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Zu Gast im DGV-Podcast „Lange Rede, kurzes Spiel“: Freddy Schott. | © DGV

Schott: „Dieses Jahr will ich ein Major spielen“

Freddy Schott weiß genau, was er will. „Mein Traumszenario ist es, dieses Jahr mindestens ein Major zu spielen“, sagt der 24-Jährige im Podcast "Lange Rede, kurzes Spiel". Ein großer Traum, den er sich nun aktiv erfüllen möchte. Anders als in den vergangenen Jahren will Schott 2026 erstmals die Qualifikationsturniere ins Visier nehmen – mit einem klaren Ziel vor Augen. Der Zeitpunkt dafür scheint bewusst gewählt. Nach seinem Sieg auf der DP World Tour hat sich für den jungen Deutschen einiges verändert. Mehr Aufmerksamkeit, mehr Erwartungen – und gleichzeitig eine neue Ausgangslage. „Es ist nicht mehr alles wie vorher“, sagt Schott offen. Der Erfolg habe ihm Selbstvertrauen gegeben, aber auch gezeigt, wie wichtig es ist, sich schnell neue Ziele zu setzen.

 

Denn genau darin liegt eine der größten Herausforderungen: die Balance zwischen Zufriedenheit und Ehrgeiz zu finden. „Du tust dir einen Gefallen, wenn du deine Ziele anpasst“, erklärt Schott. Wer sich zu sehr auf einem Erfolg ausruht, verliert schnell den Fokus. Für ihn bedeutet das: abhaken, weitermachen und die nächsten Schritte konsequent angehen. Aktuell nutzt er eine Turnierpause, um gezielt an seinem Spiel zu arbeiten. Auf der Anlage des GC Gut Lärchenhof trainiert er unter anderem mit seinem Tour-Kollegen Max Kieffer, feilt an Ballflugkurven und überprüft seine Daten mit Trackman. Nach einem kurzen Abstecher nach Mallorca mit seiner Freundin geht er wieder in den Wettkampfmodus über – inklusive intensiver Vorbereitung auf die kommenden Turniere in Asien und Europa.

„Ich brauche immer etwas Aktives“

Für Schott ist neben dem Sport vor allem eines entscheidend: Ausgleich. „Ich brauche immer etwas Aktives“, sagt er. Ob Padel, Tennis oder andere Sportarten – Bewegung gehört für ihn zum Alltag, um auch mental frisch zu bleiben. Gleichzeitig hat sich sein Verständnis von „Zuhause“ verändert. Bei einem vollen Turnierkalender kann das genauso Mallorca oder Südafrika sein wie Deutschland. Sportlich sieht Schott seine größte Baustelle in der Konstanz. „Ich kann sehr tiefe Runden spielen“, erklärt er, „aber ich habe noch zu oft Ausreißer.“ Besonders sogenannte „Soft Bogeys“, also Fehler ohne echten schlechten Schlag, kosten ihn regelmäßig bessere Ergebnisse. Genau hier setzt er an, um den nächsten Schritt in Richtung Weltspitze zu machen.

 

Seine Stärken sind ihm hingegen genau bewusst: ein starkes Putting und die Fähigkeit, aggressiv zu scoren. „Ich habe keine Angst davor, tief zu gehen“, sagt Schott. Eine Mentalität, die ihn schon jetzt auszeichnet und ihm auf dem Weg zu seinem großen Ziel helfen könnte. Dieses Ziel heißt: Major. 2026 soll es endlich so weit sein.

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