Schmid-Premiere, eine neue Nummer eins und Hull glänzt trotz Frust
Matti Schmid hat sich bei der Wyndham Championship 2025 mit einem dramatischen Finish erstmals für die FedExCup Finals qualifiziert. Der 27-jährige Deutsche lag vor dem Turnier auf Rang 70 im Ranking – genau auf der Grenze zum Weiterkommen. Obwohl er in der Finalrunde lange mit seinem Spiel haderte, gelangen ihm auf den letzten drei Löchern drei Birdies, darunter ein entscheidender Putt aus rund acht Metern an der 18. Spielbahn. Damit behauptete er seinen Platz im Teilnehmerfeld für das FedEx St. Jude Championship.
Den Sieg sicherte sich Cameron Young – und das eindrucksvoll. Nach sieben zweiten Plätzen spielte der 27-Jährige eine dominante Woche, setzte sich mit fünf Birdies in Folge früh ab und gewann schließlich mit sechs Schlägen Vorsprung. Mit dem Triumph wurde er zum 1.000. Turniersieger in der Geschichte der PGA Tour. Young rückt mit dem Erfolg auch in den Fokus von Ryder-Cup-Kapitän Keegan Bradley.
Japanischer Triumph in Wales
Miyu Yamashita sicherte sich mit einer eindrucksvollen Leistung ihren ersten Major-Sieg bei der AIG Womens Open 2025 in Wales. Die 23-jährige Japanerin übernahm nach zwei starken Auftaktrunden die Führung und behauptete sich dort bis zum Schluss. Mit einer finalen 70er-Runde und insgesamt -11 verwies Yamashita ihre Konkurrentinnen Minami Katsu (Japan) und Charley Hull (England) auf den geteilten zweiten Platz.
Stichwort Charley Hull: Die charismatische Engländerin sorgte im Vorfeld für Aufsehen – nicht nur mit dem Geständnis, dass sie lieber alte Major-Übertragungen aus den 70er-Jahren schaut als aktuelle Turniere, sondern auch mit ihrer ehrlichen Frustration über die eigene Form. Doch wie so oft im Golf gilt: Was vor dem Turnier war, ist schnell vergessen, wenn der erste Abschlag erfolgt ist. Hull spielte stark, kämpfte sich mit einer beeindruckenden Leistung in den Titelkampf – und wurde am Ende starke Zweite.
Mimi Rhodes ist eine der großen Überraschungen in dieser Saison auf der LET. Bereits drei Siege konnte die Engländerin in ihrer Rookie-Spielzeit erringen. Bei der Womens Open kam sie als 19. ins Ziel – und produzierte nebenbei den spektakulärsten sowie kuriosesten Schlag der Woche, vielleicht sogar überhaupt in der Turniergeschichte.
Neuer Nummer eins
Nelly Kordas Regentschaft als Nummer eins der Golfwelt ist vorerst vorbei. Ihre Platzierung auf Rang 36 bei der Womens Open war nicht genug – und so schnappt sich Thailands Jeeno Thitikul am Montag zum zweiten Mal in ihrer Karriere die Spitzenposition. Sechs Plätze lag sie am Ende vor Korda, das reichte, um den hauchdünnen Rückstand in der Weltrangliste zu drehen.
Für Korda endet damit eine bemerkenswerte Serie von 71 Wochen an der Spitze, geprägt von einem historischen Lauf (sieben Siege) im Vorjahr. Doch 2025 wartet sie bislang vergeblich auf ihren ersten Titel. Thitikul hingegen agiert ohne den großen Knall, aber effizient: Acht Top-Tens, ein Sieg bei der Mizuho Americas Open – und nun die Nummer eins der Welt.










