Der unterschätzte Schlüssel zu besseren Scores
Gehören Sie auch zu jenen Golfern, die viel Zeit in ihren Schwung investieren? Tüfteln Sie an kleinsten Details auf der Driving Range, um endlich Ihr Wunsch-Handicap zu verbessern? Verbringen Sie immer wieder Stunden auf dem Übungsgrün, weil Sie beim Putten noch immer zu viele Schläge verlieren? Dann geht es Ihnen wie so vielen anderen auch. Möglicherweise vergessen Sie dabei aber – ebenfalls wie viele andere – einen wichtigen Faktor: Das Kurs-Management, die Taktik also. Für Fabian Bünker eines der zentralen Themen, auf jedem Level.
Ein weit verbreitetes Missverständnis
„Die meisten Golfer glauben: Wenn ich besser spielen will, muss ich besser schlagen“, sagt er im Video (s.u.). „Aber was, wenn ich dir sage, dass du dein Spiel verbessern kannst, ohne einen Schlag besser auszuführen, sondern einfach dadurch, dass du bessere Entscheidungen triffst?“ Hier sieht der PGA Golf Professional den Kern eines guten Course-Managements – indem Sie jeden Schlag bewusst vorbereiten, anstatt die Bahnen einfach herunterzuspielen.
Spielen Sie mit dem Platz – nicht gegen ihn
Bünker macht immer wieder die Erfahrung, dass sich viele Golfer ausschließlich auf Technik und Mentaltraining konzentrieren. Die Taktik hingegen wird häufig unterschätzt. Einer seiner wichtigsten Ratschläge: Statt zu früh die Fahne anzugreifen, sollten Sie Ihre eigene Streuung in die Planung einbeziehen und den Ball bewusst so platzieren, dass der nächste Schlag möglichst einfach wird. „Du spielst nicht mehr gegen den Platz, sondern mit dem Platz“, sagt er.
Ein klarer Plan sorgt für Ruhe
Der Vorteil liegt nicht nur in besseren Entscheidungen, sondern auch in einer verbesserten mentalen Verfassung. Wer bereits vor dem Schlag einen klaren Plan entwickelt hat, nimmt Unsicherheit aus seinem Spiel. Das fördert das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Viele Fehler nämlich, so sieht es Bünker, entstehen deshalb, weil Golferinnen und Golfer vor dem Schlag zwischen zu vielen verschiedenen Optionen schwanken. Ein klarer Plan sorgt dagegen für mehr Sicherheit und einen freieren Schwung.
Konstanz statt Heldenschläge
Klar ist: Am Ende gehe es nicht darum, das Spiel zu perfektionieren, sondern unnötige Fehler zu vermeiden. Wer Risiken bewusst reduziert und seine Entscheidungen an den eigenen Stärken ausrichtet, spielt meistens konstanter. Bünkers Rat: Wer sein Handicap verbessern möchte, sollte nicht nur an der Technik arbeiten, sondern auch lernen, den Golfplatz strategischer zu spielen. Oft lassen sich dadurch Schläge einsparen, ohne den eigenen Schwung überhaupt verändern zu müssen.








