Partner des DGV

Gewinner in Memphis: Justin Rose
Gewinner in Memphis: Justin Rose | © Stacy Revere/Getty Images

Rose bissig, Fleetwood enttäuscht und Hull tollpatschig

Es wurde noch einmal ein langer Abend für alle deutschen Tour-Interessierten. Nachdem J.J. Spaun in der Finalrunde der FedEx St. Jude in der vorletzten Gruppe die Bestmarke im Clubhaus aufgestellt hatte – knapp vor seinem Spielpartner Scottie Scheffler – konnte von den beiden Engländern in der Schlussgruppe, Tommy Fleetwood und Justin Rose, nur Letzterer noch nachziehen.

 

Drei Mal gingen die beiden Major-Gewinner erneut an das 18. Loch, das sich links um die Ecke entlang eines mächtigen Teichs zieht. Nach jeweils zwei Birdies und Pars steckten die Organisatoren die Fahne um – weg vom Wasser und interessanterweise dorthin, wo der Amerikaner Spaun, im Juni Gewinner der US Open, drei Mal in Folge seinen Ball abgelegt hatte. Am Ende siegte jedoch Rose. Er lochte erneut zum Birdie, während sein Kontrahent verschob.

 

Es ist ein Sieg mit Folgen für den 45-Jährigen. Rose schob sich im FedExCup von Platz 25 auf Rang vier und wird im September aller Voraussicht nach zu Europas Ryder-Cup-Aufgebot in Bethpage gehören. Für einen Spieler, der bereits den FedExCup, ein Major und olympisches Gold gewonnen hat und die Nummer eins der Welt war, hätte der Hunger im Laufe der Jahre kleiner werden können. Doch Rose ist noch lange nicht fertig: harte Arbeit, gesunder Lebensstil, cleveres, präzises Golf – und der unerschütterliche Glaube daran, dass noch große Siege in ihm stecken. „Ich bin begeistert von dem Punkt, an dem ich mit 45 stehe“, sagte er, „und ich habe das Gefühl, dass noch eine ganze Menge Strecke vor mir liegt.“

Für die Darstellung dieser Inhalte von Instagram benötigen wir Ihre Einwilligung. Wenn Sie die Inhalte aktivieren, werden Ihre Daten verarbeitet und es werden Cookies zum Zwecke der Reichweitenmessung und des profilbasierten Online-Marketings auf Ihrem Endgerät gespeichert sowie von diesem gelesen. Informationen und Hinweise zur Einwilligungs-, Widerrufs- und Widerspruchsmöglichkeiten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung und der Datenschutzerklärung von Instagram.
Inhalte laden
Instagram-Beiträge immer entsperren

Fleetwood einmal mehr knapp vorbei

So endet die Woche in Memphis, Tennessee, mit einer englischen Erfolgsgeschichte, die gleichzeitig ein englisches Drama ist. Denn eigentlich war es Fleetwood, der über weite Strecken der Finalrunde die Führung innehatte. Doch es kam wie so oft beim sympathischen Ryder-Cup-Helden von 2023: Als im Endspurt die Kontrahenten die Putts lochten, ließ Fleetwood Schläge liegen. Er verpasste zweimal das Up-and-Down auf der 16 und 17 und musste sich am Ende mit Rang drei begnügen. Es ist das 42. Top-Zehn-Ergebnis auf der Tour für Fleetwood – kein Spieler in der Tour-Geschichte sammelte mehr, ohne dabei nicht mindestens einmal zu gewinnen.

 

„Ich habe beim letzten Mal gesagt, dass es viele positive Dinge mitzunehmen gibt – auch wenn ich mich im Moment nicht wirklich so fühle“, so Fleetwood. „Ich werde einfach darauf schauen, was ich meiner Meinung nach hätte besser machen können und wie knapp es war. Und dann geht es weiter.“

 

Nicht weiter gehen die Playoffs für die beiden deutschen Teilnehmer nach dem Stopp im TPC Southwind. Bei der BMW Championship in Maryland dürfen nur noch die besten 50 Spieler der aktuellen Rangliste mitwirken – und sowohl Matti Schmid (T38 in Memphis) als auch Stephan Jäger (T48) haben es nicht unter diese Marke geschafft. Dennoch blicken die beiden Asse aus dem Elite Team Germany auf eine fast durchweg positive Spielzeit zurück. Denn wer es unter die besten 70 der besten Liga weltweit schafft, gehört definitiv zur Elite.

Doppeltes Stechen und Fünfstücks Triumph

Im Stechen ging auch der Stopp der LIV Golf League in Chicago zu Ende – und das sogar doppelt. Sowohl in der Teamwertung als auch im Einzelwettbewerb musste der Sieger in der Nachspielzeit ermittelt werden. Am Ende wanderten die Pokale jeweils nach Südafrika. Dean Burmester setzte sich im Stechen gegen die Spanier Josele Ballester und Jon Rahm durch, während seine Teamkollegen den Playoff-Sieg für Stinger GC über Torque GC klarmachten. Martin Kaymer landete auf Position 34.

Für die Darstellung dieser Inhalte von Instagram benötigen wir Ihre Einwilligung. Wenn Sie die Inhalte aktivieren, werden Ihre Daten verarbeitet und es werden Cookies zum Zwecke der Reichweitenmessung und des profilbasierten Online-Marketings auf Ihrem Endgerät gespeichert sowie von diesem gelesen. Informationen und Hinweise zur Einwilligungs-, Widerrufs- und Widerspruchsmöglichkeiten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung und der Datenschutzerklärung von Instagram.
Inhalte laden
Instagram-Beiträge immer entsperren

Für Laura Fünfstück ist London wie eine zweite Heimat. Die 30-Jährige aus dem National Team Germany ist mit Tour-Spielerin Rosie Davies verheiratet und wohnt in der britischen Metropole. Dass ihr ausgerechnet dort ihr erster LET-Sieg gelingt, macht eine besondere Geschichte noch spezieller.

 

Pleiten, Pech und – Charley Hull! Die Engländerin, die sich als von Natur aus tollpatschig bezeichnet, lässt aktuell kaum eine Stolperfalle aus. Nach einer Viruserkrankung verhob sich die Nummer zehn der Welt beim Beladen des Autos, was zu einer Zwangspause führte. Und gerade nachdem sich die 28-Jährige wieder erholt hatte (und Zweite bei der Womens Open geworden war), verstauchte sie sich an einer Bordsteinkante den Knöchel – was erneut eine Auszeit zur Folge hatte. Die Folge: Hull konnte nicht in der Heimat antreten, besuchte aber dennoch das Turnier.

Weiteres zum Thema

Tipps der Redaktion

Partner des DGV