Back über die Erfahrung Augusta
Es war aus sportlicher Sicht nicht ganz das erhoffte Ergebnis. Charlotte Back, Nationalspielerin vom amtierenden Deutschen Mannschaftsmeister GC St. Leon-Rot, musste in Runde zwei des Augusta National Women's Amateur verletzungsbedingt vorzeitig aufgeben. Die 21-Jährige war bereits mit Rückenproblemen angereist, überstand Durchgang eins, dann war aber Schluss. Gesundheit geht vor. Die Information am Donnerstagabend war klar und deutlich: „Ich kann keinen Ball mehr schlagen“, so Back.
So schied die Studentin der University of Arizona ebenso vorzeitig aus wie ihre Landsfrau Lily Reitter (78, 72), die zu viele Schläge auf der Karte hatte, um es ins Finale zu schaffen. Zumindest konnte Back am Freitag und Samstag noch den Augusta National GC besuchen und ein paar Eindrücke von jener Anlage sammeln, auf der alljährlich das Masters Tournament stattfindet. Back durfte nach den beiden Durchgängen im benachbarten Champions Retreat GC am Freitag immerhin noch auf der berühmten Anlage des National laufen und putten. Der Rücken ließ keine größeren Belastungen zu.
„Es war trotzdem atemberaubend. Wir haben uns im Finale noch ein paar Gruppen angeschaut und saßen an der 18. Es waren sehr viele Zuschauer da, was wirklich sehr schön war. Und ich habe natürlich auch ein paar Sachen gekauft, aber tatsächlich mehr für andere als für mich. Es war rappelvoll im Shop, der aber eine gute Auswahl an Souvenirs hat“, so Back. Klar wurden da auch ein paar Erinnerungsfotos gemacht. Direkt an der berühmt-berüchtigten Hogan Bridge hielt sie das Erlebnis Augusta mit Eltern und Trainern fest.
Der Sieg beim ANWA 2026 ging an María José Marín von der University of Arkansas. Für die 19-jährige Kolumbianerin war es zwar bereits der vierte Start beim Event, im Vorjahr hatte sie allerdings den Cut verpasst. Marín triumphierte mit einem ANWA-Rekord-Gesamtscore von -14 (65, 69, 68) vor der Spanierin Andrea Revuelta (-10) und der Koreanerin Soomin Oh (-9). „Für mein Heimatland Kolumbien zu spielen, wird mich immer mit maximalem Stolz erfüllen. Es bedeutet mir alles, zu wissen, dass das Land hinter mir steht“, so Marín.
Wie geht es für Back nun nach dem Erlebnis Augusta weiter? „Ich fliege erst einmal zurück nach Tucson, wo ich am Montag und Dienstag drei Arzttermine habe. Ich hätte eigentlich ein Turnier in Dallas gespielt, aber das hatte ich schon am Mittwoch nach meiner ersten Runde abgesagt“, so Back. In Runde zwei sei es ihr beim Probeschwung auf Bahn 13 heftig in den Rücken geschossen, das Medical Team kam auf den Platz und sie musste vorzeitig aufgeben. „Mittlerweile ist es etwas besser, aber ich spüre es sehr beim Laufen, Sitzen und Stehen, sodass selbst die letzten zwei Tage schwer für mich waren. Aber Augusta muss man mal erleben, daher war es Augen zu und durch.“









