Ausgelippt: „Wie schlecht sind deine schlechten Schläge?“
Nach rund zehn Wochen Pause ist der Podcast „Ausgelippt“ mit einer neuen Folge zurück und knüpft direkt an seine Stärken an: praxisnahe Inhalte, ganzheitliches Denken und ehrliche Einblicke ins Golftraining. In der neuen Folge dreht sich für Christoph Herrmann und Christian Marysko alles um zwei zentrale Begriffe für ein besseres Spiel: Kopplung und Konstanz. Während die Kopplung beschreibt, wie die einzelnen Bewegungsabläufe im Golfschwung zeitlich und räumlich optimal zusammenspielen, warnen die beiden Bundestrainer davor, Bewegungen isoliert zu betrachten. Entscheidend sei vielmehr, dass sich nichts „verselbstständigt“, sondern alle Elemente als Einheit funktionieren. Übungen wie die sogenannten Kopplungswürfe können dabei helfen, dieses Zusammenspiel zu entwickeln – allerdings nur, wenn sie aus dem Körperzentrum gesteuert werden und nicht durch isolierte Armbewegungen oder technische Hilfsmittel verfälscht werden.
Beim Thema Konstanz räumen Herrmann und Marysko mit einem der größten Golf-Mythen auf. Es geht nicht darum, perfekte Schläge einfach häufiger zu wiederholen. Vielmehr unterscheiden sich gute und schlechte Schläge oft nur minimal – entscheidend ist, wie groß die Streuung insgesamt ist. Konstanz bedeutet daher vor allem, die schlechten Schläge „besser“ zu machen. Der Schlüssel liegt im Training: Anstelle monotoner Wiederholungen empfehlen die Experten variantenreiche, spielnahe Übungsformen mit ständig wechselnden Aufgaben, Schlägern und Zielen. Denn genau diese „gefühlte Inkonstanz” im Training bildet die Realität auf dem Platz ab und sorgt langfristig für stabilere Leistungen.







