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Malte Seidemann vom GC Hubbelrath schraubte den Platzrekord auf 67 (-5) herunter und geht von T2 im Leaderflight auf die Finalrunde | © DGV/STEBL

Hochspannung nach weiteren Platzrekorden und Hole-in-one

Rietberg – Nach dem heftigen Regen des ersten Wettkampftages zeigte sich über dem Westfälischen GC Gütersloh am Samstagmorgen zunächst ein strahlend blauer Himmel. Der Wind blieb zwar deutlich spürbar, die Jungen fanden für ihre zweite Runde aber weitgehend beste Bedingungen vor und nutzten diese zu einigen tiefen Scores.
 

Allen voran Colin Bärmann und Malte Seidemann. Die beiden Spieler des GC Hubbelrath benötigten jeweils nur 67 (-5) Schläge und verbesserten damit den erst am Vortag aufgestellten Platzrekord gleich um zwei Zähler.
 

Seidemann hatte als Erster seinen letzten Putt vesenkt und durfte damit nach der neuen Platzbewertung zunächst alleine die 67 als Bestmarke für sich beanspruchen. Schon bei einem früheren Ranglistenturnier hatte er einmal einen Platzrekord aufgestellt, damals in Lippstadt ebenfalls mit fünf unter Par. In Gütersloh blieb er nun ohne Bogey und brachte fünf Birdies auf die Karte. Wenige Sekunden später zog Teamkamerad Bärmann gleich. Auch seine 67 war mit fünf Birdies und keinem einzigen Schlagverlust makellos. Der Hubbelrather war vom Tee sicher unterwegs, nutzte seine Chancen auf den Grüns und spielte absolut fehlerfrei.

Fröhlich geht als Leader ins Finale

Die Führung hält nach 36 Löchern dennoch Vincent Fröhlich. Der 17-Jährige vom Münchener GC ließ seiner 71 (-1) vom Auftakt eine 69 (-3) folgen und steht mit gesamt 140 (-4) Schlägen alleine an der Spitze.
 

Für Fröhlich ist es das erste Mal, dass er bei einem großen Turnier als Führender in eine Finalrunde geht. Die Anlage in Gütersloh bietet aus seiner Sicht dafür den passenden Rahmen: „Der Platz ist auf alle Fälle sowohl vom Layout als auch von den Platzverhältnissen einer Deutschen Meisterschaft würdig. Die Witterungsverhältnisse verschärfen das ganze natürlich nochmal.“
 

Nur einen Schlag hinter Fröhlich folgen gleich drei Spieler mit 141 (-3) Schlägen. Neben den beiden Hubbelrathern Bärmann und Seidemann gehört auch Lauri Diener vom Hamburger GC zu diesem Trio. Diener ergänzte seine 71 vom ersten Tag mit einer 70 (-2).

Brohl auf T5

Auf dem geteilten fünften Rang stehen Fredrick Adolf vom GC Rheinhessen und Titelverteidiger Tim Brohl vom GC Rhein-Sieg mit jeweils 142 (-2) Schlägen. David Süntzenich vom GC Hubbelrath und Max Polzhofer vom Hamburger GC folgen mit 143 (-1). Damit liegen vor der letzten Runde acht Spieler innerhalb von nur drei Schläge und genau diese acht sind nach 36 Löchern unter Par.
 

Konrad Feth vom Lübeck-Travemünder GK rangiert nach zwei 72er-Runden mit 144 (Even) Schlägen auf Platz neun, Aaron Kastein vom G&LC Berlin-Wannsee folgt mit 145 (+1) auf Rang zehn.

Rehn egalisiert zunächst den Rekord

Noch bevor Bärmann und Seidemann die Bestmarke auf 67 drückten, hatte Ben Rehn vom GC Augsburg den am Freitag aufgestellten Platzrekord von 69 (-3) egalisiert. Rehn verbesserte sich gegenüber seiner Auftaktrunde um neun Schläge. Drei Birdies und ein Eagle brachten ihn auf drei unter Par. Der ehemalige Jugend-Nationalspieler klettert damit bis auf Rang 14.
 

Für Max Mieschke vom Stuttgarter GC endete die Meisterschaft dagegen nach zwei Runden. Der in Zürich lebende Spieler verpasste nach 77 und 78 Schlägen den Cut um vier Zähler und nahm es mit Humor: „Ich glaube, ich werde Netto-Profi.“
 

Die Grenze für die besten 27 Jungen liegt nach zwei Runden bei +7.

Drei Spielerinnen teilen die Führung

Bei den Mädchen ist die Ausgangslage vor dem Finale noch enger. Yoo Na Bae, Yoo Jin Bae und Frederika Pulte teilen sich mit jeweils 146 (+2) Schlägen Rang eins.
 

Yoo Na Bae vom GC St. Leon-Rot spielte wie schon am ersten Tag eine 73 (+1). Ihre Schwester Yoo Jin, nach ihrer 72 zum Auftakt am Samstag mit 74 (+2) im Recording, entdeckte dort erst, dass beide gemeinsam an der Spitze standen und freute sich diebisch über die besondere Konstellation, dass zwei der drei Drillinge aus der Kurpfalz ganz oben auf den Leaderbord stehen.
 

Frederika Pulte komplettiert das Führungstrio. Die Spielerin des Aachener GC hatte am Freitag mit 71 (-1) Schlägen zu den ersten Verfolgerinnen gehört und steht nach ihrer 75 (+3) nun ebenfalls bei gesamt zwei über Par. Nur einen Schlag dahinter folgen Sara Nüßle vom GC Domäne Niederreutin und die Führende des ersten Tages, Lilly Speer vom GC Paderborner Land.
 

Speer lag auch am zweiten Wettkampftag lange ganz vorne im Livescoring und ging mit Even Par für den Tag auf ihre zweite Hälfte. Dort kamen noch fünf Schläge über Par hinzu. Mit 77 (+5) Schlägen und gesamt 147 (+3) teilt sie sich nun Rang vier mit der Vizemeisterin von 2025.
 

Julia Zimmermann vom GC Mülheim an der Ruhr und Johanna Kirch vom Frankfurter GC folgen nach jeweils 73 (+1) Schlägen auf der zweiten Runde mit gesamt 148 (+4) auf T6. Theresa Fecke vom GC Paderborner Land, Maxima Purkart und Yoo Yeung Bae, beide vom GC St. Leon-Rot, stehen mit jeweils 149 (+5) gemeinsam auf Rang acht. Damit liegen bei den Mädchen zehn Spielerinnen innerhalb von nur drei Schlägen. Der beste Gesamtscore nach 36 Löchern beträgt zwei über Par.

Hole-in-one zum Start

Für den Schlag des Tages sorgte Hannah Schlagböhmer vom Münchener GC direkt zu Beginn ihrer Runde. Die Bayerin startete auf Tee 10 und spielte das 145 Meter lange Loch mit einem Eisen 6. Der Ball landete kurz vor der Fahne, rollte weiter und verschwand zum Hole-in-one im Loch. Der Jubel schallte weit über den Platz.
 

Für Schlagböhmer war es das erste Ass ihrer Karriere. Auch in ihrer insgesamt ausgesprochen golfbegeisterten Familie hatte zuvor noch niemand einen Abschlag direkt eingelocht. Mit einer 74 (+2) beendete die Münchenerin ihre Runde und qualifizierte sich sicher für den Finalsonntag.
 

Bei den Mädchen liegt die Cutlinie der besten 27 Spielerinnen bei +16.

Wind bleibt ein Faktor

Nachdem die Jungen am Vormittag viel Sonne abbekommen hatten, setzte zum Start der Mädchen am Mittag wieder Regen ein. Es blieb allerdings bei kurzen Schauern. Der Wind, der schon am ersten Tag eine große Rolle gespielt hatte, war weiterhin präsent, insgesamt blieben die Bedingungen herausfordernd.
 

Der Westfälische GC Gütersloh besteht seit 1969. Die Anlage war zunächst als Neun-Loch-Platz angelegt und wurde 1978 auf 18 Löcher erweitert. Alter Eichen- und Buchenbestand begleitet viele Fairways und sorgt insbesondere von einigen Abschlägen für eine enge Optik. Neben Spieltagen der Deutschen Golf Liga war der Club bereits mehrfach Austragungsort nationaler Meisterschaften.
 

Am Sonntag gehen die ersten Athleten um 8.30 Uhr auf die Finalrunde. Das Führungstrio der Mädchen mit Yoo Jin Bae, Yoo Na Bae und Frederika Pulte startet um 10.10 Uhr. Um 10.25 Uhr folgen bei den Jungen Vincent Fröhlich, Malte Seidemann und Colin Bärmann. Lauri Diener startet als schlaggleicher Zweiter im Flight um 9.55 Uhr.
 

Bei jeweils nur drei Schlägen zwischen Platz eins und Rang zehn der Mädchen sowie zwischen den ersten acht Jungen ist die Ausgangslage vor den letzten 18 Löchern spannend wie selten zuvor.
 

Livescoring Mädchen >>>
 

Livescoring Jungen >>>
 

Turnierspecial DM Jugend >>>

 

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