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Sauber treffen: Wenn der Ballkontakt passt, stimmen meistens auch Länge und Präzision. | © golfsupport.nl/Brian Spurlock/ism

90-90-90-Drill: Besser treffen, weiter schlagen

Mal gelingt ein sauberer Schlag, dann folgt ein Slice oder ein mit der Schlägerkante getroffener Ball. Vielen Golfern fehlt vor allem eines: Konstanz. PGA Golf Professional Karl Villwock sieht die Ursachen dafür häufig in zwei Bereichen, die eng miteinander zusammenhängen: der Körperbewegung und der Kontrolle der Schlagfläche. Mit seinem sogenannten 90-90-90-Drill zeigt er eine Übung, mit der Sie Ihre Ballkontakte verbessern können.

Zwei Schlüssel für bessere Kontakte

Wer den Ball regelmäßig sauber treffen möchte, muss laut Villwock zwei Dinge beherrschen: eine funktionierende Körperbewegung und eine kontrollierte Schlagfläche. Fehlt eines von beidem, leidet die Qualität des Ballkontakts. Der Drill (s. Video unten) soll dazu führen, beide Elemente miteinander zu verbinden und ein besseres Gefühl für die entscheidenden Positionen im Schwung zu entwickeln.

Die richtige Körperbewegung

Für den ersten Teil der Übung nutzt Villwock einen schräg aufgestellten Alignment-Stick sowie ein Seil als Orientierungshilfe. Ziel ist es, die Bewegungsrichtung des Körpers besser zu verstehen. Im Rückschwung zieht die rechte Körperseite nach hinten und oben. Dabei hebt sich die rechte Schulter leicht an, während die linke Schulter nach unten arbeitet. Entscheidend ist, dass sich der Körper dreht und nicht seitlich vom Ball wegbewegt. Villwock zeigt’s im Video. Im Abschwung erfolgt zunächst eine kleine Bewegung nach links. Anschließend zieht die linke Seite nach hinten und oben. Villwock beschreibt dies als ein Zusammenspiel aus Schieben und Drehen. Am Ende soll die Hüfte der am weitesten zum Ziel gerichtete Körperteil sein.

Wie Sie die Schlagfläche kontrollieren

Der zweite Schwerpunkt des Drills liegt auf der Schlagflächenkontrolle. Dafür empfiehlt Villwock einen eher starken Griff. Die linke Hand sitzt in den Fingern, die rechte Hand ergänzt den Griff so, dass die Verbindungslinie zwischen Daumen und Zeigefinger grob zur rechten Schulter zeigt. Ein häufiger Fehler besteht laut Villwock darin, die Schlagfläche bereits im Rückschwung deutlich zu öffnen. Dadurch muss sie im weiteren Verlauf des Schwungs wieder geschlossen werden, was die Konstanz erschwert. Ziel: Die Schlagfläche soll sowohl im Rückschwung als auch im Abschwung möglichst parallel zur Wirbelsäulenneigung stehen. So entsteht eine Position, die sich leichter wiederholen lässt.

Dreimal 90 Grad

Der Name der Villwock-Übung bezieht sich auf drei Winkel von jeweils ungefähr 90 Grad, die in einer bestimmten Schwungposition erreicht werden sollen. Gemeint sind die Vorneigung in der Hüfte, die Stellung des Oberkörpers sowie die Position der Arme vor dem Körper. Gleichzeitig bleibt die Schlagfläche möglichst parallel zur Wirbelsäulenneigung ausgerichtet. 

Üben Sie erst ohne Ball

Villwock empfiehlt, die Bewegungen zunächst ohne Ball zu trainieren. So lassen sich die Positionen kontrollieren und verinnerlichen, bevor erste Schläge hinzukommen. Wichtig dabei: Gehen Sie zunächst langsam vor und nehmen Sie die einzelnen Bewegungsabläufe bewusst wahr. Erst wenn Körperbewegung und Schlagflächenkontrolle zusammenpassen, sollte die Übung mit Ball durchgeführt werden. Villwocks Fazit: Wer an diesen beiden Grundlagen arbeitet und sie regelmäßig trainiert, schafft die Voraussetzungen für konstantere Ballkontakte. 

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