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Im Fokus: Lottie Woad, Brian Campbell und die Trophäe für den FedExCup-Sieger
Im Fokus: Lottie Woad, Brian Campbell und die Trophäe für den FedExCup-Sieger | © LET (Tristan Jones), golfsupport.nl

Amateurin düpiert die Elite, Campbell siegt, FedExCup wird umgebaut

Brian Campbell hat bei der John Deere Classic seinen zweiten Saisonsieg auf der PGA Tour gefeiert – erneut im Stechen. Der 31-jährige Amerikaner setzte sich mit einer 67er-Schlussrunde und einem Par am ersten Extraloch gegen Emiliano Grillo durch. Zuvor hatte Campbell bereits im Februar die Mexico Open im Playoff gewonnen. Außer bei seinen beiden Siegen landete er in dieser Saison nie unter den Top 30 – eine Saison der Extreme.

 

Auch Max Homa lag am Sonntag nach frühen Biridies zwischenzeitlich in Führung. Doch der sechsmalige PGA-Tour-Gewinner schaffte es nicht, seinen ersten Sieg seit mehr als zwei Jahren einzufahren. Immerhin: Ihm gelang mit Platz fünf die beste Platzierung der vergangenen 15 Monate.

 

Die PGA Tour ändert das Auszahlungssystem für die FedExCup-Boni grundlegend: Der große Sieger in East Lake bekommt künftig "nur noch" zehn Millionen Dollar – bislang waren es 25 Millionen. Statt wie bisher die gesamte Prämie nach der Tour Championship zu vergeben, wird das Preisgeld in drei Phasen verteilt. Bereits nach dem regulären Saisonende (Wyndham Championship) erhält der Führende zehn Millionen Dollar. Damit folgt die PGA Tour auf ihre Ankündigung, beim Tour-Finale künftig auf das umstrittene Starting-Strokes-Format zu verzichten und wieder traditionelles Zählspiel einzuführen.

Woad dominiert Irish Open, LET-Chefin tritt zurück

Lottie Woad hat der internationalen Golfwelt erneut gezeigt, warum sie als eines der außergewöhnlichsten Talente ihrer Generation gilt. Die 21-jährige Engländerin aus Surrey, derzeit Nummer eins der Amateur-Weltrangliste, sicherte sich bei der Womens Irish Open im Carton House ihren ersten Titel auf der Ladies European Tour – und das mit eindrucksvollen sechs Schlägen Vorsprung.

 

Mit ihrem Sieg in Irland schreibt Woad ein weiteres Kapitel in ihrer bemerkenswerten Laufbahn, zu der bereits ein Triumph beim Augusta National Womens Amateur 2024 und eine Top-Ten-Platzierung bei der Womens Open gehören. Dennoch will sie sich weiterhin Zeit lassen: Der Schritt ins Profilager ist geplant, aber noch nicht vollzogen.

 

Ein Führungswechsel steht bevor: Alexandra Armas, CEO der Ladies European Tour (LET), wird ihr Amt zum 1. Oktober 2025 niederlegen. Die Spanierin verlässt eine Organisation, die unter ihrer Leitung seit 2020 signifikante Fortschritte erzielt hat: Die Zahl der Turniere wuchs deutlich, das Preisgeld wurde mehr als verdoppelt. Besonders prägend war die strategische Allianz mit der LPGA Tour. In einer gemeinsamen Mitteilung hoben die LET und LPGA Armas' Rolle als „transformative Kraft“ hervor. Die Nachfolge wird derzeit von einer internationalen Personalberatung begleitet.
 

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Historischer Schlag von Teder


Mit einem Schlag hat Richard Teder Golfgeschichte geschrieben: Der 20-jährige Amateur aus Estland wird als erster Spieler seines Landes bei der Open Championship abschlagen. Möglich wurde das durch einen spektakulären Eagle im Play-off beim Final Qualifying im englischen West Lancashire Golf Club – ein Moment, der in Erinnerung bleiben wird. Teders Qualifikation ist nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern auch ein symbolischer Meilenstein für Estland, ein Land mit lediglich zehn Golfanlagen und kaum professionellen Spielern. „Ich glaube, ich habe es noch nicht ganz realisiert“, sagte Teder nach dem entscheidenden Putt.
 


Auch die BMW International Open 2025 im Golfclub München Eichenried hatte sportlich wie emotional einiges zu bieten. Mit Daniel Brown triumphierte ein Engländer, der sich nur wenige Tage nach dem Tod eines engen Freundes auf bemerkenswerte Weise durchsetzte – und seinen bislang größten Karriereerfolg feierte. Im Siegerinterview zeigte sich Brown emotional: „Ich weiß nicht, wie ich den Tag überstanden habe. Aber ich bin sicher, dass mein Freund heute bei mir war.“

 

Für eine der größten Überraschungen der BMW International Open 2025 sorgte Tim Wiedemeyer. Der 20-jährige Münchner, Teil des Junior Team Germany und derzeit im College-Team der Texas Tech University aktiv, nutzte seine Einladung ins Profi-Feld eindrucksvoll. Nach einer ordentlichen 72 zum Auftakt steigerte sich Wiedemeyer mit Runden von 66 und zweimal 69 Schlägen und beendete das Turnier auf einem hervorragenden geteilten 17. Platz – noch vor erfahrenen Routiniers wie Martin Kaymer und Marcel Siem. „Es war richtig cool“, resümierte Wiedemeyer. Direkt nach dem Turnier reiste er weiter zur Team-Europameisterschaft nach Irland – Rückenwind inklusive.

 

Die LPGA Tour führt das neue Collegiate Advancement Pathway (LCAP) ein: Die zehn besten College‑Golferinnen erhalten in der Zukunft direkten Zugang zur Epson Tour, darunter vollen Status und Q-Series-Startrechte. 
 

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