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Erklärt ihren Chip: Olivia Cowan aus dem Golf Team Germany. | © golfsupport.nl/DGV/Stebl

Cowan verrät ihre Chip-Geheimnisse

Das kurze Spiel gehört im Golf bekanntermaßen zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren. Das gilt im Amateursport und genauso bei den Profis. Keine Überraschung also, dass auch Olivia Cowan aus dem Golf Team Germany im Training großen Wert auf die Schläge rund um das Grün legt. In einem Video (s.u.) gibt sie Einblicke in ihre Strategien im kurzen Spiel und erklärt, warum sie sich beim Chippen vor allem auf ihr Gefühl verlässt. 

Cowans Techniktipps

Für einen flachen Standard-Chip, der weit rollen darf, greift die 30-Jährige bevorzugt zum 56-Grad-Wedge. Der Ball liegt dabei eher am rechten Fuß, die Schlagfläche ist leicht geschlossen. „Dadurch, dass ich den Ball flacher spielen möchte und mehr Roll haben möchte, wird er eher vom rechten Fuß gespielt. Schläger ein bisschen mehr zu – und dann schwingen“, erklärt sie. Bei der Distanzkontrolle verändert Cowan nur selten ihre Griffposition. Stattdessen arbeitet sie lieber über die Länge der Ausholbewegung. Interessant ist vor allem, wie intuitiv Cowan ihr kurzes Spiel beschreibt. Selbst nach einer Kurzspielstunde bei einem Trainer sei es ihr schwergefallen, ihre Technik in Worte zu fassen. „Er hat mich gefragt, wie ich diesen Schlag spielen würde. Ich mache es einfach so, wie ich es in dem Moment fühle.“

Welchen Schläger Cowan bevorzugt

Auf den oft harten Grüns der LPGA Tour greift Cowan meist zu ihrem Lieblingsschläger – dem Lobwedge. „Bei uns sind die Grüns sehr hart. Da ist mir das Lob Wedge lieber, weil ich damit ein bisschen mehr Kontrolle habe“, sagt sie. Einen klassischen „Bump-and-Run“ mit einem Eisen spielt sie dagegen nur äußerst selten. „Ich bin da gar kein Fan von. Ich fühle mich wohler, wenn ich den Ball höher spiele.“ Auch bei kurzen, höheren Chips setzt Cowan auf einen klaren Bewegungsablauf: Der Ball liegt dann eher am linken Fuß, die Schlagfläche ist mehr geöffnet und sie pendelt mutig durch den Treffpunkt.  

Was auffällt: Cowans Hände bleiben ruhig, die Bewegung kommt überwiegend aus der Körperrotation. Der wichtigste Rat der Deutschen lautet deshalb: den Ball nicht vorsichtig anschieben, sondern den Schlag mutig und mit Überzeugung ausführen.

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