Zukunft von LIV Golf ungewiss: Zweifel an weiterer Finanzierung
Die Zukunft der von Saudi-Arabien finanzierten LIV Golf League steht offenbar auf der Kippe. Mehrere Medienberichte deuten darauf hin, dass der wichtigste Geldgeber, der staatliche Public Investment Fund (PIF), seine Unterstützung überdenken könnte – mit potenziell weitreichenden Folgen für die noch junge Tour.
Finanzierung durch saudischen Staatsfonds fraglich
Wie unter anderem die Financial Times berichtet, prüft der Fonds derzeit, ob er sein Engagement bei LIV Golf künftig zurückfahren oder sogar ganz einstellen soll. Eine Entscheidung könnte demnach zeitnah fallen. Hintergrund sind wirtschaftliche Belastungen, die den milliardenschweren Staatsfonds zuletzt getroffen haben. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Konflikt mit dem Iran, sollen die Einnahmen Saudi-Arabiens deutlich beeinträchtigt haben. So habe die zeitweise Schließung wichtiger Öltransportrouten die Exporte erheblich reduziert.
Mehr Investitionen in nationale Projekte
Parallel dazu hat der PIF seine strategische Ausrichtung angepasst. Künftig sollen Investitionen stärker auf nationale Projekte konzentriert werden, während internationale Engagements – insbesondere solche ohne klaren wirtschaftlichen Ertrag – kritischer bewertet werden. Genau hier liegt das Problem für LIV Golf: Seit dem Start der Liga im Jahr 2021 sind mehr als fünf Milliarden US-Dollar in das Projekt geflossen, ohne dass sich bislang nachhaltige Einnahmen oder externe Investoren für die Teams gefunden hätten. LIV-CEO Scott O’Neil hatte selbst eingeräumt, dass es möglicherweise noch Jahre dauern könnte, bis die Serie profitabel arbeitet.
Angeblich Krisentreffen in New York
Auch intern scheint die Unsicherheit zu wachsen. Laut The Athletic wurden Mitglieder des Führungsteams bereits rund um das Masters über mögliche personelle Veränderungen informiert. Der Telegraph berichtete zudem von kurzfristig einberufenen Krisentreffen in New York. Hinter den Kulissen soll intensiv nach alternativen Finanzierungsquellen gesucht werden – bislang offenbar ohne Erfolg.
LIV-Boss O’Neil dementiert Gerüchte
Nach außen bemüht sich die Liga jedoch um Stabilität. O’Neil versicherte in einer internen Mitteilung, dass der Spielbetrieb wie geplant fortgesetzt werde. „Ich möchte ganz klar sagen: Unsere Saison läuft unverändert weiter – ohne Unterbrechungen und mit voller Kraft“, schreibt er. Trotz der anhaltenden Spekulationen sieht er die Organisation weiterhin auf Kurs und betont den Anspruch, den Status quo im Golfsport herauszufordern. „Die Gerüchte sind falsch“ betont er.
Garcia reagiert gelassen
Auch auf Spielerseite herrscht offiziell Gelassenheit. Vor dem aktuellen Turnier in Mexiko erklärte Sergio García: „Ehrlich gesagt, ihr wisst ja, wie solche Gerüchte sind. Es gibt immer viele davon. Mehr kann ich dazu nicht sagen.“ Konkrete Informationen über mögliche Veränderungen habe es für die Spieler bislang nicht gegeben. Sportlich verlief die jüngste Zeit für LIV allerdings durchwachsen. Beim Masters konnte lediglich Tyrrell Hatton mit einem geteilten dritten Platz überzeugen. Andere prominente Namen wie Jon Rahm blieben hinter den Erwartungen zurück, während Bryson DeChambeau den Cut verpasste.
Klar ist scheint aktuell nur eines zu sein: Wie es mit LIV Golf weitergeht, ist offen. Im Video (unten) fasst der US-Sender Golf Channel zusammen, was bislang bekannt ist.









