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Lauri Diener vom Hamburger GC und Kim Penzold vom Berliner GC Stolper Heide liegen nach Runde eins in Front | © DGV/stebl

Penzold und Diener setzen die ersten Marken

Halle/Westfalen – 50 Frauen und 78 Männer gingen am ersten Tag auf den Platz des GC Teutoburger Wald. Die Bedingungen änderten sich dabei mehrfach. Als die Männer am Morgen starteten, war es grau und leicht verregnet. Über Mittag zeigte sich der Himmel zeitweise fast sonnig, ehe am späten Nachmittag, als noch etliche Frauen unterwegs waren, wieder teils kräftigerer Regen einsetzte. Der Wind spielte über den Tag eine dezente Rolle.

Drei Birdies zum Schluss

Den tiefsten Score des Tages brachte Kim Penzold ins Recording. Die Spielerin des Bundesliga-Aufsteigers Berliner GC Stolper Heide beendete ihre Runde mit drei Birdies in Serie und stellte mit 68 (-4) ihre persönliche Bestmarke ein. Vor allem rund um die Grüns lief es für die Berlinerin. Penzold rettete ihre möglichen Up-and-downs und war mit den Putts insgesamt sehr zufrieden: „Ich habe ein, zwei richtig lange Putts gelocht, allerdings auch ein, zwei kurze daneben geschoben. Es hat sich gut ausgeglichen.“

Auch den Platz sah die Führende trotz des Regens in sehr gutem Zustand. Besonders die ondulierten Grüns und die Anforderungen vom Tee fordern nach Ansicht der Leaderin Präzision.

Einen Schlag hinter Penzold liegt Vivienne Bühle. Die Spielerin des Stuttgarter GC Solitude notierte fünf Birdies bei zwei Bogeys und unterschrieb eine 69 (-3). „Der Platz ist auf jeden Fall recht anspruchsvoll. Ich konnte mir trotzdem heute viele Birdiechancen erarbeiten und auch ein paar davon nutzen“, so die Schwäbin. Besonders gut waren an diesem Tag ihre Wedges gewesen.
 

Emily Krause vom G&LC Berlin-Wannsee und Leonie Breutigam vom Hamburger GC teilen mit jeweils 70 (-2) den dritten Platz. Breutigam blieb ohne Bogey und brachte vier Birdies auf die Karte. Lediglich ein Doppelbogey auf Loch 17 verhinderte einen noch tieferen Score.
 

Mit jeweils 71 (-1) folgen Luisa Hartmann vom GC Aldruper Heide, Catharina Lohoff vom G&LC Berlin-Wannsee und Theresa Fecke vom GC Paderborner Land auf dem geteilten fünften Rang. Damit haben zum Auftakt sieben Spielerinnen unter Par gespielt.
 

Yoo Yeung Bae vom GC St. Leon-Rot liegt nach einer 72 (Even Par) auf Platz acht. Einen Schlag dahinter teilen sich Talisia Ruff und Yoo Na Bae, beide ebenfalls vom GC St. Leon-Rot, Lilly Speer vom GC Paderborner Land und Sophia Matthiesen vom Hamburger GC Rang neun.

Speer hatte ihre ersten zwölf Bahnen in Par absolviert, ehe auf Loch 4 ein Doppelbogey auf die Karte kam. Die Paderbornerin blieb ruhig und holte sich mit einem Birdie auf Loch 6 noch einen Schlag zurück. Am Ende stand eine 73 (+1).

Diener mit frischem Selbstvertrauen

Bei den Männern setzte sich Lauri Diener an die Spitze. Der 17-Jährige vom Hamburger GC war mit frischem Selbstvertrauen von der internationalen Bühne nach Halle gekommen. Bei der R&A Boys’ Amateur Championship 2026 hatte Diener den geteilten fünften Platz belegt und war als bester Deutscher erst im Viertelfinale mit 3&2 am Italiener Carlo Roman gescheitert. Zum DM-Auftakt gelangen dem Hamburger fünf Birdies bei nur zwei Bogeys. Die 69 (-3) bedeutet nach der ersten Runde die alleinige Führung.
 

Sein Plan für den GC Teutoburger Wald war klar auf Kontrolle ausgerichtet: „Man muss halt einfach vom Tee den Ball im Spiel halten. Recht langweiliges Golf zu spielen, ist der Key hier auf diesem Platz.“ Dazu puttete Diener ordentlich und blieb ohne Dreiputt.
 

Einen Schlag hinter dem Führenden rangiert Dario Rückwarth vom Münchener GC. Bei seiner dritten DM AK offen hatte der 23-Jährige mit einem Bogey auf Loch 16 seinen Tagesscore gerade wieder auf Even Par gestellt. Mit zwei Birdies auf den letzten Löchern drehte er die Runde aber noch einmal und kam mit 70 (-2) ins Clubhaus. „Ich habe heute viele Grüns getroffen und gute Putts gemacht. Der Platz ist relativ anspruchsvoll, aber gut spielbar“, war Rückwarth nach der Runde zufrieden.
 

Dahinter wird es eng. Lukas Lange vom Frankfurter GC, Kieron Kaube und Maik Süßbier vom G&LC Berlin-Wannsee, Santino Paladini vom Stuttgarter GC Solitude liegen nach jeweils 72 (Even Par) gemeinsam auf Rang drei.
 

Mit 73 (+1) folgen Tim Opderbeck vom Frankfurter GC, Luca Scheublein vom GC Olching, Max Klier vom GC Mangfalltal, Paul Straßburg vom GC Hannover, Arthur Akpinat vom G&LC Berlin-Wannsee und Jonah Lawrenz vom Förde-GC Glücksburg auf dem geteilten siebten Platz.

Frische Platzrekorde

Der Par-72-Kurs wird bei den Männern in dieser Woche über 6.339 Meter gespielt. Der Platzrekord ist noch jung. Julian Kunzenbacher hatte erst im Juli 2026 in der Deutschen Golf Liga presented by All4Golf eine bogeyfreie 65 (-7) gespielt. Fünf Birdies und ein Eagle standen damals auf seiner Karte. Den Abstieg des Teams in die Regionalliga konnte auch diese Runde nicht mehr verhindern.
 

Mit einem ebenfalls noch ganz frischen Platzrekord war Carlos Delfs vom Förde-GC Glücksburg nach Halle gekommen. Am Wochenende zuvor hatte er im GC Altenhof mit einer 63 (-8) den ersten Platzrekord seiner Karriere aufgestellt und damit die Basis für den Sieg bei den Landesmeisterschaften von Schleswig-Holstein gelegt. Auf dem roten Kurs des GC Teutoburger Wald benötigte das Nordlicht zum Auftakt 75 (+3) Schläge und liegt damit auf Rang 26.
 

Die Spannweite der Ergebnisse war an diesem ersten Tag insgesamt groß. Bei den Männern reichten die Scores von Dieners 69 (-3) bis 86 (+14), bei den Frauen von Penzolds 68 (-4) bis 87 (+15).
 

Nach Runde eins hat Penzold einen Schlag Vorsprung auf Bühle, Diener führt ebenfalls mit einem Zähler vor Rückwarth. Am Freitag geht die Deutsche Meisterschaft AK offen in ihre zweite von vier Wettkampfrunden. Die Frauen starten ab 8.00 Uhr, die Männer gehen ab 12.30 Uhr raus.



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