Partner des DGV

Nach dem Eagle schlägt Susanna Brenske auf Tee 18 ab | © DGV

Traumfinish bringt Brenske auf Rang elf

Allerum/Schweden – Susanna Brenske hatte schon am zweiten Wettkampftag mit drei Birdies auf den letzten fünf Löchern gezeigt, dass ihr die Schlussphase des Allerum GK liegt. Einen Tag später setzte die Falkensteinerin noch einen drauf. Die Spielerin des Hamburger GC lag nach 16 Bahnen Even Par für den Tag. Bei erneut kräftigem Wind hatte sie sehr stabil gespielt, nur ein Bogey kassiert und sich mit guten Schlägen und einigen geretteten Pars im Rennen gehalten. Dann folgte auf der 17 der Schlag des Tages. Aus 148 Metern lochte Brenske auf dem Par 4 zum Eagle ein. Damit nicht genug. Auf der 18 nutzte sie den Schwung und beendete ihre Runde mit einem weiteren Birdie. Aus einer bis dahin soliden Even-Par-Runde wurde innerhalb von zwei Bahnen eine starke 69 (-3).
 

„Die dritte Runde war für mich sehr erfreulich. Ich habe echt sehr stabil gespielt. Die Bedingungen waren ziemlich schwer, weil heute der Wind wieder sehr stark war. Entscheidend bei mir war heute, dass ich wieder ein bisschen besser geputtet habe. Ich habe dadurch einige Up-and-downs gemacht und mein Par gerettet. Außerdem hatte ich auch einige Birdiechancen. Ich lag lange Even Par. Auf Loch 17, einem Par 4, habe ich aus 148 Metern zum Eagle eingelocht. Das war natürlich sehr erfreulich. Den Schwung konnte ich mit auf die 18 nehmen und habe da noch ein Birdie gespielt. Ich bin sehr happy und freue mich auf morgen“, strahlte die Falkensteinerin, als sie aus dem Recording kam.
 

Nach Runden mit 75, 72 und 69 Schlägen steht Brenske nun bei Even Par und belegt vor dem Finale Rang elf. Auf den dritten Platz fehlen ihr nur vier Schläge. Dort liegt aktuell die Französin Sara Brentcheneff. Damit ist die Hamburgerin vor der Schlussrunde nicht nur beste Deutsche, sondern hat sich auch wieder in Reichweite der Medaillenplätze gebracht.

PSH klettert

Auch Paula Schulz-Hanßen machte am dritten Tag einen deutlichen Sprung nach vorne. Die Europameisterin von 2020 unterschrieb eine 70 (-2) und verbesserte sich damit um neun Plätze auf Rang 19.
 

Die Spielerin des GC St. Leon-Rot musste früh ein Bogey hinnehmen, antwortete darauf aber sofort mit zwei Birdies. Über weite Strecken sah es nach einer sehr tiefen Runde aus. Auf den letzten vier Bahnen brachte Schulz-Hanßen noch einmal drei Birdies unter. Ein eingestreuter Doppelbogey verhinderte zwar ein noch besseres Ergebnis, dennoch war die 70 ihr bislang stärkster Score dieser Europameisterschaft. Nach 73, 74 und 70 Schlägen liegt PSH nun bei gesamt einem Schlag über Par. Damit hat sich die 23-Jährige vor der Finalrunde wieder in eine gute Position gebracht. Der Abstand zu den Top Ten ist überschaubar.

Die 18 bleibt ein Freund

Sofia Maier-Borst hat auf der Schlussbahn des Allerum GK inzwischen eine bemerkenswerte Bilanz. Zum Auftakt war ihr dort ein Eagle gelungen. Am zweiten Tag folgte ein Birdie und auch in der dritten Runde beendete die Spielerin des GC St. Leon-Rot ihren Tag mit einem Schlaggewinn.
 

Zuvor war die Runde allerdings schwieriger verlaufen. Maier-Borst startete mit zwei Bogeys und konnte nur eines davon mit einem Birdie auf Loch 5 wieder ausgleichen. Auf der Back Nine kamen zwei weitere Bogeys hinzu.
 

Mit 75 (+3) Schlägen verlor die Kurpfälzerin einige Plätze und geht nun von Rang 41 in die Schlussrunde. Nach ihrer starken 70 zum Auftakt hatte sie am zweiten Tag eine 76 gespielt.
 

Maier-Borst steht im aktuellen Ranking für den PING Junior Solheim Cup auf Platz vier. Damit hat die Athletin des Junior Team Germany gute Aussichten, im September für das europäische Team nominiert zu werden.

Schuldt unter Par

Victoria Schuldt brachte am dritten Tag ebenfalls einen roten Score ins Recording. Die Spielerin des Hamburger GC benötigte 71 (-1) Schläge und verbesserte sich damit auf gesamt zwei über Par. Nach Runden mit 72, 75 und 71 Schlägen belegt die Falkensteinerin vor dem Finale den 24. Platz.

Schlick mit starker Reaktion

Isabelle Schlick zeigte am dritten Tag eine starke Reaktion auf ihre 80 (+8) vom Vortag. Die Spielerin des GC St. Leon-Rot verbesserte sich um zehn Schläge und unterschrieb eine 70 (-2). Damit kletterte Schlick noch auf Rang 51 und schaffte den zweiten Cut. Nach ihrer 71 (-1) zum Auftakt war sie am zweiten Tag deutlich zurückgefallen. Mit der 70 meldete sie sich nun eindrucksvoll zurück und gehört zu den fünf Deutschen, die am Samstag noch einmal antreten dürfen.

Renner scheidet aus

Für Sophie Renner reichte es trotz eines frühen Birdies nicht für die Finalrunde. Die Spielerin des Stuttgarter GC Solitude hatte wie schon am Vortag ordentlich begonnen, musste auf der Back Nine aber mehrere Schlagverluste hinnehmen. Renner bekam ihre Fehler diesmal nicht mehr ausgeglichen. Nur eine Birdiechance konnte sie nutzen. Zudem gelangen ihr zu wenige Up-and-downs. Mit 78 (+6) Schlägen fiel die Schwäbin um 28 Plätze zurück.
 

„Ich habe heute, wie auch gestern, ganz solide angefangen. Heute habe ich vor allem auf den Back Nine einige schlechte Schläge gemacht, die ich nicht wirklich gut ausgleichen konnte. Ich habe leider kaum ein Up-and-down gemacht und nur eine Chance zum Birdie verwandelt. Am Ende habe ich zwar noch einige gute Schläge gemacht, aber zu einem wirklich erfreulichen Ergebnis konnte ich es nicht mehr drehen. Am Ende bin ich mit dem heutigen Tag, was das Ergebnis angeht, nicht wirklich zufrieden. Trotzdem ist in der Woche aber auch das ein oder andere in die richtige Richtung gegangen“, war die 18-Jährige, die im GC Schloss Monrepos mit dem Golf begonnen hatte. Trotz des Ausscheidens nicht ganz unzufrieden.
 

Mit gesamt elf über Par verpasste Renner den zweiten Cut. Schlaggleich war das Turnier auch für Yoo Jin Bae vom GC St. Leon-Rot und Olivia Meinecke vom Düsseldorfer GC beendet.
 

Für Renner geht der Blick nun direkt weiter. Am kommenden Wochenende tritt sie mit dem Stuttgarter GC Solitude beim Final Four der Deutschen Golf Liga presented by All4Golf an. Im GC München-Riedhof gibt es dann schon ein Wiedersehen mit den Athletinnen des Hamburger GC und des GC St. Leon-Rot.

Naughton setzt sich leicht ab

An der Spitze des Feldes liegt vor der Finalrunde Charlotte Naughton. Die Engländerin ist in Deutschland bestens bekannt. 2025 gewann sie die German International Girls im GC Bad Saarow. Im Allerum GK hat Naughton Runden mit 69, 72 und 67 Schlägen unterschrieben. Mit gesamt acht unter Par führt sie das Klassement an.
 

Zwei Schläge dahinter folgt Meja Örtengren. Die Schwedin, die 2021 ebenfalls die German International Girls gewonnen hat, kam bislang mit 71, 70 und 69 Schlägen ins Recording. Die Nummer sechs des World Amateur Golf Ranking liegt damit bei gesamt sechs unter Par.
 

Livescoring >>>

 

Weiteres zum Thema

Tipps der Redaktion