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Ehemaliger deutscher Fußballspieler und heutiger Funktionär: Oliver Bierhoff. | © DGV

„On Course“: Bierhoff zwischen Fußballkarriere und Fairway

Bei Traumwetter und Alpenpanorama wird schnell klar: Für Oliver Bierhoff ist Golf weit mehr als ein Hobby. Bereits im Alter von 14 Jahren brachte er sich den Sport selbst bei – ganz pragmatisch mit geliehenen Schlägern, die er ans Fahrrad spannte, und Technik aus Büchern. Während seiner Zeit als Fußballprofi, besonders in Italien, wurde Golf für ihn ein wichtiger Ausgleich. „Zeit zum Runterkommen“ nennt er es – eine Form der Regeneration, die ihm im hektischen Fußballalltag half.

 

Der ehemalige Stürmer bringt seine Mentalität aus dem Leistungssport mit auf den Golfplatz. Er beschreibt sich selbst als „ambitioniert und sportlich“ – Eigenschaften, die ihn auch im Golf antreiben. Zwischenzeitlich spielte er ein Handicap von 13 und bildete sich mit amerikanischen Golfmagazinen weiter. Wie viele Golfer sagt auch er über sein Spiel: „Die Fehler erkenne ich, ich kann sie nur nicht abstellen.“ Eine ehrliche Einschätzung, die zeigt, wie anspruchsvoll dieser Sport bleibt – selbst für einen Profisportler.

Gemeinsame Leidenschaft und große Momente

Für Bierhoff war Golf auch immer ein soziales Erlebnis. Bei der Nationalmannschaft spielte er regelmäßig mit Andreas Köpke. Dabei ging es nicht nur um Leistung, sondern auch um Austausch und Entspannung. Zu den Höhepunkten seiner Golfleidenschaft zählen die Teilnahmen an Pro-Am-Turnieren der BMW International Open sowie sein Einsatz als Caddie beim legendären Par-3-Contest in Augusta für Martin Kaymer.

 

Im Gespräch wird deutlich, wie unterschiedlich Golf und Fußball sind. Während im Mannschaftssport die Verantwortung geteilt wird, steht man im Golf allein unter Druck. Gerade deshalb faszinieren Bierhoff Wettbewerbe wie der Ryder Cup, bei dem für ihn Leidenschaft und Druck perfekt vereint sind. Dieser steht noch auf seiner persönlichen Bucket List. Bierhoff schätzt die Tradition des Golfsports, sieht aber auch die Notwendigkeit, ihn moderner und medial attraktiver zu gestalten. Seine Begeisterung dafür ist nach wie vor ungebrochen: „Golf ist so ein geiler Sport.“

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