drei Birdies, der Rest Par) fing sich der Rheinländer auf dem Par 4 der 14 zunächst ein Doppelbogey ein, ehe ihm mit einem Birdie auf der 15 eine schnelle Trendumkehr gelang. Auf dem 72. Loch war ein unsauberer Abschlag hingegen der Ausgangspunkt eines weiteren Doppelbogeys. Am Ende reichte ihm die Par-Runde, um sich auf den geteilten 23. Rang zu verbessern – unter anderem schlaggleich mit seinem Elite-Team-Germany-Kollegen Matti Schmid, der ebenfalls eine Par-Runde unterschrieb.

 

Top-Amateur Finn Kölle aus dem Junior Team Germany kann voller Stolz auf seine Leistung in Eichenried blicken. Der Psychologie-Student der University of Washington kam bei seinem Gastspiel als einziger Spieler aus dem Amateurlager ins Wochenende und landete nach einer 74 (+2) auf einem starken 30. Rang (-5). Kölle, 21, spielte am Sonntag fünf Birdies, drei Bogeys und zwei Doppelbogeys. „In München kann ich sehen, wo ich stehe, wenn ich mich mit den Besten in Europa messe“, hatte der Nationalspieler vor dem Turnier gesagt. Nach diesem Auftritt steht fest: Kölle kann auch auf der großen Bühne durchaus mithalten.

 

„Die Woche war unbeschreiblich“, analysierte er. „Natürlich war der Abschluss heute etwas bitter, weil ich nicht ganz so gut gespielt habe. Aber ansonsten war es eine unglaubliche Erfahrung. Ich bin sehr dankbar, dass ich hier sein durfte.“

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Hollick siegt dank Eagle-Finale

Michael Hollick war mit einem Schlag Rückstand auf seinen südafrikanischen Landsmann Hennie du Plessis, der mit einem Gesamtergebnis von -17 als Führender im Clubhaus wartete, in das letzte Loch des Turniers gestartet. Drei spektakuläre Golfschläge später war dank eines Eagles die Wende perfekt. Für den 39-Jährigen ist es der erste Sieg auf der DP World Tour.

 

Während sich du Plessis mit Rang zwei begnügen muss, kam Bernd Wiesberger auf Platz drei ins Ziel und bestätigte damit seine starke Form.

 

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