Von Dellingshausen startet stark in der Schweiz
Beim Omega European Masters in der Schweiz hat Ashun Wu mit einer beeindruckenden 63er Runde die Führung übernommen. Der Chinese blieb auf dem Par-70-Kurs in Crans-sur-Sierre fehlerfrei und spielte sich mit sieben Birdies an die Spitze. Nur einen Schlag dahinter folgt eine fünfköpfige Verfolgergruppe, darunter Nicolai von Dellingshausen. Der Deutsche erwischte dabei einen wechselhaften, aber insgesamt herausragenden Auftakt. Es ging gut los mit einem Birdie auf der Zehn, seinem ersten Loch. Im weiteren Verlauf der Runde notierte er vier weitere Birdies, ein Bogey und ein Eagle am Par 5 der 14. Bahn. Mit 64 Schlägen unterschrieb er die geteilte beste Runde seiner Saison.
Dabei waren die Voraussetzungen nicht ideal. Er ist in dieser Woche gemeinsam mit seiner Frau Ilka und dem sechs Monate alten Sohn in Crans-Montana. Die Nächte sind derzeit entsprechend unruhig, da der Nachwuchs seine ersten Zähne bekommt. „Ich habe heute Morgen wirklich umgeschaltet. Ich hatte ehrlich gesagt keine großartige Nacht“, erzählte der Spieler des Elite Team Germany nach seiner Runde. Auch auf dem Platz musste er nach einem missglückten Abschlag am achten Loch improvisieren. „Ich musste deutlich mehr scramblen, habe aber ein paar wirklich gute Putts gelocht und so die Runde zusammengehalten“, sagte von Dellingshausen. Besonders die Birdies auf den letzten Löchern sorgten dafür, dass er trotz der Schwierigkeiten noch tief unter Par blieb.
An der Spitze steht derweil Wu, der mit seiner 63 seine niedrigste Runde auf der DP World Tour seit fast vier Jahren spielte. Der 41-Jährige kämpft in dieser Saison um seine Tourkarte: Aktuell liegt er auf Rang 127 des „Race to Dubai” und muss sich noch unter die Top 100 verbessern, um seine Spielberechtigung für 2027 zu behalten. Hinter ihm teilen sich von Dellingshausen, der Titelverteidiger Thriston Lawrence, Angel Ayora, Shubhankar Sharma und Todd Clements mit jeweils sechs Schlägen unter Par den zweiten Platz.
Lawrence, der das Turnier bereits zweimal gewonnen hat, legte mit sechs Birdies auf den ersten neun Löchern furios los. In der zweiten Hälfte kühlte sein Putter allerdings ab. Der Südafrikaner blieb dennoch bogeyfrei und unterschrieb eine 64. Für Lawrence geht es dabei um Historisches: Mit einem dritten Triumph könnte er der erste Spieler seit Severiano Ballesteros werden, der das traditionsreiche Turnier dreimal gewinnt.
Mit fünf Schlägen unter Par folgen unter anderem Eugenio Chacarra, Harry Hall, Jack Yule, der Spieler des Elite Team Germany Jeremy Paul und Nicklas Lemke. Das Omega European Masters bleibt damit nach dem ersten Tag eng umkämpft und von Dellingshausen hat sich eine hervorragende Ausgangsposition für die kommenden Runden geschaffen.







