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Ian Poulter aus dem Wasser
Ian Poulter aus dem Wasser | © golfsupport.nl/Daniel Dunn/ism

Zeitweiliges Wasser in einer Penalty Area?

Die Situation: 

Thomas Tunnelblick hat seinen Ball ins Rough geschlagen. Da er gut sehen kann, hat er seinen Ball verfolgt und geht zügig an die Stelle, wo dieser dann auch liegt. Er wundert sich nicht großartig darüber, dass 30 Meter vom Fairway entfernt eine ungepflegte Senke mit kleinen Pfützen und nassem Boden vorkommt, schließlich hätte er ja dort nicht hinschlagen müssen.

 

Aber zeitweiliges Wasser ist ihm ein Begriff. Und deshalb droppt er aus dem nassen Bereich heraus und schlägt seinen Ball zurück aufs Fairway. 

 

Nachdem er wieder auf das Fairway zurückgekommen ist, fragt ihn sein Mitspieler Dieter Denkteinbisschenlangsam: „Da hast Du aber Glück gehabt, dass die Penalty Area da drüben schon wieder zu Ende war“ … und deutet dabei auf die roten Pfähle, die vom Abschlag bis zum Grün am Roughrand entlang stehen.

 

Thomas schaut nach und äußert sich zögernd: „Neee, die Penalty Area geht bis zum Nachbarfairway. Was machen wir denn jetzt?“

Die Lösung: 

Thomas wird sich zwei Strafschläge aufschreiben müssen, denn er hat seinen Ball aufgenommen und an einem falschen Ort gedroppt und gespielt. 

 

Logischerweise gibt es in einer Penalty Area keine Erleichterung von zeitweiligem Wasser, was umso deutlicher wird, wenn man an den früheren Namen „Wasserhindernis“ denkt.  

 

Da hilft alle Regelkenntnis nicht, wenn man nicht prüft, welche Regel anwendbar ist.

 

Es stellt sich eventuell noch die Frage, warum Dieter Thomas nicht vor dem Schlag auf die zweifelhafte Situation aufmerksam gemacht hat. Wenn ihm Absicht nachgewiesen werden kann, käme er für eine DQ nach Regel 1.2 in Frage, da er wissentlich einen Regelverstoß gesehen aber nicht verhindert hat. 

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