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Max Schmitt; Pro Golf Tour German Swing VcG Bodensee Open | © DGV

Max Schmitt: "All Eyes on Pro Golf Tour"

"Wenn ich eins nach letzter Woche gelernt habe, dann ist es, einfach geduldig sein und hinnehmen, dass es kommt, wie es kommen soll", sagte Max Schmitt am ersten Tag der VcG Bodensee Open im Golfclub Owingen-Überlingen. “Das Vertrauen haben, dass es irgendwie dann auch gut ausgeht.”

 

Die VcG Bodensee Open bildet das Auftakt-Event des German Swings der Pro Golf Tour. Der ehemalige DP-World-Tour-Spieler startete von der Zehn mit ein paar schwachen kurzen Schlägen und einem frühen Doppel-Bogey von Loch 12 verhalten in die erste Runde. Er blieb dann aber cool und konnte den nasskalten Turniertag mit einer Birdie-Serie bei insgesamt drei unter Par mit 68 Zählern guter Dinge abschließen.

 

"Letzte Woche in St. Pölten hatte es in der Finalrunde klick gemacht – und genau da wollte ich eigentlich weitermachen", so der 28-Jährige, der bereits einige Top-Ergebnisse auf der HotelPlanner Tour sowie der DP World Tour vorzuweisen hat. "Dann gingen aber gleich ein paar kurze Schläge daneben, wie beispielsweise an der 12, wo ich einen Chip-Dreiputt gemacht habe." Zurzeit komme er mit den Grüns nicht so klar, das lange Spiel sei aber sehr gut. "Darauf kann ich auf jeden Fall aufbauen."

  • Was ihm der Sieg Anfang Juni in Österreich bedeutet habe?
    “Das war auf jeden Fall sehr cool.”
  • Wo die Reise hingehen soll?
    "Ich will zurück auf die Challenge Tour und dann DP World Tour, weil ich weiß, dass ich es kann."
  • Aktuell Startplätze in den oberen Ligen?
    "Das ist nicht sicher. Eventuell im Wittelsbacher bei der German Challenge powered by VcG. Bei der BMW Open in Eichenried wahrscheinlich leider nicht – aber mal kucken."
  • Wie er den German Swing bewertet?
    "Ich finde es mega! Wirklich eine gute Chance. Vor allem nächste Woche sind wir in meinem Heimatclub. Ich wohne ja jetzt in Overath und ich trainiere auch in Refrath. Deswegen wird das sicher echt cool! Und auf Neuhof freue ich mich auch – das wird ähnlich wie hier sein – viele Eisen vom Tee, die man gut platzieren muss. Zudem auch interessant, dass das Preisgeld etwas höher ist. Auf jeden Fall eine sehr gute Turnierserie!"
  • War der Weg über die Pro Golf Tour zurück nach oben klar?
    "Muss ich. Ich kam letztes Jahr aus der Verletzung in Anführungsstrichen raus – ich habe ja so viele Unverträglichkeiten entwickelt und war ein Jahr so ziemlich komplett raus. Und letztes Jahr wusste ich noch nicht so recht, wo die Reise hingeht. Ich war ein Jahr komplett daheim und dann ziemlich überrumpelt mit dem Reisen und der richtigen Ernährung – diese dann wieder unterwegs gut hinzubekommen. Wo gehe ich essen, wie kann ich die Turnierwoche so planen, dass ich keine Probleme habe. Aber dieses Jahr All Eyes on Pro Golf Tour! Schweren Herzens, aber der Start ist ja gut gelungen und es ist auf jeden Fall eine wertvolle Tour, um wieder zurückzukommen."
  • Wie kam die Wende?
    "Ich habe wohl diesen Weckruf gebraucht und musste mich neu sammeln und Ende 2024 herausfinden, was es ist. Daraufhin habe ich die Ernährung ziemlich komplett umgestellt. Letztes Jahr musste ich dann erstmal alles austesten und herausfinden, wie das so mit dem Reisen und Ernähren funktioniert. Da ist dann die Pro Golf Tour auch ziemlich gut gewesen, weil ich es mir hier um Deutschland herum mit den Lebensmitteln etwas einfacher machen kann. Auswärts essen ist noch etwas schwierig, weil solche Standarddinger wie Knoblauch und Zwiebel immer dabei sind und ich das so gar nicht vertrage. Aber ich koche mir dann selbst, wann immer es geht."
  • Wird man anders wahrgenommen hier auf der Tour als erfahrenerer Spieler?
    "Auf jeden Fall. Dass ich hier einer der erfolgreichsten Spieler bin, baut einerseits etwas Druck auf, andererseits vermittelt es auch ein gutes Gefühl. Ich weiß, dass ich es kann. Und auch andere sehen, dass der Weg über diese Tour (wieder zurück) nach oben führen kann. Es ist eine Motivation – für mich und auch für die anderen. Für mich ist die Motivation riesig, dass ich es von hier wieder nach oben schaffen möchte."
  • Der Vorteil, den Max Schmitt in den Pro Golf Tour German Swing mitbringt?
    "Geduldig sein. Mein wissen, dass ich unter mehr Druck auch performen kann. Auf jeden Fall sind das die besten Plätze, die wir auf der Tour so haben – vor allem nächste Woche der G&LC Köln Refrath."
  • Was steht jetzt direkt nach der Runde noch an?
    "Ich gehe erstmal etwas essen. Dann werde ich mich für etwas Techniktraining aufs Puttinggrün begeben und noch ein paar Schläge auf der Range machen."

 

Die 68er Runde kam mit sechs Birdies, einem Bogey und einem Doppel-Bogey zustande und war ein Rang in den Top Ten wert. Das Rennen an der Spitze macht aktuell der Schweizer Mauro Gilardi mit einer fehlerfreien 64 (-7) vor dem Amateur Martin Maximilian Gründermann, Philipp Macionga, Nicola Gerhardsen aus der Schweiz und dem Franzosen Louis Bonte (alle vier mit 65er Runden). Macionga gelang ein seltenes Eagle an Loch 11 und Bonte schaffte ebenfalls eines an Loch 7. 

 

Hier geht es zum Leaderboard auf der offiziellen Turnierseite der Pro Golf Tour. Und hier finden Sie weitere Infos zum Auftakt des German Swings am Bodensee und der kommenden Woche in Refrath folgenden VcG Köln Open.

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