Ein Auswärtsspiel und ein Heimspiel
PGA & DP World Tour: Ryder Cup
Bethpage Black Course, New York, 26. bis 28. September
Schon vor dem anstehenden Wochenende steht fest: Der Ryder Cup 2025 wird diese Woche die Golf-Medienlandschaft fest im Griff haben. Vom 26. bis 28. September treffen die Teams im legendären Bethpage Black Course in New York aufeinander. Für Europa schlüpft erneut Luke Donald in die Kapitänsrolle, während die USA mit Keegan Bradley erstmals einen aktiven PGA-Tour-Profi als Captain ins Rennen schicken.
Das US-Team wird vom Weltranglistenersten Scottie Scheffler angeführt, der seine dritte Ryder-Cup-Teilnahme bestreitet. Neben ihm stehen erfahrene Spieler wie Xander Schauffele, Patrick Cantlay und Bryson DeChambeau im Aufgebot. Gleichzeitig setzt Bradley auf vier Rookies: Cameron Young, Ben Griffin, J. J. Spaun und Russell Henley.
Europa tritt mit einer nahezu unveränderten Mannschaft an, die 2023 in Rom triumphierte. Neben Rory McIlroy, für den es die achte Ryder-Cup-Teilnahme ist, stehen Jon Rahm, Viktor Hovland, Tommy Fleetwood und Matt Fitzpatrick im Kader. Einziger Neuling ist Rasmus Højgaard, der seinen Zwillingsbruder Nicolai ersetzt, der in Rom dabei war.
Spannung verspricht der Kampf der Leitfiguren: Während Scheffler nach einer dominanten Saison auf der PGA Tour im Fokus steht, gilt McIlroy als Herz und Seele der Europäer. Sein erklärtes Ziel: endlich wieder ein Auswärtssieg, der seit dem „Miracle at Medinah“ 2012 ausblieb.
Auch die Neulinge könnten das Zünglein an der Waage sein. Besonders Cameron Young wird als Lokalmatador in New York auf großen Rückhalt zählen können. Europa hingegen baut auf seine Geschlossenheit – und die Erfahrung eines Teams, das in Rom eindrucksvoll dominierte.
Der Austragungsort selbst trägt zum Mythos bei: Bethpage Black gilt als einer der härtesten Plätze der Welt – mit tiefem Rough, tückischen Bunkern und physischer wie mentaler Herausforderung. Nach dem klaren 16,5:11,5-Sieg Europas 2023 stellt sich nun die Frage: Gelingt erneut ein Auswärtssieg – oder schlagen die Amerikaner zurück?
Ladies European Tour: Lacoste Ladies Open de France
Golf Barriere, Frankreich, 25. bis 27. September
Zum Abschluss eines intensiven September-Swings macht die Ladies European Tour (LET) Halt in Frankreich. Vom 25. bis 27. September geht es in die Normandie zur traditionsreichen Lacoste Ladies Open de France, die in diesem Jahr zum 35. Mal ausgetragen wird. Gespielt wird wie gewohnt auf dem Golf Barrière in Deauville, einem festen Bestandteil des LET-Kalenders seit 1987.
Die Augen richten sich besonders auf Chiara Tamburlini. Die Schweizerin holte 2024 in Deauville ihren zweiten LET-Sieg, als sie sich im Stechen mit einem Birdie gegen Kirsten Rudgeley durchsetzte. Nun kehrt sie zurück, um ihren Titel zu verteidigen. Frankreich ist mit 17 Spielerinnen vertreten, darunter die früheren Siegerinnen Céline Herbin (2015) und Céline Boutier (2021). Auch LET-Titelträgerinnen wie Anne-Lise Caudal, Camille Chevalier und Anne-Charlotte Mora wollen vor heimischem Publikum glänzen.
Insgesamt treten 96 Spielerinnen aus 31 Nationen im 54-Löcher-Format an. Nach zwei Runden erfolgt ein Cut für die besten 60 Spielerinnen. Mit dabei sind acht Saisonsiegerinnen von 2025, darunter die erst 16-jährige Anna Huang, die vergangene Woche bei der La Sella Open in Spanien für Furore sorgte. An der Spitze der Ranglisten thront weiterhin Mimi Rhodes. Die Engländerin führt sowohl die LET Order of Merit als auch das Rookie-of-the-Year-Ranking an und möchte ihren Vorsprung in Frankreich ausbauen.
Mit Laura Fünfstück, Alexandra Försterling, Helen Briem, Patricia-Isabel Schmidt, Verena Gimmy, Leonie Harm und Carolin Kauffmann sind sieben deutsche Spielerinnen dabei. National-Team-Germany-Spielerin Schmidt und Harm sammelten mit jeweils einem Top-20-Ergebnis in Spanien Selbstvertrauen.
Legends Tour: Winstongolf Senior Open
Winstongolf, Vorbeck, 26. bis 28. September
Vom 26. bis 28. September 2025 findet in Mecklenburg-Vorpommern ein besonderes Golf-Highlight statt: die WINSTONgolf Senior Open. Im Mittelpunkt steht Bernhard Langer, der 67-jährige Ausnahmegolfer, zweifache Masters-Sieger und Rekordchampion der PGA Tour Champions. Seine Rückkehr auf den WINSTONopen Course verspricht ein Golfwochenende mit Gänsehautmomenten und könnte eine der letzten Gelegenheiten sein, ihn live in Deutschland zu erleben.
„WINSTONgolf ist für mich ein besonderer Ort – nicht nur wegen des Platzes, sondern auch wegen der Menschen hier”, sagt Langer. „Es ist immer etwas Besonderes, vor deutschem Publikum zu spielen.” Auf dem anspruchsvollen Course sind Präzision und Taktik gefragt – genau die Stärken, die den Anhausener seit Jahrzehnten auszeichnen.
Das Teilnehmerfeld ist prominent besetzt: Thomas Gögele, Stephen Dodd, James Kingston, Jarmo Sandelin und Costantino Rocca sind ebenfalls dabei. Golf-Fans erinnern sich besonders an Rocca, der 1997 den Ryder Cup gegen Tiger Woods gewann. Neben Gögele und Langer gehen mit Sven Strüver und Christoph Günther zwei weitere deutsche Senioren an den Start.
Für zusätzliche Dynamik sorgen die Profis der LET Ü45: Patricia Beliard, Stefania Croce, Elisabeth Esterl, Rebecca Hudson und Ellen Smets sind auch 2025 wieder mit von der Partie. Ihre Auftritte sind beim Publikum beliebt, da sie eine andere Facette des Spitzengolfs zeigen und die Nähe zu den Fans suchen.
Das Turnier wird über drei Runden im bewährten Dunhill-Format ausgetragen. Am Freitag und Samstag bilden Profis und Amateure Teams, während es am Sonntag für die 60 Professionals um den Titel und ein Preisgeld von insgesamt 500.000 Euro geht, wovon der Sieger 75.000 Euro erhält. Der Eintritt ist an allen Tagen frei und es sind ausreichend Parkplätze vorhanden.
Weitere Turniere mit deutscher Beteiligung:
Sunshine Tour: Vodacom Origins of Golf
Devonvale Golf & Wine Estate, Südafrika, 26. bis 28. September
Allen John
Asian Tour: Mercuries Taiwan Masters
Taiwan Golf and Country Club, Taiwan, 25. bis 28. September
Dominic Foos








