Garcias 58, Titelpremiere mit 16 und Regenabbruch bei Lewis-Abschied
Brooks Koepka, Michael Kim oder Min Woo Lee – das Feld der Open de France war geprägt von Spielern, die nicht allzu oft auf der DP World Tour auftauchen. Mit einer furiosen Schlussphase sicherte sich der Amerikaner Kim dabei seinen ersten internationalen Sieg seit mehr als sieben Jahren (John Deere Classic 2018). Auf den Löchern 16 und 17 spielte er Birdies, ehe er am 18. nach einem missglückten Bunkerschlag mit einem nervenstarken Par-Putt aus mehr als fünf Metern den Sieg perfekt machte.
Kim beendete das Turnier, das in diesem Jahr im Golf de Saint-Nom-La-Bretèche stattfand, mit einer fehlerfreien 65er-Runde und insgesamt 16 unter Par, einen Schlag vor Elvis Smylie und Lokalmatador Jeong weon Ko. Koepka belegte nach 14 unter Par den vierten Platz, Lee wurde geteilter Fünfter. Die besten Deutschen: Marcel Schneider und Freddy Schott auf Position 17 (-6).
LET-Siegerin mit 16
Auf der Ladies European Tour hat Kanadas Anna Huang hat bei der La Sella Open ihren ersten Titel gefeiert – und das im Alter von nur 16 Jahren, 10 Monaten und 22 Tagen. Huang spielte sie sich von Beginn an in Führung und vollendete in Spanien einen souveränen Start-Ziel-Sieg bei insgesamt 20 unter Par. Sie gewann mit sieben Schlägen Vorsprung und ist damit die jüngste Siegerin der LET-Saison 2025 sowie erst die zweite Kanadierin, die auf der Tour triumphiert – nach Brooke Hendersons Major-Erfolg 2022 in Evian.
Auf den letzten Löchern blieb die Teenagerin trotz zweier Bogeys nervenstark, lochte Birdies auf 16 und 18 und sicherte sich mit ihrem Vater als Caddie die Trophäe. Nastasia Nadaud (Frankreich) wurde Zweite, Australiens Maddison Hinson-Tolchard Dritte. Unter den Top 20: Patricia Isabel Schmidt (-5, T15) und Leonie Harm (-4, T19).
Zu viel Regen bei Lewis-Abschied
Bei der NW Arkansas Championship der LPGA Tour gab es zwei Gewinnerinnen – und das nach nur 18 Löchern Golf. Nach heftigem Regen und angesichts weiterer schlechter Wetterprognosen wurde das Turnier vorzeitig beendet. Der Platz war unspielbar, sodass die Veranstaltung nicht über mindestens 36 Löcher gehen konnte und damit als offizielles Turnier gewertet wird. So erhalten die Spielerinnen keine Punkte für die Saisonwertung. Lediglich die Ergebnisse der ersten 18 Löcher gehen in die Wertung ein. Sarah Schmelzel und Minami Katsu lagen mit -8 an der Spitze. Das Preisgeld wird dennoch vollständig ausgezahlt: 1,5 Millionen Dollar nach regulärem Verteilungsschlüssel an die Top 65 – sowie zusätzlich 500.000 Dollar, die gleichmäßig auf alle 144 Spielerinnen verteilt werden.
Für Stacy Lewis, die in Arkansas studierte, war es der letzte Auftritt bei diesem Turnier. Die Solheim-Cup-Legende hat ihren Rücktritt vom Profigolf zum Ende der Saison 2025 angekündigt. Die 40-Jährige gewann in ihrer Karriere 13 LPGA-Turniere, darunter zwei Majors, und stand zeitweise an der Spitze der Weltrangliste. Neben ihren Erfolgen als Spielerin prägte sie die Tour auch als Kapitänin des US-Solheim-Cup-Teams und als Vorreiterin für bessere Bedingungen von Spielerinnen in der Babypause. Künftig möchte Lewis mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen.
Kapalua zu trocken
Kein Neujahrs-Golf auf Maui! Die PGA Tour hat bekanntgegeben, dass The Sentry 2026 (ab 5. Januar) nicht wie gewohnt auf dem Plantation Course in Kapalua ausgetragen wird. Grund ist die anhaltende Dürre auf Maui, die zu Wasserknappheit und Einschränkungen bei der Platzpflege geführt hat. Obwohl sich die Bedingungen in den kommenden Monaten verbessern könnten, sei es nicht möglich gewesen, die Vorbereitung und Durchführung eines Events in Tour-Qualität zu garantieren. Gemeinsam mit Sentry Insurance, dem Bundesstaat Hawaii, Maui County und dem Kapalua Resort habe man deshalb die Entscheidung getroffen, die Austragung 2026 zu verlegen. Weitere Details zum neuen Veranstaltungsort sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.
Sergio Garcia hat nach seinem LIV-Wechsel nicht mehr auf der PGA Tour abgeschlagen, sorgte aber vergangene Woche mit einer Runde im heimischen Austin Country Club für Aufsehen. Europas Rekord-Punktegarant beim Ryder Cup veröffentlichte das Ergebnis einer Privatrunde: Zwölf Birdies, sechs Pars, 58 Schläge.








