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Ingrid Lindblad gewann 2021 die EM der Damen. Inzwischen gehört sie zu den Top 50 der Welt. | © 2021 Getty Images

Von der EM auf die Weltbühne

Wenn der Frankfurter Golf Club vom 23. bis 26. Juli 2025 Austragungsort der Damen-EM - offiziell European Ladies Amateur Championship - wird, kehrt damit eine der wichtigsten Stationen des europäischen Spitzensports nach Deutschland zurück. Grund genug, auf die wichtigsten Namen der Turniergeschichte zu blicken.
 

Carlota Ciganda

Ihr Sieg bei der Europameisterschaft 2004 bleibt unvergessen: Mit nur 14 Jahren gelang Ciganda damals in ihrem Heimatland Spanien der große Wurf. Vier Jahre später entschied sie das Turnier im Stechen erneut für sich. Damit zählt sie zu einem exklusiven Kreis von drei Spielerinnen mit EM-Doppelsieg. Der Sprung in den Profibereich folgte nur wenig später – in ihrer Debütsaison 2012 wurde sie nicht nur Rookie-of-the-Year, sondern gewann auch die Order of Merit. Seitdem gehört sie zu den konstantesten Athletinnen auf der LET und LPGA Tour. Im europäischen Solheim-Cup-Team ist sie längst eine unverzichtbare Größe und war an drei Teamsiegen beteiligt.

Caroline Hedwall

Auch Caroline Hedwall trug sich zweimal in die Siegerliste der EM ein – 2007 und 2009. Die Schwedin zählt seit vielen Jahren zu den konstantesten Kräften der LET. Unvergessen bleibt ihr Auftritt beim Solheim Cup 2013, als sie als erste Europäerin überhaupt alle fünf Matches für sich entschied. Dieser Erfolg machte sie zur Legende. Im Jahr 2026 kehrt sie als Vizekapitänin in das europäische Team zurück und bleibt damit Teil jenes Wettbewerbs, der ihre Karriere so stark geprägt hat.

Celine Boutier

Für Frankreich wurde 2012 ein besonderes Jahr, denn Celine Boutier sicherte sich damals den Titel bei der Europameisterschaft. Heute zählt sie zu den verlässlichsten Spielerinnen der LPGA Tour. Ihr erster Majorsieg gelang ihr 2023 bei der Evian Championship. Mit insgesamt sechs LPGA-Titeln und zwei gewonnenen Solheim Cups hat sie sich in der Weltspitze etabliert. Aktuell gehört sie als Nummer 16 der Weltrangliste zu den besten Europäerinnen im globalen Vergleich.

Ingrid Lindblad

Der Aufstieg von Ingrid Lindblad verlief steil und zielstrebig. 2021 gewann sie die Europameisterschaft in Italien und wurde kurz darauf zur Nummer eins der Amateur-Weltrangliste. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie spätestens bei den US Women's Open 2022, als sie sich als Amateurin einen geteilten elften Platz erspielte. Seit 2024 ist sie als Profi auf der LPGA Tour unterwegs und gehört bereits zu den besten 50 Spielerinnen der Welt. In diesem Jahr hat sie schon ein Turnier der LPGA Tour gewonnen.

Anna Nordqvist

2005 stand Anna Nordqvist bei der EM als Drittplatzierte auf dem Podium. Von Beginn an war spürbar, dass hier eine Athletin antritt, die den Damengolfsport prägen würde. Heute blickt sie auf eine der erfolgreichsten Karrieren im europäischen Golf zurück. Drei Major-Siege, neun Teilnahmen am Solheim Cup und insgesamt fünf Siege mit dem Team Europa sind Ausdruck ihrer Konstanz und Führungsstärke. 2026 übernimmt sie erstmals die Rolle der Kapitänin und wird damit zum zehnten Mal Teil des Solheim Cups sein.

Ein Blick nach vorn

Die European Ladies Amateur Championship ist ein Fixpunkt im internationalen Kalender, ein Prüfstein für kommende Champions. Der Blick auf ihre Siegerliste zeigt, wie oft aus großen Amateurinnen spätere Weltklassespielerinnen wurden. 2025 bietet sich in Frankfurt die nächste Chance, neue Namen in diese beeindruckende Liste einzutragen. 

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