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Neustart in Green Eagle: Chiara Noja
Neustart in Green Eagle: Chiara Noja | © Tristan Jones / LET

Nojas Rückkehr mit neuer Leichtigkeit

Chiara Noja ist in einem Alter, in dem die meisten jungen Frauen ihre ersten Schritte im Profigolf machen. Die 20-Jährige, die in Dubai lebt, hat hingegen auf der Tour schon so viel durchgemacht, dass sie mit den Erlebnissen wohl ein ganzes Buch füllen könnte. 2022 gewann sie mit 16 Jahren in Saudi-Arabien – ein sensationeller Sieg, der große Erwartungen weckte. Noja war auf einmal das Supertalent, weitere Siege, der Sprung auf die LPGA Tour, all das schien die logische Folge

 

Doch es kam anders: Verletzungsprobleme führten dazu, dass Noja nicht mehr wie gewohnt trainieren konnte. Die Top-Ergebnisse blieben in der Folge aus und Zweifel kamen auf. „Es ist eine schwierige Situation, wenn man die eigenen Erwartungen, die Erwartungen von außen und auch die Verklärung der Vergangenheit miteinander in Einklang bringen muss", erklärte sie beim Amundi German Masters powered by VcG. „Man schaut auf frühere Erfolge zurück und hat das Gefühl, keine Fehler machen zu dürfen. Wenn man dann nicht so trainieren kann, wie man eigentlich sollte, und trotzdem gute Leistungen erwartet, wird es schnell zur mentalen Herausforderung."

Frischer Start

Das Turnier in Deutschland markiert für das Top-Talent einen frischen Start nach Monaten ohne Tour-Auftritt. Ziel war es, nichts zu überstürzen, erst in Form zu kommen und dann wieder anzutreten. „Ich wäre gern früher in die Saison gestartet, aber letztlich habe ich einfach ein paar Monate gebraucht, um wieder ein Gefühl für meinen Schwung zu entwickeln. Jetzt verstehe ich besser, warum bestimmte Fehler passieren. Früher war ein Fehlschlag direkt mit Unsicherheit verbunden, doch inzwischen fühlt sich das Spiel insgesamt wieder einfacher an."

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Das neu gewonnene Selbstvertrauen sorgte beim Turnier in Green Eagle für zwei sehr stabile Runden und eine Top-Platzierung zum Auftakt. „Der größte Unterschied in dieser Woche ist meine Einstellung", erklärte sie. „Wenn man von Erfolgen kommt und dann schwierigere Phasen erlebt, kann die Freude am Wettkampf manchmal leiden. Genau daran wollte ich arbeiten. Mein Ziel war es, wieder mit mehr positiver Energie auf den Platz zu gehen. Mein Vater ist diese Woche als Caddie dabei, was mir sehr hilft. Wir haben vereinbart, dass ich unabhängig vom Ergebnis positiv bleibe, lächle und die Atmosphäre genieße. Diese Einstellung hat mir sehr geholfen."

 

Ganz überraschend kommt die gute Form aber nicht. „Ich habe in den letzten Wochen wirklich gut gespielt. Die Frage ist dann immer, wie man unter Turnierbedingungen mit Nervosität, Druck oder äußeren Einflüssen umgeht. Aber ich wusste, dass ich gutes Golf spielen kann. Jetzt geht es eher darum, mir selbst weniger Druck zu machen und das Spiel einfach laufen zu lassen."

 

Topfit ist Noja in dieser Woche leider nicht ganz. Im Dezember erlitt sie einen Bandscheibenvorfall im Nacken, diese Woche kamen Beschwerden im Rippenbereich. So ist die Vorbereitung auf die Runde mit viel Aktivierungsarbeit und unterstützenden Physios verbunden. Die gebürtige Berlinerin stellt klar: „Wenn ich wirklich Schmerzen hätte, würde ich nicht spielen." Auch das hat sie aus ihrer Vergangenheit gelernt.

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