Breimer Zweiter in Belgien
Die Pro Golf Tour befindet sich auf der Zielgeraden ihrer Saison 2026 und hat mit der Russo Open @ Cleydael ihr vorletztes Event des Jahres ausgetragen, bevor es bei der Q-School um die Tourkarten für 2027 geht. Erneut spielten mehrere Deutsche vorne mit. Allen voran Leon Breimer, der zum zweiten Mal in dieser Saison an seinem Premierensieg schnupperte. Nach Runden von 66 und 70 Schlägen im Cleydael Golf Club nördlich von Brüssel gelang dem 30-Jährigen am Finaltag eine weitere 67, mit der er zwischenzeitlich gemeinsam mit Kristof Ulenaers aus Belgien an der Spitze des Leaderboards stand. Am Ende reichte es für den Spieler vom GC Am Habsberg für den geteilten zweiten Rang – wie schon Ende Juni in Neuhof. In der Order of Merit verbesserte sich Breimer auf den 30. Platz.
Mit Max Schmitt erreichte ein weiterer Deutscher die Top Fünf (T5).
Yips besiegt, Negativserie beendet: Lavigne gewinnt in Belgien
Ein Premierensieg auf der Pro Golf Tour ist immer besonders. Wer jedoch zuvor sechs Cuts in Folge verpasst hat, erlebt diesen ersten Titel noch einmal ganz anders. Jules Lavigne war mit dieser außergewöhnlichen Negativserie zu den Russo Open im Cleydael Golf Club nördlich von Brüssel gereist, beendete die Finalrunde dann aber mit drei Birdies auf den letzten sechs Löchern und feierte den unverhofften ersten Erfolg als Profi. „Ich weiß gerade gar nicht, was ich sagen soll. Ich bin ziemlich sprachlos“, so der 25-Jährige, der als geteilter Führender in den Finaltag gegangen war. Mit seinem starken Endspurt erreichte Lavigne ein Gesamtergebnis von elf unter Par und verwies Leon Breimer aus Deutschland sowie den Gewinner der Vorwoche, Kristof Ulenaers aus Belgien, auf den geteilten zweiten Platz.
„Ich habe heute nicht besonders gut gespielt. Aber auf den Back Nine habe ich irgendwie die Kurve bekommen und ab der 12 ein paar Putts gelocht“, blickte Lavigne auf seine Finalrunde zurück. Nach zwölf gespielten Löchern lag er bei einem Tagesergebnis von eins über Par und schien sich aus dem Titelkampf zu verabschieden. „Danach habe ich eigentlich alles innerhalb von etwa sechs Metern gelocht. Das hilft natürlich enorm. Es war eine großartige Woche und ein völlig unerwarteter Sieg.“
„Teilweise hatte ich fast 40 Putts pro Runde“
„Ich glaube, ich war körperlich und mental müde und bin damit nicht besonders gut umgegangen. Dadurch habe ich ein Stück weit das Vertrauen in mein Spiel verloren.“ Dank seines Teams habe er sein Selbstvertrauen trotz der Negativserie zurückgewonnen. Warum er diese Woche so stark aufspielte, konnte er dennoch nicht erklären. „Aber das ist eben Golf.“ Hinzu kamen Putting-Yips, die ihn im Verlauf der Saison einholten. „Ich wusste nicht mehr, was ich dagegen machen sollte. Teilweise hatte ich fast 40 Putts pro Runde.“ Lavigne wechselte zu einem längeren Putter und bekam die Probleme langsam in den Griff. Das Modell aus Belgien dürfte vorerst im Bag bleiben.
Die Russo Open @ Cleydael war das zweite von drei Events des „Belgian Swings” zum Saisonfinale der Pro Golf Tour 2026. Als dritte und letzte Station der Turnierserie steht vom 29. September bis zum 1. Oktober das Hulencourt Masters Pro Golf Tour Grand Final 2026 auf dem Programm. Dort entscheidet sich, welche fünf Spieler den Aufstieg auf die HotelPlanner Tour schaffen.
In der Order of Merit verbessert sich Lavigne mit seinem Sieg auf den 26. Platz. Die Top Fünf bleiben unverändert mit Dario Antonisse an der Spitze, Ulenaers ist sein erster Verfolger. Rang drei belegt der Deutsche Philipp Macionga vor dem Schweizer Mauro Gilardi und Max Schmitt aus Deutschland.







