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Sieger in Harbour Town: Matt Fitzpatrick
Sieger in Harbour Town: Matt Fitzpatrick | © Tracy Wilcox/PGA TOUR via Getty Images

Fitzpatrick nervenstark, bittere Zeitstrafe und neue LIV-Sorgen

Als es darauf ankam, zeigte Matt Fitzpatrick seine ganze Klasse. Der Engländer verpasste es mit einem Wackler am 72. Loch, sich vorzeitig zum Sieger des RBC Heritage in Harbour Town zu küren. Gleichzeitig konnte Scottie Scheffler mit späten Birdies gleichziehen. Die Entscheidung sollte im Stechen fallen. Fitzpatrick musste die späte Enttäuschung abschütteln, sich gegen den besten Golfer der Welt behaupten und durfte sich zudem nicht von den spürbar für Scheffler gestimmten Zuschauern beeinflussen lassen. Das gelang ihm eindrucksvoll.

 

Nach einem stabilen Abschlag spielte er seinen Ball mit einem Eisen 4 nah an die Fahne. Während Scheffler, der zuvor eine fehlerfreie 67 notiert hatte, mit seiner Annäherung patzte, verwandelte der 31-Jährige seinen Birdie-Putt und schlüpfte zum zweiten Mal in das Siegerjackett im Tartanmuster. Der Lohn: In der Weltrangliste verbessert er sich auf Rang drei, zudem erhält er 3,6 Millionen Dollar Preisgeld.

 

„Das bedeutet mir alles“, sagte der Turniersieger, der als Kind mit seiner Familie regelmäßig Urlaub in Hilton Head machte. „Das ist ein Turnier, das ich als Kind mehr gewinnen wollte als jedes Major – bevor ich das Spiel wirklich verstanden habe. Gegen Scottie zu spielen und es am Ende für mich zu entscheiden, ist etwas Besonderes.“

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Green siegt und siegt und siegt

Auch die LA Championship der LPGA Tour endete in einem Playoff. Auf dem elften Grün der Finalrunde lag Hannah Green noch sechs Schläge zurück. Dass es für die australische Major-Siegerin am Ende dennoch zum Titel reichte, lag vor allem an vier Birdies in Folge auf den Löchern 13 bis 16. Eine 68er-Runde brachte sie schließlich ins Stechen mit Sei Young Kim und Jin Hee Im.

 

Ein weiteres Birdie auf dem ersten Extraloch bescherte der 29-Jährigen aus Perth nach ihren Erfolgen bei der HSBC Women’s World Championship in Singapur sowie der Womens Australian Open und der Australian WPGA Championship bereits den vierten Sieg des Jahres.

 

Playoff-Teilnehmerin Im hatte bereits am Samstag einen bitteren Schlagverlust hinnehmen müssen – nicht wegen schlechter Schläge, sondern aufgrund zu langsamer Spielweise. Ihre Runde wurde dadurch mit einer 69 statt einer 68 gewertet. Am Ende erwies sich diese Strafe als folgenschwer.

Cinks Triumphzug, Gögele T22

Bei der Senior PGA Championship entwickelte sich das Finale weniger zu einem Thriller als zu einem beeindruckenden Triumphzug. Stewart Cink legte im Concession Golf Club ein Tempo vor, das die Konkurrenz nicht mehr mitgehen konnte. Die Zahlen sprechen für sich: sieben Birdies, ein Eagle, keine Bogeys, 63 Schläge.

 

So sicherte sich der 52-jährige Open-Champion von 2009 mit sechs Schlägen Vorsprung auf Landsmann Ben Crane den Titel. Aus deutscher Sicht erfreulich: Thomas Gögele belegte nach Runden von 73, 68, 71 und 72 Schlägen den geteilten 22. Platz und erzielte damit das beste Major-Ergebnis seiner Karriere.

Drama in Südafrika

Dramatisch ging es hingegen bei der Joburg Ladies Open zu. Drei Spielerinnen lagen am Ende schlaggleich an der Spitze. Während das Stechen für Lokalmatadorin Casandra Alexander mit einem Bogey früh beendet war, dauerte es noch vier weitere Löcher, ehe sich Agathe Laisné gegen Kirsten Rudgeley durchsetzen konnte.

Besonders bemerkenswert: Aufgrund der einbrechenden Dunkelheit wurde das 18. Loch, ein Par 5, auf etwa 70 Meter verkürzt und als Par 3 gespielt. Ein Birdie der Französin brachte schließlich die Entscheidung.

„Es war stressig“, sagte die zweimalige Saisonsiegerin. „Es waren wirklich viele Löcher, aber ich bin glücklich, dass es gut für mich ausgegangen ist.“

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Turbulente Woche für die LIV Golf League

Zunächst zum Sportlichen: Während Martin Kaymer beim Turnier der LIV Golf League im Chapultepec Golf Club (nahe Mexiko-Stadt) als 25. ins Ziel kam, sicherte sich Jon Rahm nach einer enttäuschenden Masters-Woche einen souveränen Sieg. Der Spanier lag am Ende sechs Schläge vor Landsmann David Puig. Bryson DeChambeau musste nach drei Runden wegen einer Handgelenksverletzung aufgeben.

 

Für zusätzliche Unruhe sorgten Berichte, wonach der Public Investment Fund die Finanzierung nur noch bis zum Ende der Saison sichern soll. Bereits zuvor war spekuliert worden, dass auch die verbleibenden acht Turniere in diesem Jahr auf der Kippe stehen könnten – was LIV-Offizielle allerdings dementierten. Laut „The Athletic“ wurden Mitglieder des Führungsteams rund um das Masters zudem über mögliche personelle Veränderungen informiert.

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