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Er wird dieses Jahr wohl nichts mit dem Titelkampf in Augusta zu tun haben: Scottie Scheffler. | © 2026 Augusta National

Scheffler menschelt, Matsuyama baut Cut-Serie aus

Selbst die Nummer eins der Welt hat beim 90. Masters Tournament ihre menschliche Seite gezeigt. Scottie Scheffler musste in der zweiten Runde einen Rückschlag hinnehmen. Nach elf Runden in Folge mit Par oder besser riss Schefflers beeindruckende Serie am Freitag. Eine 74 (+2) bedeutete nicht nur den Rückfall auf Even Par, sondern auch das Ende einer der längsten Erfolgsserien in der Geschichte des Masters – nur Tiger Woods und Jon Rahm waren hier noch konstanter.

 

Dabei fühlte sich das Spiel des Titelverteidigers besser an, als es das Ergebnis vermuten lässt. Vor allem die Par-5-Bahnen 13 und 15 wurden ihm zum Verhängnis: Zwei Annäherungen landeten im Wasser und führten zu kostspieligen Bogeys. „Ich habe besser gespielt, als mein Score zeigt“, erklärte Scheffler selbstkritisch. Besonders der Schlag an der 13 ärgerte ihn – ein misslungener Draw mit dem Eisen, der im Rae’s Creek verschwand. Trotz dieses Dämpfers bleibt Scheffler im Turnier und wird am Wochenende mitspielen. Doch der Traum vom dritten Green Jacket hat einen ersten Riss bekommen. Sein Rückstand auf den Führenden, Rory McIlroy, beträgt bereits zwölf Schläge.

Matsuyama bleibt Augusta-Maschine

Hideki Matsuyama dürfte mit etwas positiveren Gefühlen ins Wochenende gehen. Der Champion von 2021 spielte Runden von 72 und 70 Schlägen, steht bei zwei unter Par, hat den Cut sicher geschafft und ist weiterhin aussichtsreich positioniert. Vor allem aber baut der Japaner seine beeindruckende Serie aus. Zwölf Masters-Cuts in Folge stehen nun zu Buche, was den Bestwert im diesjährigen Feld darstellt. In der zweiten Runde glänzte Matsuyama mit sechs Birdies, darunter zwei in Serie auf den Bahnen zwei und drei sowie 14 und 15. Seine Konstanz in Augusta ist bemerkenswert: Seit 2015 verpasste er hier kein Wochenende und sammelte zahlreiche Top-25-Ergebnisse.

 

Den Rekord in Sachen „meiste Masters-Cuts in Folge” hält übrigens Tiger Woods mit 24, es folgen Fred Couples und Gary Player mit 23, und auch Bernhard Langer taucht mit 19 Cuts in Folge zwischen 1983 und 2002 in dieser Statistik oben auf.

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Hoher Cut fordert prominente Opfer

Die Bedingungen im Augusta National Golf Club waren an den ersten beiden Tagen sehr anspruchsvoll. Harte, schnelle Grüns sorgten dafür, dass der Cut bei +4 (148 Schläge) lag – der höchste Wert dieser Saison. 54 Spieler aus 15 Nationen schafften den Sprung ins Wochenende, während einige prominente Namen scheiterten. Unter anderem verpassten Bryson DeChambeau, J. J. Spaun sowie die Saisonsieger Akshay Bhatia und Robert MacIntyre den Cut. Auch zahlreiche ehemalige Champions mussten früh die Koffer packen, darunter Bubba Watson und Zach Johnson.

 

Für positive Geschichten sorgten hingegen Spieler wie Brian Harman (79–69) oder Rasmus Højgaard (78–70), die sich nach schwachen Auftaktrunden noch ins Wochenende kämpften. Unter den Debütanten führt Kristoffer Reitan mit vier Schlägen unter Par das starke Rookie-Feld an.

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