Woods‘ Lieblingsdrill: Mehr Präzision auf dem Grün
Im Laufe von Tiger Woods’ außergewöhnlicher Karriere haben sich viele seiner größten Momente auf den Grüns dieser Welt abgespielt. Dort also, wo Turniere oft mit einem einzigen Putt entschieden werden – in die eine oder in die andere Richtung. Was viele Betrachter stets fasziniert hat: Woods‘ Bewegungsablauf beim Putten ließ schwierige Schläge häufig so mühelos aussehen. Eine ausgesprochen wertvolle Begabung, ja, aber gewiss noch mehr. Woods hat sich seine beeindruckende Sicherheit beim Putten, die ihn den stärksten Jahren seiner Karriere ausgezeichnet hat, durch viel Training, Routinen, Struktur und Disziplin erarbeitet.
Der Gate-Drill
Ein Trainingsritual begleitete ihn dabei über Jahre hinweg – das berichten die Kollegen des US-Portal golf.com. Die Übung ist unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt: „Gate-Drill“, „Zwei-Tee-Übung“ oder einhändiges Putten. Sie ist simpel aufgebaut und enorm wirkungsvoll. Man benötigt lediglich einen ebenen Putt aus etwa 1,20 Metern Entfernung. Der Spieler nimmt die Ansprechposition ein und steckt dann zwei Tees in den Boden: eines knapp vor der Schlägerspitze, das andere hinter der Ferse. Zwischen beiden entsteht ein kleines Tor, durch das der Putterkopf bei der Schlagbewegung hindurchgeführt werden soll, ohne eines der Tees zu berühren.
Treffpunkt im Sweetspot
Der Clou: Gelingt der Bewegungsablauf und gleitet der Schläger sauber durch das Tee-Tor, trifft die Schlagfläche den Ball fast immer gerade – der Schlüssel zu präzisen Putts. Jede Fehlstellung zeigt sich sofort: Wird eines der Tees mit dem Putter berührt, ist direkt klar: Der Ballkontakt kann nicht sauber sein.
So trainieren Sie wie Woods
Wie eng das Tor aus den zwei Tees gesteckt wird, kann dem eigenen Können angepasst werden – größer für Einsteiger, enger für Fortgeschrittene, die Woods’ Präzision nacheifern wollen. Der Amerikaner startet die Übung selbst zunächst nur mit seiner rechten Hand am Griff. Nach einigen einhändigen Putts legt Woods die zweite Hand dazu, setzt die Übung fort und wechselt anschließend immer wieder zwischen einhändigen und normalem Putts. Machen Sie es ihm doch einfach mal nach ...









