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LET und DP World Tour: Das Rennen um die Tour-Karten geht in die heiße Phase
LET und DP World Tour: Das Rennen um die Tour-Karten geht in die heiße Phase | © LET/Golfsupport

Wegweisende Wochen im Rennen um die Tour-Karten

Tourkarte ist nicht gleich Tourkarte. Wer am Saisonende weit oben in der jeweiligen Rangliste steht, kann im kommenden Jahr mit zahlreichen Starts und entsprechender Planungssicherheit rechnen. Weiter hinten wird der Zugang zu den Turnieren dagegen schnell schwieriger. Und wer die entscheidenden Grenzen verpasst, muss teilweise den Umweg über die Q-School nehmen. Für zahlreiche deutsche Profis werden die kommenden Wochen deshalb wegweisend.

So läuft es auf der DP World Tour

Vier Turniere sind es noch bis zu den Playoffs auf der DP World Tour. Für einige deutsche Athleten geht es im Endspurt der Saison um die Voraussetzungen für die nächste. Die Platzierung im Race to Dubai oder vergangene Errungenschaften entscheiden über den Status für die Saison 2027. Die jeweilige Kategorie entscheidet dabei über die sportliche Perspektive.

 

Freddy Schott und Nicolai von Dellingshausen sind für die kommende Saison in der Kategorie 3 gesetzt und werden durch ihre Siege in Bahrain (Schott) und Österreich (von Dellingshausen) auch bei den großen und lukrativen Turnieren dabei sein können. Alle anderen befinden sich mitten im Kampf um bestmögliche Platzierungen. Die Ausgangsposition: Die Top 100 des Race to Dubai sichern sich Kategorie 10 und damit sehr umfangreiche Startmöglichkeiten für 2027. Ab Position 101 wird es mit Kategorie 18 spürbar enger. Die Plätze 101 bis 110 erhalten diesen Conditional Status und damit deutlich weniger Möglichkeiten, bei Turnieren anzutreten.

Race to Dubai – aktueller Stand (Deutsche Top 150)

  • 35. Freddy Schott
  • 110. Thomas Rosenmüller
  • 111. Marcel Schneider
  • 124. Nicolai von Dellingshausen
  • 131. Marcel Siem

 

Eine weitere Möglichkeit, sich für das Oberhaus zu qualifizieren, sind Top-Leistungen auf der HotelPlanner Tour. Drei Turniere in Abu Dhabi und China stehen noch auf dem Turnierplan, ehe sich die besten 45 der Saisonwertung (Road to Mallorca) auf der Baleareninsel Mallorca im Club de Golf Alcanada zum Saisonfinale treffen.

 

Nach Ende der Saison erhalten insgesamt 30 Spieler einen Status auf der DP World Tour. Die Top 15 der Road to Mallorca sichern sich Kategorie 15, die Plätze 16 bis 20 Kategorie 19 und die Positionen 21 bis 30 Kategorie 20. Je weiter hinten die Kategorie, desto eingeschränkter sind die Startmöglichkeiten auf der DP World Tour. Im Rennen um die begehrten Spielrechte befinden sich auch einige deutsche Athleten.

Road to Mallorca – aktueller Stand (Deutsche Top 150)

  • 28. Dominic Foos
  • 30. Anton Albers
  • 38. Hurly Long
  • 39. Jannik de Bruyn
  • 76. Tiger Christensen
  • 82. Michael Hirmer
  • 89. Marc Hammer
  • 91. Alexander Knappe
  • 98. Jan Schneider
  • 105. Yannik Paul
  • 150. Linus Lang

 

Die letzte Chance, um auf die DP World Tour aufzusteigen beziehungsweise dort zu bleiben, bietet die Q-School. Ende Oktober steht die Second Stage auf dem Programm, Anfang November geht es bei der Final Stage dann um 15 Karten der Kategorie 18.

So sieht es auf der LET aus

Auf der Ladies European Tour ist eine Platzierung unter den Top 70 die magische Grenze. Diese Spielerinnen erhalten Kategorie 4 und damit umfangreiche Startmöglichkeiten für die kommende Saison. Auch Spielerinnen, die sich über die LET Access Series oder Q-School qualifizieren konnten, sowie Akteurinnen mit Exemptions aufgrund von Turniersiegen oder anderen Erfolgen gehören zum Stammpersonal. Bis zum Saisonfinale in Andalusien stehen noch vier Turniere auf dem Plan.

 

Ab Position 71 der Saisonwertung müssen sich die Athletinnen weiter hinten anstellen. Die Plätze 71 bis 80 fallen nach dem aktuellen System in Kategorie 15 und haben damit deutlich weniger Planungssicherheit als die Top 70. Auf Grundlage der Erfahrungen aus den vergangenen Spielzeiten können Spielerinnen der Kategorien 15 und 16 mit Starts bei ungefähr der Hälfte der LET-Turniere rechnen. In den Kategorien 17 bis 19 reduziert sich die Zahl der Startmöglichkeiten auf etwa ein Drittel der Turniere. Sogenannte Re-Ranks während der Saison können gute Leistungen mit einer verbesserten Position innerhalb der jeweiligen Kategorie belohnen. 

LET Order of Merit – aktueller Stand (Deutsche Top 150)

  • 4. Alexandra Försterling
  • 14. Esther Henseleit
  • 22. Helen Briem
  • 24. Leonie Harm
  • 49. Celina Sattelkau
  • 63. Sophie Hausmann
  • 78. Patricia Isabel Schmidt
  • 87. Chiara Noja
  • 103. Olivia Cowan
  • 121. Laura Fünfstück (Kategorie 6 für 2027 als Turniersiegerin 2025)
  • 131. Sophie Witt
  • 132. Verena Gimmy

 

Auf der LET Access Series stehen bis Mitte November noch fünf Turniere an, ehe die besten sieben Spielerinnen der Spielzeit mit LET-Karten für 2027 belohnt werden. Die Top 7 erhalten Kategorie 11 auf der LET, die Top 32 qualifizieren sich für die Final Stage der Q-School (16. bis 20. Dezember in Marokko)

LET Access Order of Merit – aktueller Stand (Deutsche Top 150)

  • 30. Theresa De Bochdanovits
  • 47. Lisa Marie Schumacher
  • 56. Chiara Horder
  • 60. Hannah Karg
  • 137. Kimberley Sommer
  • 143. Verena Gimmy

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