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Sofia Maier-Borst (GC St. Leon-Rot) sorgte mit ihrem 8&6 im Viertelfinale gegen Tschechien für einen deutlichen Punktgewinn. | © EGA

Tschechien stoppt deutschen Medaillentraum

Das war ein harter Tag für die Nachwuchs-Adler im Golf & Country Club Zürich. Zunächst sah es noch ausgeglichen aus, doch letztendlich geriet die deutsche Nachwuchs-Nationmannschaft schon in den Vierern am Vormittag in Rückstand. Im ersten Vierer-Match fielen Cecilie Volckens (GC St. Leon-Rot) und Luisa Hartmann (GC Aldruper Heide) früh zurück. Nach Loch 3 steht es 2down, auf Loch 4 verkürzen die deutschen Mädchen auf 1down und lange erhalten sie sich bei diesem Spielstand die Möglichkeit, das Match noch zu drehen. Doch der Umschwung bleibt aus. Am Ende gewinnt das tschechische Duo Kristýna Vohralíková / Nella Kaszper mit 3&2 und holt den ersten - und auch mental so wichtigen - Punkt für die Tschechische Republik.
 

Im zweiten Vierer treten Sofia Maier-Borst (GC St. Leon-Rot) und Lena Geier (GC Bad Griesbach) gegen das Duo Barbora Kamradková / Kristýna Květoňová an – und die beiden Deutschen starten stark. Nach drei Bahnen geht das deutsche Duo schon 3auf. Tschechien kommt jedoch wieder heran. Die Partie bleibt eng und wird schließlich erst auf dem letzten Loch entschieden – mit dem schlechteren Ende für Deutschland: Maier-Borst und Geier verlieren den Vierer 1down. 
 

Tschechien geht so mit einem etwas glücklichen 2:0 aus den Vierern - und Deutschland mit einer heftigen Hypothek. Denn aus den fünf noch zu spielenden Einzeln am Nachmittag darf nur ein Match verloren gehen. Gegen dieses starke tschechische Team und nach diesem Vormittag erscheint dieses Unterfangen wie eine Mammut-Aufgabe.
 

Borst mit krassem Sieg

Dennoch, die Adler-Mädchen zeigen sich kämpferisch und mit starkem Teamgeist. Der Erfolg für das Junior Team Germany blieb jedoch wechselhaft. Doch der Reihe nach: Die erste Entscheidung fiel ausgerechnet im letzten gestarteten Einzel. Und gleichzeitig sorgte dieses Match zwischen Sofia Maier-Borst und Barbora Vinkler (Tschechien) für das deutlichste deutsche Ausrufezeichen des Tages. Nach neun gespielten Löchern liegt „SMB“ bereits 7auf. Und diese Dominanz ließ sich die St. Leon-Roterin auch nicht ansatzweise nehmen. Am Ende gewinnt Maier-Borst ihr Match mit 8&6 – klarer kann ein Sieg buchstäblich kaum ausfallen.
 

Doch schon in der nächsten Entscheidung hat Deutschland erneut das Nachsehen. Es handelt sich um das dritte gestartete Einzel. Hier trifft Luisa Hartmann auf Nella Kaszper (Tschechien) und liegt nach Loch 11 deutlich 3down. Kaszper baut ihren Vorsprung aber sogar noch weiter aus und entscheidet das Match schon an Bahn 14 deutlich mit 5&4 für Tschechien. Für die deutschen Mädchen bleibt nun kein Raum mehr für Punktverluste.

The struggle is real

Dann das Duell zwischen Yoo-Jin Bae (GC St. Leon-Rot) und Kristýna Vohralíková (Tschechien) - das an zweiter Position gestartete Einzel. Bae gerät bereits nach neun Löchern mit 3down in Rückstand, nach Loch 14 steht es 4down. Die Tschechin liegt nun schon dormie - Bae kämpft sich dennoch nochmal ran. Doch das benötigte kleine Golfwunder ist der fleißigen Kurpfälzerin nicht vergönnt und ihre tschechische Kontrahentin lässt sich den Vorsprung letztendlich auch einfach nicht mehr nehmen. Vohralíková gewinnt das Einzel am 16. Grün per 3&2.
 

Die Entscheidung ist damit bereits gefallen, doch in den Matches geht es noch Schlag auf Schlag weiter. So liegt Laetitia Leisinger (GC St. Leon-Rot) im ersten der fünf Einzel gegen Sofie Borůvková (Tschechien) zunächst deutlich zurück: zu Beginn der Back Nine steht es sogar 4down. Mit einer starken Phase kämpft sich Leisinger jedoch zurück, stellt auf Loch 14 „all square“ und geht auf Loch 16 sogar 2auf in Führung. Bahn 17 musste „Letti“ dann an ihre Kontrahentin abgeben - lag aber dennoch 1auf. Nachdem die Tschechinnen den Halbfinaleinzug jedoch gerade schon festgemacht hatten, wird der Punkt nach Schiedsrichterentscheidung geteilt.
 

Und dann war da noch Lena Geier, die Siegerin der Zählspiel-Einzelwertung. Im vierten Einzel zeigt die Süddeutsche erneut ihre Klasse. Gegen Kristýna Květoňová (Tschechien) liegt Geier nach Loch 11 2auf und hält diese Führung bis zum sinnbildlichen Abpfiff. Am Ende lag sie dormie mit 3auf bei drei noch zu spielenden Löchern. Doch auch hier wird das Match geteilt – der in Aussicht stehende Punkt geht nur „halbe-halbe“ in die Wertung ein.
 

Neues Ziel: Platz fünf

Bundestrainerin Esther Poburski sprach schon vor dem Viertelfinal-Match mit Respekt vom tschechischen Team. Ein echtes Brett nannte sie die bevorstehende Aufgabe. Und tatsächlich: Am Ende reichte es nicht, um die tschechische Mannschaft zu schlagen. Mit den zwei verlorenen Vierern war die Last am Nachmittag einfach zu hoch - die Gegnerinnen zu stark. Das Viertelfinale endet aus Sicht der gespielten Ergebnisse zwar mit 3:4, offiziell jedoch mit 2:5. So oder so ist der Weg ins Halbfinale und zu den Medaillen versperrt; für das Junior Team Germany geht es nun in den Platzierungsspielen darum, das Turnier mit der bestmöglichen Platzierung abzuschließen. Das wäre aus aktueller Sicht Platz fünf.

 

Bundestrainerin Esther Poburski sprach schon vor dem Viertelfinal-Match mit Respekt vom tschechischen Team. Ein echtes Brett nannte sie die bevorstehende Aufgabe. Und tatsächlich: Am Ende reichte es nicht, um die tschechische Mannschaft zu schlagen. Mit den zwei verlorenen Vierern war die Last am Nachmittag einfach zu hoch - die Gegnerinnen zu stark. Das Viertelfinale endet aus deutscher Sicht mit 2:5. Damit ist der Weg ins Halbfinale und zu den Medaillen versperrt.
 

In den weiteren Viertelfinals unterstreicht Titelverteidiger Spanien seine Ansprüche eindrucksvoll: Die Ibererinnen setzen sich mit 5,5:1,5 gegen Schweden durch und ziehen souverän ins Halbfinale ein. England folgt diesem Beispiel und gewinnt ebenfalls deutlich mit 5,5:1,5 gegen Italien. Die spannendste Begegnung des Tages liefern Frankreich und die Schweiz: Hier fällt die Entscheidung erst spät, am Ende behaupten sich die Französinnen knapp mit 4:3 und sichern sich damit den letzten freien Platz im Halbfinale.
 

Am nun anstehenden viertel Turniertag geht es im G&CC Zürich nahtlos weiter mit hochkarätigen Duellen – nun im Kampf um Finale und Platzierungen. Im Halbfinale trifft Titelverteidiger Spanien auf die Tschechische Republik. Im zweiten Halbfinale stehen sich England und Frankreich gegenüber. Parallel werden die Plätze 5 bis 8 ausgespielt. Schweden bekommt es dabei mit Deutschland zu tun, Italien trifft auf Gastgeber Schweiz. 

 

Für das Junior Team Germany geht es nach der Niederlage im Viertelfinale nun darum, in den Platzierungs-Duellen Spielpraxis zu sammeln und sich selbstverständlich auch möglichst teuer zu verkaufen. Klar ist: Die Mannschaft um Coach Poburski will sich am Ende eine starke Platzierung im vorderen Mittelfeld der Europameisterschaft sichern.


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