Partner des DGV

Intensive Diskussionen: Nicht immer ist es im Sinne der Spielfreude ratsam, auf das eigene Recht zu pochen. | © Jasper Wax/Getty Images

Sind Sie ein guter Flightpartner? Sieben Fehler sollten Sie vermeiden

Der Golfsport hat Regeln, eine ganze Menge sogar. Und das ist auch gut so. Daneben existieren allerdings noch jene ungeschriebenen Gesetze, die mindestens genauso wichtig für eine angenehme Runde sind. Rücksicht nehmen, den Platz ordentlich hinterlassen, andere nicht gefährden und dafür sorgen, dass der Spielfluss nicht ins Stocken gerät – eigentlich keine komplizierten Anforderungen.
Und trotzdem erlebt man sie immer wieder: den ungepflegten Bunker, das Gespräch während des Abschlags oder den Spieler, der erst dann mit seiner Vorbereitung beginnt, wenn er längst an der Reihe wäre. Sieben Klassiker, die weder dem eigenen Flight noch den Gruppen dahinter Freude bereiten.

1. Reden, wenn andere Ruhe brauchen

Golf ist gesellig. Gespräche gehören zu einer entspannten Runde dazu – nur eben nicht immer. Sobald ein Mitspieler mit seiner Schlagvorbereitung beginnt, sollten Diskussionen über das Wochenende, den letzten Urlaub oder die Ergebnisse der Bundesliga kurz warten. Was für den einen belangloses Hintergrundgemurmel ist, kann den anderen aus der Konzentration bringen. Eine einfache Regel hilft: Wenn jemand zum Schlag ansetzt, gehört ihm für ein paar Sekunden die gesamte Aufmerksamkeit.

2. Bei Gefahr auf „Fore!“ verzichten

Hier endet die Frage nach gutem Benehmen und es geht um Sicherheit. Gerät ein Schlag in Richtung anderer Menschen, muss gewarnt werden. Laut, deutlich und lieber einmal zu oft als einmal zu wenig. Wer darauf hofft, dass der verzogene Drive schon niemanden erreichen wird, geht ein unnötiges Risiko ein. Ein Golfball kann erhebliche Verletzungen verursachen. Deshalb gilt bei Unsicherheit: „Fore!“

3. Über Puttlinien laufen

Putten ist auch ohne zusätzliche Hindernisse kompliziert genug. Deshalb sollte jeder darauf achten, wo die Bälle und Ballmarker seiner Mitspieler liegen – und deren Puttlinien möglichst nicht unnötig betreten. Gerade auf empfindlichen Grüns können Fußspuren die Oberfläche beeinflussen. Außerdem ist es natürlich auch eine Frage der Rücksichtnahme. Der kleine Umweg um die Linie kostet wenige Sekunden und möglicherweise erspart er dem Mitspieler einige schlechte Gedanken.

4. Den Bunker als Baustelle hinterlassen

Der Bunkerschlag war schlecht, der zweite vielleicht auch – der Ärger darüber darf trotzdem nicht im Sand zurückbleiben. Wer einen Bunker benutzt hat, beseitigt anschließend seine Fuß- und Schlagspuren. Schließlich ist die Aufgabe für den nächsten Spieler ohnehin schwierig genug. Landet dessen Ball zusätzlich in einem tiefen Fußabdruck des Vorgängers, wird aus einer anspruchsvollen Lage schnell eine ausgesprochen undankbare. Also: Harke nehmen, Spuren glätten und den Bunker so verlassen, wie man ihn selbst gerne vorfinden würde.

5. Den kurzen Putt einfach selbst schenken

Der Ball liegt eine Handbreit vom Loch entfernt. Den kann man doch aufheben, oder? Im Matchplay möglicherweise – allerdings nur dann, wenn der Gegner den nächsten Schlag tatsächlich und unmissverständlich schenkt. Ein geschenkter Putt ist schließlich genau das: ein Geschenk. Und Geschenke fordert man bekanntlich nicht ein. Bleibt die entsprechende Ansage aus, wird weitergespielt. Bei wenigen Zentimetern sollte das doch zu bewältigen sein.

6. Andere Flights aufhalten

Niemand verlangt einen Sprint über 18 Löcher. Eine Golfrunde muss auch nicht in Hektik ausarten. Trotzdem sollte sie nicht länger dauern als nötig. Wer erst nach seinem Ball sucht, wenn alle anderen bereits gespielt haben, das Bag grundsätzlich an der falschen Seite des Grüns abstellt oder seine komplette Routine erst beginnt, nachdem er längst an der Reihe ist, produziert vermeidbare Wartezeiten. Zügiges Spiel bedeutet nicht permanent in Eile zu sein. Oft reichen kleine Gewohnheiten: rechtzeitig vorbereiten, Wege sinnvoll planen und bereit sein, wenn man an der Reihe ist. Darüber freuen sich nicht nur die Flightpartner, sondern auch sämtliche Gruppen dahinter.

7. Die Traumrunde zu früh feiern

„Weißt du eigentlich, dass du heute drei unter deinem Handicap liegst?“ Ein gut gemeinter Satz – der beim Empfänger trotzdem wenig Begeisterung auslösen könnte. Wer außergewöhnlich gut spielt, weiß das normalerweise selbst. Und möglicherweise hat er es gerade erfolgreich geschafft, eben nicht über sein Ergebnis nachzudenken. Der Hinweis auf die bevorstehende Traumrunde lenkt die Aufmerksamkeit plötzlich auf Score, Erwartungen und mögliche Konsequenzen. Deshalb sparen Sie sich die Zwischenbilanz. Ist der letzte Putt gefallen und die starke Runde tatsächlich besonders erfolgreich beendet, bleibt noch genügend Zeit für Glückwünsche.

Weiteres zum Thema

Tipps der Redaktion