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Kompakter Schwung: Jon Rahms Bewegungen sind meistens kürzer als bei seinen Kollegen. | © golfsupport.nl/Chris Keane

Warum Rahms ungewöhnlicher Schwung so erfolgreich ist

Wer Jon Rahm einmal live oder im Fernsehen spielen sieht, erkennt seinen Schwung sofort. Der Spanier bewegt den Schläger deutlich kompakter als viele andere Topspieler, dazu kommt seine extrem gebeugte Handgelenksposition im Rückschwung. Technisch wirken seine Schläge zuweilen ungewöhnlich – erfolgreich ist der Spanier trotzdem. Schließlich gewann er bereits die US Open und das Masters. Was viele nicht wissen: Der ursprüngliche Grund für Rahms kurzen Rückschwung war eine körperliche Einschränkung, die ihn seit seiner Geburt begleitet.

Warum Rahm kürzer schwingen muss

Rahm erzählte bereits vor einigen Jahren, dass er mit einem sogenannten Klumpfuß geboren wurde. Direkt nach der Geburt mussten Ärzte seinen rechten Fuß und das Sprunggelenk behandeln und stabilisieren. Auch später folgten weitere Eingriffe und Therapien. Die Folge: eingeschränkte Beweglichkeit und weniger Stabilität im rechten Fußgelenk. Seinen Golfschwung beeinflusste das zunächst massiv. Ein langer Rückschwung brachte ihn früher aus dem Gleichgewicht. Vor allem als Jugendlicher verlor er dadurch im Abschwung häufig die Kontrolle. „Als Kind hatte ich einen sehr starken Griff, habe extrem weit ausgeholt und versucht, alles mit Gewalt zu hooken“, erklärte Rahm einmal. Sein damaliger Trainer Eduardo Celles stellte deshalb seine Technik um: Der Schläger durfte im Rückschwung nie über Schulterhöhe hinausgehen.

Welche Vorteile der kompakte Schwung bringt

Aus dieser Einschränkung entwickelte sich letztlich jener Schwung, der heute ein Markenzeichen Rahms ist – und der auch für Hobbygolfer eine Inspiration sein kann. Viele Amateure versuchen, möglichst weit auszuholen, um mehr Schlägerkopfgeschwindigkeit zu erzeugen. Tatsächlich führt ein zu langer Rückschwung aber oft zum Gegenteil: schlechtere Ballkontakte, Kontrollverlust und weniger Konstanz. Rahm trainierte deshalb schon früh ein Gefühl, bei dem sich der Rückschwung bewusst kürzer anfühlte. Anschließend sollte er trotzdem maximal beschleunigen.

Rahms einfacher Tipp

Der Effekt: Der Körper arbeitet stärker aus den großen Muskelgruppen heraus, der Schwung bleibt kompakter und die Schlagfläche stabiler. Genau das sorgt häufig für konstantere Treffer. Rahm selbst formulierte seine Philosophie einmal ganz einfach: „Schwing deinen eigenen Schwung.“ Klar ist also: Den einen perfekten Bewegungsablauf, der für jede Spielerin und jeden Spieler passt, gibt es nicht. 

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