Die häufigsten Gründe fürs Toppen – und die besten Gegenmittel
Kennen Sie dieses unangenehme Gefühl, wenn Sie Ihren Ball lediglich mit der Unterkante Ihres Schlägers treffen? Die Kugel hoppelt dann ein paar Meter über die Wiese und irgendjemand aus Ihrem Flight ruft: „Da hast du mal wieder den Kopf zu schnell hochgenommen!“ Natürlich wissen Sie, was gemeint ist. Jeder, der Golf spielt, weiß es. Viele allerdings kennen nicht die Ursachen dafür, dass sie Bälle toppen, wie es im Golf-Jargon heißt. Karl Villwock erklärt sie in seinem Video – und er stellt klar: Es liegt nicht daran, dass Sie zu früh hochschauen!
So lösen Sie 80 Prozent der Treffpunkt-Probleme
Toppen Sie den Ball, hat das fast immer mit der Position des tiefsten Punktes im Schwungbogen zu tun. „Entweder er ist zu weit rechts, zu weit links oder insgesamt zu hoch“, erklärt Villwock. Ursache eins: Der tiefste Punkt befindet sich zu weit rechts, das heißt, der Schläger bewegt sich am Ball schon wieder nach oben. Meistens kommen Sie dann zu sehr von innen an den Ball. Oder der Körper bleibt im Treffmoment zu weit hinter dem Ball. Auch das klassische Löffeln ist ein häufiger Grund für getoppte Bälle. Villwock rät: „80 Prozent der Probleme löst man, wenn man gerade ausholt.“ Im Video erklärt er eine Übung, bei der Sie den Schläger anders greifen als gewohnt und mehr Platz lassen zwischen Ihren Händen – so können Sie der Löffel-Bewegung entgegenwirken.
Villwocks Lieblingsübung
Die zweite Ursache: Der tiefste Punkt liegt zu weit links, der Schläger befindet sich im Treffpunkt noch in der Abwärtsbewegung. Dann kommt man oft von außen an den Ball, erklärt Villwock. Seine Lieblingsübung: Den Schläger einmal falsch herum halten, also mit der Spitze des Schlägerkopfes nach unten, und den Abschwung bewusst übertrieben „von innen“ üben. Villwock zeigt’s im Video. Bewegt sich der Oberkörper zu stark nach links, gilt: „Den Kopf auf einer Stelle lassen, die Hüfte nach vorne rausschieben.“
Viele schwingen zu flach
Der dritte häufige Grund für einen zu hohen tiefsten Punkt: ein zu flacher Schwung. „Die linke Schulter dreht sich nicht genug nach unten, die Arme gehen zu flach um den Körper“, erklärt Villwock. Besser: Die linke Schulter sollte im Rückschwung leicht nach unten zeigen, die Arme eher nach oben arbeiten. Auch Angst, in den Boden zu schlagen, führt oft dazu, dass Golfer die Arme zu sehr anziehen und die Bälle toppen.
Analysieren Sie Ihren Schwung
Wer sich nicht sicher ist, welche Ursache vorliegt, kann Villwocks Universalübung machen: Ball in die Mitte, Stand hüft- bis schulterbreit, Hände leicht vorm Ball. Dann machen Sie einen „großen Chip“. Bedeutet: Die linke Hüfte wird etwas nach links geschoben, der Kopf bleibt dabei stabil. Im Ausholen geht die linke Schulter runter, im Durchschwung die rechte – und das Gewicht bleibt links. „So bekommt man den tiefsten Punkt zuverlässig tief genug“, erklärt der Experte.
Villwocks Fazit: Wenn Sie den Ball toppen, liegt es nicht daran, dass Sie zu früh hochschauen. Stattdessen gilt es, den Schwung zu analysieren und herauszufinden, warum der tiefste Punkt zu hoch ist.









