Brenske und Schulz-Hanßen bei EM auf Rang 13
Allerum/Schweden – Zwei Deutsche unter den besten 13, eine weitere rote Runde von Sofia Maier-Borst und eine bemerkenswerte Bilanz auf der 18: Die deutschen Spielerinnen beendeten die Europameisterschaft der Frauen mit einem insgesamt erfreulichen Finaltag.
Susanna Brenske vom Hamburger GC und Paula Schulz-Hanßen vom GC St. Leon-Rot kamen nach vier Runden jeweils auf 288 Schläge und teilten sich damit den 13. Platz. Schulz-Hanßen brachte zum Abschluss eine 71 (-1) ins Recording. Die Europameisterin von 2020 musste lediglich ein Bogey hinnehmen und beendete ihre bereits sechste EM-Teilnahme mit einem weiteren Birdie auf Loch 18. Damit spielte die 23-Jährige die Schlussbahn an allen vier Tagen unter Par. Nach 73, 74, 70 und 71 Schlägen stand für die Spielerin des GC St. Leon-Rot am Ende Even Par.
Das Fazit der erfahrenen Athletin war kurz und positiv: „Ich bin sehr zufrieden mit der Woche. Auf den Grüns habe ich einiges liegen lassen, aber dafür im Langen Spiel einiges rausgeholt. Es war eine sehr schöne Woche.“
Vor allem an den beiden letzten Tagen hatte sich Schulz-Hanßen im Klassement deutlich verbessert. Mit zwei Runden unter Par schob sie sich noch bis auf Rang 13 nach vorne und bestätigte einmal mehr, dass sie in Europa zu den konstantesten Spielerinnen gehört.
Brenske dreht die Runde
Schlaggleich mit Schulz-Hanßen beendete Susanna Brenske das Turnier. Die Falkensteinerin war nach ihrer 69 (-3) vom dritten Tag als Elfte in die Schlussrunde gegangen, erwischte zunächst aber keinen guten Start.
Nach sechs Löchern lag Brenske bereits drei über Par. Abschläge, Schläge ins Grün und Putts waren in dieser Phase nicht präzise genug. Die Spielerin des Hamburger GC ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen.
Auf Loch 12 gelang die Kehrtwende. Brenske erreichte das Grün aus 230 Metern mit dem zweiten Schlag und hatte anschließend aus rund fünf Metern die Chance zum Eagle. Der Putt fiel zwar nicht, aber das sichere Birdie gab ihrer Runde aber eine neue Richtung. In der Folge erspielte sie sich weitere Möglichkeiten und brachte den Score mit Birdies wieder in den erfreulichen Bereich. Am Ende standen fünf Birdies und fünf Bogeys auf der Karte. Die 72 (Even) reichte, um den geteilten 13. Platz zu sichern.
Entsprechend zufrieden war Brenske, nachdem sie ihre Scorekarte im Recording abgegeben hatte: „Der Finaltag hat Spaß gemacht. Ich bin nicht so gut in die Runde gekommen, habe in verschiedenen Bereichen ein bisschen gestruggelt. Mal war es der Abschlag, mal der Schlag ins Grün. Damit habe ich auf den ersten 9 viele Bogeys gesammelt. Das Putten lief auch nicht ganz so gut. Das Momentum nach dem Birdie auf Loch 12 habe ich gut genutzt. Ich hatte danach ganz gute Schläge ins Grün, haben einige Birdie-Chancen kreiert und konnte die eine oder andere davon auch nutzen. Das Putten war trotzdem leider nicht gut. Ich habe auf den Grüns mindestens sechs Schläge verloren. Ich bin aber insgesamt mit dem Ergebnis sehr happy. Geteilte 13. bei einer EM zu werden, ist echt cool. Somit war das eigentlich eine gute Woche. Ich freue mich über das Ergebnis.“
Auch Brenske schloss jede ihrer vier Runden mit einem Birdie ab. Besonders eindrucksvoll war ihr Finish am dritten Tag gewesen, als sie auf der 17 aus 148 Metern zum Eagle eingelocht und auf der 18 direkt den nächsten Schlaggewinn nachgelegt hatte.
Nach 75, 72, 69 und 72 Schlägen beendete das Nordlicht die Europameisterschaft bei Even Par. Angesichts der schwierigen Bedingungen und einiger ausgelassener Chancen auf den Grüns war die Platzierung umso höher zu bewerten.
Eagle bringt Maier-Borst zurück
Sofia Maier-Borst gelang am Finaltag ebenfalls eine Runde unter Par. Die Athletin des GC St. Leon-Rot unterschrieb eine 71 (-1) und verbesserte sich damit noch auf Rang 37. Nach einem Bogey auf Loch 4 antwortete die in Madrid geborene Spielerin sofort. Auf der folgenden Bahn gelang ihr ein Eagle, ehe sie auf Loch 6 direkt noch ein Birdie nachlegte.
Der Drive auf dem Par 5 landete mit etwas Wind von rechts hinten knapp neben dem Wasser auf der rechten Seite. Von dort spielte Maier-Borst ihr Eisen auf rund zwei Meter an die Fahne und verwandelte den Putt. „Ich habe von dort mein Eisen aufs Grün gehauen. Die Fahne steckte vorne links, ich hab den auf zwei Meter rangehauen und dann den Putt gelocht. Das war natürlich sehr angenehm, nachdem ich am Loch zuvor ein Bogey gespielt hatte“, berichtete die SLR-Athletin vom Höhepunkt ihrer Runde.
Nur zwei Bogeys standen am Ende auf ihrer Karte. Nach den schwierigeren Runden zwei und drei fand Maier-Borst am Finaltag wieder deutlich besser zu ihrem Spiel und setzte bei ihrer ersten Europameisterschaft noch einmal ein positives Zeichen.
„Der Finaltag heute war ziemlich solide. Ich bin auch sehr zufrieden, wie ich mit den letzten beiden Tagen umgegangen bin, die ja schon ein bisschen enttäuschend waren. Ich habe mich sehr schwer getan, bin nicht gut an die Fahnen reingekommen, habe kaum Birdies gespielt und eben halt auch teure Fehler gemacht. Ich bin aber trotzdem heute mit einer sehr guten Einstellung reingegangen. Es war ein guter Tag, um zu scoren, weil der Wind etwas abgeflaut war. Mit der Woche insgesamt bin ich ganz zufrieden. Es war ziemlich solide und es war ja auch meine allererste EM. Da ist auf jeden Fall noch sehr viel Luft nach oben. Es war eine normal solide Woche für mich und dafür finde ich die Platzierung letztlich richtig gut. Es war auf jeden Fall auch cool, die anderen Spielerinnen hier alle zu sehen, wie gut sie teilweise gespielt haben. Ich nehme alles mit und weiter geht's dann nächste Woche beim Final Four“, ging noch am Finaltag der EM der Blick schon auf das nächste Highlight der Saison.
Nach 70, 76, 75 und 71 Schlägen beendete Maier-Borst das Turnier bei gesamt vier über Par.
Schuldt bleibt konstant
Victoria Schuldt beendete die Europameisterschaft auf Rang 28. Die Spielerin des Hamburger GC kam am Finaltag mit einer 72 (Even) ins Clubhaus und blieb damit erneut in dem Bereich, in dem sie sich bereits an den ersten drei Tagen bewegt hatte.
Nach Runden mit 72, 75, 71 und 72 Schlägen stand die Falkensteinerin bei gesamt zwei über Par. Auch Schuldt gelang auf Loch 18 an allen vier Turniertagen ein Birdie. Damit hatten gleich drei deutsche Spielerinnen auf der Schlussbahn eine perfekte Birdie-Bilanz.
Isabelle Schlick vom GC St. Leon-Rot kam nach 71, 81 und 70 Schlägen zum Abschluss mit einer 76 (+4) ins Recording. Sie belegte den 61. Platz.
Naughton bleibt vorne
Den Titel sicherte sich Charlotte Naughton. Die Engländerin war mit zwei Schlägen Vorsprung in die Finalrunde gegangen und verteidigte ihre Führung mit einer 72 (Even).
Nach 69, 72, 67 und 72 Schlägen beendete Naughton die Europameisterschaft bei gesamt acht unter Par. Damit gewann die Siegerin der German International Girls 2025 einen der bedeutendsten Titel im europäischen Amateurgolf.
Meja Örtengren wurde mit zwei Schlägen Rückstand Zweite. Die Schwedin unterschrieb Runden mit 71, 70, 69 und 72 Schlägen und kam damit auf gesamt sechs unter Par.
Fazit der Bundestrainerin
Bundestrainerin Esther Poburski zog nach Abschluss der vierten Runde ein positives Fazit: „Im Großen und Ganzen bin ich ganz zufrieden. Mit zwei geteilten 13. Plätzen, auch Sofia hat heute nochmal sehr ordentlich gespielt, kann ich gut umgehen. Wir haben heute nochmal zwei Dinge angestoßen und auch gut gelöst.“









