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66 Schläge am Samstag: Leonie Harm
66 Schläge am Samstag: Leonie Harm | © LET/Tristan Jones

Mit Tagesbestleistung: Harm setzt sich an die Spitze

Mit einer herausragenden 66er-Runde – der mit Abstand besten des Tages – hat sich Leonie Harm am Samstag an die Spitze des Leaderboards der Hills Open gespielt. Die 27-jährige Deutsche traf im Hills Golf & Sports Club bei Göteborg jedes Fairway, blieb fehlerfrei und notierte fünf Birdies – ein nahezu perfekter Auftritt, der ihr nach zwei von drei Runden die geteilte Führung bei fünf unter Par einbrachte. Gleichauf liegt die schwedische Amateurin Meja Ortengren.

 

Harm, die auf der zehnten Bahn gestartet war, profitierte von den ruhigeren Bedingungen im Vergleich zur windigen Auftaktrunde. Sie beschrieb ihre Taktik als geduldig und bewusst simpel: „Ich wollte im Moment bleiben, Schlag für Schlag spielen. Auf diesem Platz kann es ganz schnell in die falsche Richtung gehen.“ Besonders erfreulich: Harm zeigte sich nach schwierigen Monaten voller Zweifel und dem fast endgültigen Karriere-Aus sichtlich erleichtert.

 

Ein zufälliges Treffen mit Coach Scott Edwards in Saudi-Arabien hauchte ihrer Karriere neues Leben ein. „Er fragte, ob er helfen könne, nahm ein paar kleine Anpassungen vor – und plötzlich fühlte sich mein Schwung wieder wie meiner an. Letzte Woche habe ich ihn auch noch einmal aufgesucht, um am Putten zu arbeiten – und das hat sich heute ausgezahlt.“

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Quartett lauert, Sattelkau mit Par-Runde

Dicht auf den Fersen der beiden Führenden liegt ein starkes Verfolgerfeld: Lisa Pettersson (Schweden), Momoka Kobori (Neuseeland), Nastasia Nadaud (Frankreich) und Darcey Harry (Wales) rangieren nur zwei Schläge zurück. Alle vier liegen nach zwei Tagen bei insgesamt drei unter Par.

 

Am Sonntag kommt es zum Showdown: Das Führungsduo Harm und Ortengren startet um 11:30 Uhr in die finale Runde. Für Harm wäre es der erste Sieg auf der Ladies European Tour – und das nach einer sportlich und mental bewegten Zeit. Doch wie sie selbst sagt: „Wenn es morgen klappt, wäre das großartig. Aber allein die Tatsache, wieder konkurrenzfähig zu sein, ist mehr, als ich mir erträumt habe.“

 

Ebenfalls in Reichweite einer Top-Platzierung befindet sich National-Team-Germany-Spielerin Celina Sattelkau vom GC St. Leon-Rot, die nach einer starken Par-Runde am Samstag auf dem geteilten 16. Rang liegt (+2). Patricia Isabel Schmidt, Chiara Noja, Carolin Kauffmann und Verena Gimmy haben den Cut hingegen verpasst.

 

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