Warum Sie Ihre Ziele verpassen: Drei Fehler in der Saisonvorbereitung
Bei vielen Golferinnen und Golfern ist es vor einer Saison immer gleich: Die Erwartungen sind wolkenkratzerhoch. Oft dauert es jedoch nicht lange, bis sich Frust und Enttäuschung ausbreiten. Die erhofften Fortschritte bleiben aus, obwohl man doch so viel spielt und scheinbar alles gibt für den gewünschten Erfolg. Die Gründe dafür kennt PGA Golf Professional Fabian Bünker, der in seinem Podcast (s. Video unten) drei grundlegende Fehler in der Saisonvorbereitung bespricht, die nach seiner Erfahrung regelmäßig verhindern, dass Spieler ihre Ziele erreichen. Mit einem weit verbreiteten Mythos räumt Bünker direkt zu Beginn auf: dass eine kurzfristige, hektische Vorbereitung kurz vor Saisonstart reichen könnte, um das nächste Level zu erreichen. Bei vielen Amateuren läuft es nämlich genau so: intensive Trainerstunden auf den letzten Drücker, massenhaft geschlagene Bälle und ein paar Mobilisationsübungen am Wochenende vor der ersten Runde. Bünker: „Nein, genau das hat natürlich nichts mit einer guten und sinnvollen Saisonvorbereitung zu tun. Das ist der größte Quatsch, den leider die meisten Golfer machen.“
Fehler eins: zu spät anfangen
Der häufigste Fehler laut Bünker: Viele Golfer trainieren erst dann wieder, wenn es warm wird. Nach mehreren Monaten Pause beginnt man aber faktisch wieder bei null. Bünker vergleicht dieses Verhalten mit einem Marathonläufer, der eine Woche vor dem Rennen ein paar Kilometer joggt und dann auf Bestzeit hofft. „Wer im Frühling, kurz vor Ostern, mit der Saisonvorbereitung beginnt, der hat den Winter verschenkt“, sagt er.
Fehler zwei: Training ohne Plan
Ebenso kritisch sieht Bünker das planlose Training. Einfach auf die Range gehen, ein paar Bälle schlagen, schauen, „ob der Drive noch funktioniert“ – das führt, so erklärt es der Experte, nicht zu nachhaltiger Entwicklung. Ohne klare Analyse, ohne Struktur und ohne Fokus wissen viele Spieler nicht, woran sie tatsächlich arbeiten sollten. Erfolgreiche Golfer hingegen analysieren ihre Runden, um ihre begrenzte Trainingszeit gezielt einzusetzen. Dabei geht es nicht um Überanalyse, sondern um Effizienz und Freude am Spiel.
Fehler drei: sich „reinspielen“ wollen
Besonders deutlich wird Bünker beim dritten Fehler: dem Glauben, man könne sich durch Turniere und Runden wieder in Form bringen. Dieses Vorgehen nennt er das „Prinzip Hoffnung“ – die Hoffnung, dass sich Schwunggefühl und Leistung schon rechtzeitig einstellen werden. Die Realität jedoch zeigt oft das Gegenteil: Leistungsabfall, Frust und das Gefühl, der eigenen Form hinterherzujagen. Bünker: „Saisonziele platzen nicht erst im Juli oder August. Die bekommen ihre ersten Risse schon jetzt.“ Seine zentrale Botschaft: Ziele nicht aufgeben, sondern den Weg verändern. Dazu gehören eine klare Standortbestimmung, ein konkretes Ziel und ein strukturierter Trainingsplan als roter Faden durch die Saison. Wer diesen Weg konsequent gehe, so Bünker, schaffe nicht nur Fortschritt, sondern auch Motivation und Freude am Spiel.









