So nutzen Sie den Winter für Bestleistungen im Sommer
Es ist ja längst kein Geheimnis mehr, dass der Winter eine wichtige Jahreszeit ist, um am Golfspiel zu arbeiten. Für PGA Golf Professional Fabian Bünker sind es sogar die wichtigsten Monate, in denen sich entscheidet, ob man im Frühjahr mit zusätzlicher Schlagweite und verbesserter Beweglichkeit am Abschlag erscheint – oder mit einem eingerostetem Körper in die Saison startet.
Verschiedene Faktoren für eine ganzheitliche Fitness
Seine wichtigste Botschaft, die er im Video (s.u.) erklärt: Wer länger und besser schlagen will, kommt am Thema Fitness nicht vorbei. Gerade in der kalten Jahreszeit liegt hier enormes Potenzial. Im Mittelpunkt stehen für ihn vor allem Mobilität, Stabilität sowie Kraft und Schnellkraft. „Ich mache tatsächlich jeden Morgen zehn bis 15 Minuten Beweglichkeitsprogramm, abwechselnd mit einem Kraftprogramm“, erzählt er – nicht nur für die Gesundheit, sondern ganz bewusst „um den Ball weit zu schlagen“. Schon kurze, regelmäßige Einheiten mehrmals pro Woche reichen aus, um spürbare Effekte zu erzielen.
Die Basis für Ihren Körper
Bünker unterscheidet dabei zwei Trainingsfelder. Erstens die körperliche Basisarbeit: Beweglichkeit der Wirbelsäule, Stabilität im Rumpf, Kraft in Beinen und Oberkörper. Wer daran arbeitet, spürt den Effekt auch im Schwung. „Du wirst merken, dass du dich besser drehen kannst und vielleicht keine Rücken- oder Knieschmerzen mehr hast“, sagt er. Das steigert nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern auch das Selbstvertrauen auf dem Platz.
Speed-Training für mehr Länge
Der zweite Bereich ist die gezielte Arbeit an der Schlaglänge. Dafür empfiehlt Bünker systematisches Speed-Training, etwa mit Super-Speed-Sticks. Dabei lernt der Körper, schneller zu schwingen und verborgene Reserven zu aktivieren. „Dein Körper lernt, dass er eigentlich viel schneller schwingen kann, als er das tut“, erklärt Bünker. Wichtig ist für ihn der Zeitpunkt: Für diese Übungen ist der Winter optimal – die Wettkampfsaison hingegen nicht.
Bünkers Empfehlung
Ein weiteres Bünker-Credo: Fortschritt braucht Zeit. Wer jetzt beginnt, freut sich später über Erfolge: Wenn Sie drei bis fünf Monate kontinuierlich trainieren, werden sich spürbare Veränderungen einstellen. Umgekehrt bedeutet das: Wer untätig bleibt, wird auch das zu spüren bekommen – weniger Beweglichkeit, geringere Ausdauer, mehr Beschwerden.
Bünkers Empfehlung ist niedrigschwellig: kurze Routinen, realistische Ziele, regelmäßige Wiederholung. Fitnessstudio ist kein Muss – eine Matte und ein wenig Platz reichen oft. Entscheidend ist, überhaupt anzufangen und dranzubleiben. Wer Winterroutinen etabliert, wird sie nach seiner Erfahrung auch im Sommer beibehalten, weil die positiven Effekte unmittelbar spürbar sind.









