Partner des DGV

Diskussionen auf der Runde kennt jeder – aber niemand führt sie wirklich gern. | © golfsupport.nl/Jos Linckens

Acht Golfer-Typen, die jeder kennt – und niemand mag

Golf ist schon komplex genug. Doch nicht immer ist es der eigene Schwung, der eine Runde ruiniert – oft sind es die kleinen Eigenheiten der Mitspieler. Kennen Sie bestimmt auch. Diese Verhaltensweisen oder Bemerkungen, die zwar nicht schlimm genug sind, um sie offen anzusprechen, aber nervig genug, um die Stimmung über 18 Löcher langsam kippen zu lassen. Beispiele gibt es viele – nur spricht kaum jemand darüber. Das ändern wir jetzt. Hier kommen acht typische „Störfaktoren“, die Ihnen bestimmt auch bekannt vorkommen. 

1) Der Dauer-Nörgler

Egal ob Startzeit, Platzpflege oder der eigene Schwung – irgendetwas passt immer nicht. Wer vier Stunden mit einem solchen Mitspieler in einem Flight verbringt, merkt schnell, wie anstrengend das werden kann. Oft ist man hinterher mental ausgelaugter als körperlich. Was hilft: Leichter Humor. Ein lockerer Spruch kann oft schon ausreichen, um die Stimmung zu drehen – oder zumindest klarzumachen, dass es auch um Spaß geht.

2) Die versteckten Seitenhiebe

Auf den ersten Blick klingt alles freundlich – doch der Unterton ist entscheidend. „Guter Schlag… für dich“ oder „Interessanter Schwung“ bleiben hängen. Was hilft: Gelassen bleiben und das „Kompliment“ einfach annehmen. Wer sich nicht provozieren lässt, nimmt dem Gegenüber schnell den Wind aus den Segeln.

3) Die Tempo-Polizei mit Doppelmoral

Andere sollen sich beeilen – aber selbst werden drei Probeschwünge, Diskussionen und ewiges Ballsuchen zur Selbstverständlichkeit. Was hilft: Den eigenen Rhythmus beibehalten. Wer selbst zügig spielt, kann solche Kommentare leichter ignorieren.

4) Der „Ich-zahl-das-nächste-Mal“-Typ

Im Clubhaus oder an Hütte auf dem Platz wird gern genommen – aber selten gegeben. Haben Sie bestimmt auch schon das eine oder andere Mal erlebt. Das unausgesprochene Prinzip des Abwechselns gerät aus dem Gleichgewicht. Was hilft: Früh klare, aber lockere Absprachen treffen („Ich nehme das, du das Nächste“). Wenn das nicht funktioniert: konsequent getrennt zahlen.

5) Der Ansager

„Der ist im Bunker.“ Oder: „Der war kurz.“ Oder: „Der geht nach rechts.“ Danke für nichts. Diese Kommentare liefern keine neuen Erkenntnisse, können aber verdammt anstrengend sein. Sofern das eigene Sehvermögen nicht stark eingeschränkt ist, behält man seinen Ball schließlich selbst im Blick. Was hilft: Mit einem Augenzwinkern reagieren. Ein humorvoller Konter reicht oft, um das Verhalten zu spiegeln. Übrigens nicht nur beim Golf. 

6) Der Kontrolleur

Startzeiten, Spielform, Flights – alles ist bis ins Detail geplant. Was zunächst organisiert wirkt, kann schnell in Bevormundung umschlagen. Was hilft: Eigene Wünsche klar äußern. Und nicht alles wortlos hinnehmen, was andere entscheiden. 

7) Der Regel-Experte – aber nur, wenn es ihm hilft

Er kennt jede Regel – zumindest dann, wenn sie ihm selbst einen Vorteil verschafft. Plötzlich wird jedes Detail diskutiert, wenn es um Erleichterung, Drops oder Strafschläge geht. In anderen Situationen wird es dagegen deutlich lockerer oder strenger ausgelegt. So, wie man es gerade braucht. Was hilft: Ruhig bleiben und im Zweifel gemeinsam nachschauen. Wer sachlich bleibt und sich auf die offiziellen Regeln beruft, nimmt der Diskussion schnell die emotionale Schärfe.

8) Der Range-Profi

Auf der Driving Range sieht alles perfekt aus – und genau das wird vor der Runde auch ausführlich betont. Auf dem Platz folgt dann die Ernüchterung, oft begleitet von Ausreden. Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität kennen wir alle. Die ständigen Rechtfertigungen und Erklärungen für das eigene Unvermögen können hingegen belastend sein. Was hilft: Einfach ausblenden. Am Ende zählt nur, was auf der Scorekarte steht.

Weiteres zum Thema