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Vivienne Bühle vom Stuttgarter GC Solitude und Lauri Diener vom Hamburger GC | © DGV/stebl

Bühle übernimmt Führung, Diener bleibt vorne

Halle/Westfalen – 50 Frauen und 78 Männer sind bei der DM AK offen am Start, vier Runden werden auf dem anspruchsvollen Par-72-Kurs des GC Teutoburger Wald gespielt. Der Cut folgt erst nach Runde drei: Bei den Frauen ziehen die besten 24 und alle Schlaggleichen in die Finalrunde ein, bei den Männern die besten 36 und alle Schlaggleichen.
 

Am Freitagmorgen war es für die Frauen empfindlich frisch, blieb aber trocken. Auch der Wind hielt sich über weite Strecken zurück. Erst am Abend, als die letzten Männer-Flights auf der Back Nine teilweise noch fünf Löcher vor sich hatten, setzte wieder kräftigerer Regen ein.

Bühle nutzt ihre Chancen

Vivienne Bühle hatte zum Auftakt mit 69 (-3) Schlägen bereits die zweitbeste Runde des Feldes der Frauen gespielt und legte mit einer 70 (-2) nach. Dabei blieb auf den Grüns noch einiges liegen. Nach acht Löchern hatte die ehemalige Jugend-Nationalspielerin bereits zwei Bogeys auf der Karte, denen bis dahin nur das Birdie auf Loch 3 gegenüberstand. Anschließend blieb Bühle ohne weiteren Schlagverlust und sammelte noch drei Birdies ein. Vor allem mit ihren Eisen und Hölzern löste die Stuttgarterin die Aufgaben des Platzes sauber, obwohl einige Fahnenpositionen deutlich anspruchsvoller gesteckt waren als am Vortag.
 

„Ich hatte viele Chancen. Am Anfang habe ich sie leider nicht genutzt, aber ich bin einfach dran geblieben“, sagte Bühle nach ihrer Runde.
 

Mit gesamt -5 liegt sie nun vier Schläge vor einem Trio. Emily Krause vom G&LC Berlin-Wannsee, Leonie Breutigam vom Hamburger GC und Luisa Hartmann vom GC Aldruper Heide teilen sich mit jeweils -1 den zweiten Platz.
 

Talisia Ruff vom GC St. Leon-Rot folgt bei Even Par auf Rang fünf. Die 15-Jährige hatte zum ersten Mal in ihrer noch jungen Karriere drei Birdies in Serie gespielt.

Theresa Fecke vom GC Paderborner Land liegt mit +1 auf Platz sechs. Mia Lena Hoffmann und Sophia Matthiessen vom Hamburger GC sowie Katharina Hesse vom Frankfurter GC teilen sich mit +2 Rang sieben.
 

Hoffmann verbesserte ihren Gesamtscore mit einer 71 (-1). Vom Tee agierte die Hamburgerin sicherer als am ersten Tag und brachte ihre Annäherungen häufiger näher an die Fahnen: „Im Vergleich zu gestern war ich aus der Teebox etwas sicherer und habe die Schläge ins Grün etwas dichter an den Fahnen platzieren können. Dann ist automatisch das ein oder andere Birdie mehr gefallen.“
 

Catharina Lohoff vom G&LC Berlin-Wannsee und Yoo Jin Bae vom GC St. Leon-Rot komplettieren bei +3 die Top Ten.

Penzold fällt zurück

Für Kim Penzold verlief die zweite Runde deutlich anders als der Auftakt. Die Spielerin des Berliner GC Stolper Heide war mit der 68 (-4) und damit dem tiefsten Score des ersten Tages gestartet, hatte am Freitag aber schon früh zu kämpfen. Nach neun Löchern lag Penzold bereits sechs über Par. Auch auf der Back Nine gelang es ihr nicht mehr, die Runde entscheidend zu drehen. Mit 81 (+9) Schlägen fiel die Berlinerin auf den zwölften Platz zurück. Aus dem Recording kam sie entsprechend unzufrieden; eine so schlechte Runde habe sie schon lange nicht mehr gespielt, fasste Penzold ihren Tag knapp zusammen.
 

Josephine Lohmann vom GC Hamburg Wendlohe war dagegen lange bogeyfrei unterwegs. Birdies auf den Löchern 2 und 3 gaben der 26-Jährigen früh Sicherheit, anschließend folgten acht Pars in Serie. Ein schlechter Schlag führte später allerdings zu einem Triplebogey und kostete einige Positionen. Am Ende unterschrieb Lohmann eine 74 (+2).
 

Ihre jüngere Schwester Friederike, die für den Hamburger GC spielt, hatte ebenfalls lange einen roten Score auf der Karte. Nach zehn Löchern lag sie bogeyfrei drei unter Par. Auf Loch 11 folgte der erste Schlagverlust, nach 16 Bahnen war sie noch immer unter Par. Ein Triplebogey auf der 17 verhinderte schließlich ein besseres Ergebnis. Auch Friederike Lohmann kam mit 74 (+2) ins Recording.
 

Geburtstagskind Mila Frenz vom Frankfurter GC verbesserte sich unterdessen gegenüber ihrer 80 vom Auftakt um vier Schläge. Mit 76 (+4) kletterte sie auf Rang 34.

Diener verteidigt die Spitze

Bei den Männern bleibt Lauri Diener vorne. Der 17-Jährige vom Hamburger GC hatte nach seiner 69 (-3) zum Auftakt der zweiten Runde zunächst keinen guten Start. Zwei frühe Bogeys und mehrere verfehlte Grüns zwangen ihn immer wieder zu Rettungsschlägen. Diener arbeitete sich aber zurück. Einen besonderen Schlag setzte er auf Loch 9: Aus 235 Metern schlug er ein Eisen 3 auf weniger als einen Meter an die Fahne und verwandelte zum Eagle. Am Ende brachte er eine 71 (-1) ins Clubhaus und steht mit gesamt -4 zwei Schläge vor Dario Rückwarth vom Münchener GC.
 

„Gut war, dass ich trotz des schlechten Starts einfach dran geblieben und mich davon nicht habe unterkriegen lassen. Die Führung ist eine schöne Momentaufnahme, aber diese Ausgangslage ist immer gefährlich“, so Diener am Abend.
 

Rückwarth behauptet mit gesamt -2 den zweiten Platz. Dahinter teilen sich Santino Paladini vom Stuttgarter GC Solitude und Max Brückner vom Hamburger GC bei -1 Rang drei. Moritz Küls vom GC Neuhof liegt mit Even Par auf Platz fünf.

Brückner mit der 69

Den besten Score des Männerfeldes brachte an diesem Tag Max Brückner ins Recording. Der Hamburger benötigte 69 (-3) Schläge und arbeitete sich damit bis auf den geteilten dritten Platz vor. Besonders mit den Eisen lief es für Brückner. Zwei Bogeys beantwortete er jeweils direkt mit einem Birdie. „Vor allem mein Ballstriking mit den Eisen war heute sehr gut, was auf dem Platz hier echt wichtig ist. Außerdem bin ich echt stolz, wie ich auf die zwei Bogeys mit jeweils einem Birdie geantwortet habe2, freute Brückner sich.
 

Auf Loch 9 kam noch ein Eagle hinzu. Nach einem guten Abschlag legte Brückner seinen zweiten Schlag aus 208 Metern kurz vor das Grün und lochte mit Chip-In ein.

Ass aus 179 Metern

Schon sechs Löcher zuvor hatte es in diesem Flight einen noch selteneren Schlag gegeben. Max von Borgstede vom GC St. Leon-Rot war wild in die Runde gestartet. Auf das Bogey auf Loch 2 antwortete der Youngster auf der nächsten Bahn mit einem Hole-in-one. Der 18-Jährige, der früher für den Hamburger GC spielte, nahm aus 179 Metern ein Eisen 5 und lochte direkt ein. Vom Abschlag aus konnte von Borgstede zunächst gar nicht erkennen, dass sein Ball im Loch verschwunden war.

So brachte der Flight innerhalb von sieben Löchern zwei Eagles zustande: von Borgstedes Ass auf der 3 und Brückners Chip-in auf der 9.
 

Hinter der Top Five liegen Lukas Lange vom Frankfurter GC, Arthur Akpinar vom G&LC Berlin-Wannsee und Paul Straßburg vom GC Hannover mit jeweils +1 auf dem geteilten sechsten Platz. Luca Scheublein vom GC Olching und Timo Ißler vom Münchener GC folgen bei +2 auf Rang neun.
 

Bester Spieler des gastgebenden GC Teutoburger Wald ist Hannes Böckstiegel. Der Lokalmatador ließ seiner 76 zum Auftakt eine 75 folgen und startet von Platz 33 in die dritte Runde.
 

Vor dem Cut weist das Leaderboard bei Frauen und Männern einige Parallelen auf. In beiden Feldern liegen nach zwei Runden jeweils nur vier Athleten unter Par, die aktuelle Cutlinie steht jeweils bei +8. Auch der höchste Gesamtscore ist mit +25 identisch. An der Spitze geht Bühle mit -5 in den Samstag, Diener startet bei den Männern mit -4 in Runde drei.

Starzeiten am Samstag

Am Samstag wird wieder ab 8.00 Uhr gespielt. Am Vormittag geht die untere Hälfte des Feldes in den Kampf um den Cut, am Mittag ab 13.00 Uhr folgt die obere Hälfte. Der Leaderflight der Frauen startet um 13.33 Uhr, die drei besten Männer stehen um 14.39 Uhr auf Tee 1.

 

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